Berlin

Klick: Meryl Streep, Nicole Kidman, Robert Redford, Miles Davis - die amerikanische Fotografin Annie Leibovitz (*1949) hatte viele Berühmtheiten vor der Linse. Die Ausstellung widmet sich dem Porträtwerk der ehemaligen Cheffotografin des "Rolling Stone" und versammelt mehr als 30 Aufnahmen von den späten Siebzigern bis heute.

  • "Annie Leibovitz"
  • Termin: 24.11.2017 bis 27.4.2018
  • Jörg Maaß Kunsthandel, Berlin

Annie Leibovitz: "Meryl Streep", New York City, 1981

Bremen

Handgemacht: Als einer der ersten Lehrer am Bauhaus setzte sich Gerhard Marcks (1889–1981) für individuelle Arbeitsweisen ein und wendete sich gegen die rein industrielle Fertigung von Produkten. Die Schau zeigt über 100 Exponate, darunter Skulpturen, Gemälde, Möbel und Keramiken von 21 Künstlern des Weimarer Bauhauses und gibt Einblick in die Ideenfindung und Entwicklung der Schule.

Gerhard Marcks: "Drei Grazien", 1957, Bronze, 2017

Dortmund

xxx: Gleich zwei Ausstellungen eröffnen diese Woche im Hartware Medienkunstverein in Dortmund. Die Ausstellung "Die Grenze“ untersucht die soziale und kulturelle Funktion der Trennlinie in Bezug auf Ein- oder Ausgrenzung. Dabei orientieren sich 23 Künstler aus elf Ländern an der geografischen und kulturellen Grenze zwischen Europa und Asien.

Anlässliche des 100. Jahrestages der Oktoberrevolution blickt die Ausstellung “Sturm auf den Winterpalast. Forensik eines Bildes“ auf eine Fotografie, die zum Symbolbild des Ereignisses geworden ist. Tatsächlich handelt es sich bei der Aufnahme jedoch nur um ein Nachstellung der Revolution von 1920 und beruht nicht auf genauen Fakten. Dennoch wurde es zu einem historischen Dokument. Gezeigt werden rund 75 erhaltene Fotografien und ein Film dieser Nachahmung. 

  • "Die Grenze + Sturm auf den Winterpalast. Forensik eines Bildes"
  • Termin: 25.11.2017 bis 8.4.2018
  • Hartware Medienkunstverein im Dortmunder U

"Sturm auf den Winterpalast", unretuschierte Variante und vermutetes Original des theatralen Reenactments auf dem Palastplatz, Sankt Petersburg, 1920, von Nikolaj Evreinov (Regisseur)

Düsseldorf

Das alles ist Deutschland: In seinem musealen Debüt widmet sich Moderator Jan Böhmermann und seine Partner der Kreativschmiede Bildundtonfabrik dem Thema Deutschland. Wie das genau aussieht weiß noch keiner so recht, ein Teil der Ausstellung soll sich jedoch mit deutscher Erinnerungskultur beschäftigen.

Deuscthland

Duisburg

Meditativ: Die Ausstellung präsentiert neue und raumgreifende Installationen der deutschen Bildhauerin, Zeichnerin und Filmemacherin Rebecca Horn (*1944). Bei ihren sogenannten Hauchkörpern handelt es sich um überlebensgroße schlanke Messingstäbe, die sich bedächtig und in präzisen Choreographien zueinander bewegen. Am 24. November erhält sie als erste Frau den Wilhelm-Lehmbruck-Preis für ihr Lebenswerk.

Rebecca Horn: "Hauchkörper", 2017, 600 x 300 x 362 cm, Messingstäbe, Stahl, Elektronik, Motoren

Frankfurt am Main

Gegenübergestellt: Deutsche und US-amerikanische Pop- und Minimal-Art stehen im Dialog mit Schlüsselwerken der lateinamerikanischen Kunst und bilden zusammen eine der größten Ausstellung, die es je im MMK in Frankfurt zu sehen gab. In über 500 Werken der sechziger und siebziger Jahre werden Entwicklungslinien und Paralellen in der Kunst zweier Kontinente und Kulturen nachempfunden, um so einen neuen Blick auf die eigene Sammlung zu öffnen.

