Bremen

Enttarnt: Die Ausstellung "Unvergessenes Land" präsentiert Fernando Bryces jüngsten Werkzyklus, der sich mit Bremens Kolonialgeschichte auseinandersetzt. Indem der peruanische Künstler gesammeltes Archivmaterial zeichnerisch überarbeitet, legt er mediale Bild- und Machtstrategien offen.

Fernando Bryce: Zeichnung aus "Unvergessenes Land", 2017, Serie von 23 Zeichnungen, Tusche auf Papier, 35 x 50 cm

Cottbus

Neues Sehen: Über 80 Schlüsselwerke der Moderne, darunter experimentelle Fotografien von Man Ray, László Moholy-Nagy oder El Lissitzky, zeigen den Aufbruch der Kunst nach dem Ersten Weltkrieg.

Man Ray: "Larmes de verre", 1932, Silbergelatine

Frankfurt am Main

Wie geht Frieden? Die Gruppenausstellung "Peace" in der Frankfurter Schirn beschäftigt sich mit den sozialen, ökologischen und politischen Bedingungen für ein friedvolles Miteinander. Begleitend dazu finden zahlreiche Live-Events, wie Vorträge, Konzerte oder Kochsessions statt, an denen die Besucher teilnehmen können.

  • "Peace"
  • Termin: 1.7.2017 bis 24.9.2017
  • Schirn Kunsthalle, Frankfurt am Main

Minerva Cuevas: "Égalité", 2004, Wandgemälde und Poster

Hamburg

Eigenwillig: Das Ernst-Barlach-Haus lädt dazu ein, den Hamburger Expressionisten Carl Lohse kennenzulernen. Über vierzig Arbeiten aus der Schaffensphase von 1919/1921 offenbaren seine kraftvolle Bild- und Formensprache.

Köln

Fabelhaft: Mit ihren multimedialen Installationen, Materialcollagen und aus Ton geformten Figuren verwandelt Sam Anderson den Ausstellungsraum in traumähnliche Landschaften. Der Kölnische Kunstverein zeigt sowohl ältere als auch neue Arbeiten der US-amerikanischen Künstlerin.

  • "Sam Anderson"
  • Termin: 1.7.2017 bis 10.9.2017
  • Kölnischer Kunstverein, Köln

Sam Anderson: "Day Shift", 2017, Installationsansicht, SculptureCenter, New York, 2017

Ludwigshafen

Überliefert: Die Sammelausstellung "Erzählte Welten. Geschichten in der Kunst" geht dem Thema des künstlerischen Erzählens vom Mittelalter bis in die Gegenwart nach. Zu sehen sind unter anderem Werke von Max Beckmann, Giorgio de Chirico, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner und Roy Lichtenstein.

Max Beckmann: "Tabarin", 1937, Öl auf Leinwand, 72,5 × 56 cm, Sammlung Wilhelm-Hack-Museum

Mülheim an der Ruhr

Zwischen Abstraktion und Figuration: Das Mülheimer Kunstmuseum präsentiert den Künstler Matthias Meyer mit seiner ersten musealen Einzelausstellung. Bekannt wurde der Gerhard-Richter-Schüler mit großformatigen Malereien, in denen Landschaftseindrücke, Naturimpressionen und Innenräume aus verschiedenen Perspektiven miteinander verwoben sind.

Matthias Meyer: "Park 1", 2014, 150 x 160cm

München

Liebe zum Detail: Lucas von Leyden ist neben Albrecht Dürer und Marcantonio Raimondi der bekannteste Druckgraphiker der Renaissance. Mit einer Auswahl von rund 100 Blättern gewährt die Pinakothek der Moderne EInblick in das Werk des niederländischen Künstlers und macht seinen künstlerischen Entwicklungsprozess nachvollziehbar.

Lucas van Leyden: "Nackte Frau, einen Hund flöhend", 1510, Kupferstich, 105 x 72 mm (Blatt), Staatliche Graphische Sammlung München

Rostock

Vielschichtig: Anlässlich des 90. Geburtstags von Wolfgang Mattheuer widmet ihm die Kunsthalle Rostock eine umfassende Retrospektive. Der Mitbegründer der Leipziger Schule stellt in seinen metaphorischen Bildschöpfungen Fragen nach dem Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft, Natur und Technisierung, Freiheit und Scheitern.

Wolfgang Mattheuer: "Der Nachbar, der will fliegen", 1984, Öl auf Leinwand, 200 x 230 cm, Ludwig Museum - Museum of Contemporary Art, Budapest

Siegen

Auf den Punkt gebracht: Der Schweizer Konzeptkünstler Niele Toroni wurde durch seine minimalistischen Bilder bekannt, auf denen Pinselabdrücke in regelmäßigen Abständen zu sehen sind. Für sein Lebenswerk erhält er den 13. Rubenspreis der Stadt Siegen.

Niele Toroni: "Pinselabdrücke Nr. 50, wiederholt in regelmäßigen Abständen von 30 cm", Ausstellungsansicht Marian Goodman Gallery, 2017

Tübingen

Selbstbestimmt: Die iranische Künstlerin Shirin Neshat untersucht in ihren Foto- und Videoarbeiten das Spannungsverhältnis zwischen islamischen und westlich geprägten Kulturen. Im Zentrum der Tübinger Ausstellung steht die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau in patriarchalischen Gesellschaften.

Shirin Neshat: "Rapture", 1999, Video Still

Ulm

Weitblick: Die Fotografin Herlinde Koelbl wurde durch ihre intimen Serien wie "Das deutsche Wohnzimmer“ oder die Langzeitstudie "Spuren der Macht“ berühmt, für die sie Politiker im Amt begleitete. Das Ulmer Stadthaus zeigt einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens von den Anfängen bis zu ihren aktuellsten Werken, in denen sie sich unter anderem mit Flucht und Migration beschäftigt.

Herlinde Koelbl: Aus der Serie "Refugees – eine Herausforderung für Europa", 2016