Baden-Baden

Realitätsnah: Mit rund 70 Werken gegenstandsbezogener Kunst zeigt die Ausstellung in Baden-Baden wie US-Künstler seit den sechziger Jahren den amerikanischen Alltag kommentieren. Ausgehend von Künstlern der Pop Art wie Andy Warhol, Alex Katz oder James Rosenquist wird ein Bogen zu neueren bis zeitgenössischen Positionen von Cindy Sherman, Robert Longo oder Jenny Holzer geschlagen.

Cindy Sherman: "Untitled Marilyn", 1982, Fotografie, 50,8 x 40,6 cm

Berlin

Revolutionär: Mit seinen farblich wohl akzentuierten Aufnahmen zählt Joel Meyerowitz (*1938) zu den Wegbereitern der New Color Photography der sechziger Jahre. Damals brach er mit der Schwarzweiß-Vorherrschaft in der künstlerischen Fotografie und im Fotojournalismus. Erst später setzte er gezielt Schwarzweiß-Aufnahmen ein, um grafische oder gestalterische Bildelemente hervorzuheben. Die Schau zeigt Werke aus allen Schaffensphasen des Fotografen.

Joel Meyerowitz: "Sarah, Provincetown, Massachusetts", 1980

Berlin

Kultureller Austausch: Als Abschluss des deutschen Kulturjahres zeigt das Quatar Museum im Berliner Kraftwerk eine umfangreiche Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus dem Emirat. Katarische Künstler präsentieren in Installationen, Plastiken, Fotografie und Film ihre Sicht auf die vielseitige Kulturlandschaft und das Leben in ihrem Land.

Christto & Andrew: "Era Without Era", 2012

Düsseldorf

Zwischen Tanz und Skulptur: Langsam und präzise choreografiert entfalten sich die Bewegungen in den Performances von Maria Hassabi (* 1973). Die zypriotische Künstlerin macht in ihren minimalistischen Kompositionen durch die gedehnte Dauer der Bewegung eine fast skulpturale Körperlichkeit erfahrbar. Für die Ausstellung führt sie ihre mehrteilige Installation "Staging" weiter, die unter anderem auf der Documenta14 zu sehen war.

Maria Hassabi: "Staging", 2017, Installationsansicht Walker Art Center, Minneapolis, Performer: Jessie Gold

Friedrichshafen

Abwechslungsreich: Das Werk des deutschen Künstlers Max Ackermann (1887–1975) entspannt sich vom Jugendstil über die Neue Sachlichkeit bis hin zur abstrakten Malerei, ist mal gegenständlich mal abstrakt und verbindet Malerei mit Musik, Tanz und Architektur. Die Ausstellung präsentiert nun über 130 Werke aus allen Schaffensphasen und setzt sich mit der Vielfältigkeit des Künstlers auseinander.

Max Ackermann: "Abstrakte Komposition", 1943, Öl auf Pressplatte

Münster

Post-Internet Kunst: Elf internationale Künstler setzten sich in Videos und Filmen mit den Bildwelten und Sehgewohnheiten unserer Gegenwart auseinander, die mittlerweile zu einem Großteil durch das Internet geprägt werden. Ganz subjektiv wird vorhandenes Bildmaterial neu kombiniert wobei einige Künstler digital, andere analog vorgehen. Die Filme werden im Wochenwechsel gezeigt.

Ulu Braun / Roland Rauschmeier: "Maria Theresia und ihre 16 Kinder", 2011, Videostill, 29:27 min., HDV, 1-kanal, Sound

Nürnberg

Let it snow: Der italienische Künstler Philipp Messner (*1975) stellt in seiner performativen Installation für etwa einen Monat Schneekanonen auf dem Klarissenplatz auf. Durch die Zugabe von Farbe in den Wasserzulauf erzeugen die Kanonen ab einer Temperatur von -3 Grad bunten Schnee, der sich in feinen Farbschichten übereinander lagert und zu einer begehbaren Fläche ausbreitet. "Clouds" beschäftigt sich mit unserer Vorstellung von Umwelt und deren künstliche Veränderung durch den Menschen.

Philipp Messner: "Clouds", 2016

Potsdam

Zurückgeblickt: Als "entarteter" Künstler von den Nationalsozialisten gebrandmarkt und als Jude nur knapp der Deportation entgangen widmet sich nun eine Ausstellung dem Werk des Berliner Künstlers Fritz Ascher (1893—1970). Mit 46 Zeichnungen, Gouachen und Gemälden bietet die Retrospektive einen Überblick über das Gesamtwerk des spätexpressionistischen Malers.

Fritz Ascher: "Figurenszene (Inferno?)", 1918

Stuttgart

Inkognito: Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern der frühen Neuzeit und doch ist er als konkrete historische Person schwer fassbar - der Meister von Meßkirch. Berühmt für sein Kolorit und die Kombination altertümlicher Elemente und fortschrittlicher Bildideen der Renaissance in seinen Altarbildern, vereint die Ausstellung etwa 200 Werke des Malers und stellt sie in den Zusammenhang mit Künstlern der Zeit wie Hans Baldung Grien, Lucas Cranach d. Ä. oder Albrecht Dürer.

Meister von Meßkirch: "Kreuzigung Christi", um 1530

Zürich

Chronist: Pendler in New Yorks Untergrund, Tanzende im Studio 54 oder das Pool-Leben der High Society in LA – der Schweizer Fotograf Willy Spiller gibt in seinen Fotografien einen Einblick in das schillernde Leben der siebziger und achtziger Jahre in Amerikas Metropolen.

Willy Spiller: "Schoolgirls on the train to Far Rockaway", Queens Subway NY, 1977 – 1985