Cildo Meireles: "Coca Cola", 1970

Freiburg/Breisgau

Neuauflage: 1916 stellten Adolf Hölzel, Gründungsmitglied der Münchner und der Wiener Secession, und seine Schüler im neu gebauten Freiburger Kunstverein erstmals öffentlich aus. Basierend auf dieser historischen Schau zeigt das Augustinermuseum Freiburg nun erneut diese Pioniere der Modernen Kunst, zu denen Willi Baumeister oder Johannes Itten zählen und beleuchtet ihre Bedeutung für die weitere Entwicklung der Kunst des 20. Jahrhunderts.

Adolf Hölzel: Einzelscheibe aus dem Fensterzyklus für das Bahlsenwerk Hannover, 1915-17

Hamburg

Nachgeforscht: Der libanesische Künstler Rayyane Tabet (*1983) untersucht in seinen Skulpturen die historischen Verschränkungen des Nahen Ostens mit der westlichen Welt und verbindet dabei die offizielle Geschichtsschreibung mit seiner persönlichen Familiengeschichte. In der Hamburger Ausstellung setzt er sich mit dem deutschen Diplomaten, Orientalisten und Archäologen Max von Oppenheim auseinander. Ausgangspunkt bilden Briefe von Tabets Großvater, der 1929 persönlicher Sekretär Oppenheims war.

Installationsansicht Rayyane Tabet: "Ah, my beautiful Venus!", Teil von "Para / Fictions", Witte de With Center for Contemporary Art, Rotterdam

Krems

Nachgemacht: Die Ausstellung beschäftigt sich mit Fragen der Originalität, Aneignung und Autorschaft und versammelt hierzu Werke der historischen Appropriation Art sowie zeitgenössische Positionen. Gezeigt werden Arbeiten von John Baldessari, Rosemarie Trockel oder Jeff Wall.

Aneta Grzeszykowska: “Untitled Film Stills #10“, 2006, Farbfotografie, ca. 20 × 25 cm Courtesy of Raster Gallery, Warschau

Regensburg

Vernetzt: Der Prager Künstler Jakub Nepraš (*1981) beschäftigt sich in seinen Animationen und Videoskulpturen mit der Welt als Superorganismus, speziell mit dem Verhältnis von Mensch und Natur, welches durch Veränderungen in Gesellschaft und Technologie zunehmender Entfremdung unterworfen ist. Seine pulsierenden und raunenden Gebilde basieren auf organischen Formen und Prozessen.

Jakub Nepraš: “Crystal“, 2016, Videoskulptur, optisches Glas

Salzburg

Neue Sichtweisen: Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Raum in all seinen Facetten und seinem Verhältnis zur Fotografie. Wo man im 19. Jahrhundert noch mit technischen Neuerungen das menschliche Sehen imitieren wollte, experimentierte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit neuen Bildkonzepten und versuchte neue Seheindrücke zu schaffen. Zeitgenössische Positionen stammen von Wolfgang Tillmanns oder Hito Steyerl.

Hito Steyerl: "HOW NOT TO BE SEEN: A Fucking Didactic Educational .MOV File", 2013 Einkanal-Videoprojektion, chromogene Abzüge, C- Stative, Bodeninstallation

Schwerin

Großzügig: Die Ausstellung zeigt 74 Gemälde aus der Sammlung Frank Brabant, deren Schwerpunkt bei Werken des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit liegt. Ein Großteil bilden Arbeiten auf Papier, darunter bedeutende Aquarelle von Emil Nolde, Walter Gramatté und Ernst Ludwig Kirchner. Brabant will seine Kunstsammlung nach seinem Tod je zur Hälfte dem Museum Wiesbaden und dem Staatlichen Museum Schwerin überlassen.

Walter Gramatté: "Sonja", 1920, Gouache auf Papier, 48 x 36 cm