Berlin

Theorie nimmt Form an: In seinen Installationen schafft Raimund Kummer häufig Erfahrungsräume mit kulturellen, historischen und wissenschaftlichen Bezügen. Die Ausstellung "Sublunare Einmischung" zeigt vier raumgreifende Werke des Berliner Bildhauers aus verschiedenen Phasen seines Schaffens, die sich alle mit dem Thema Sehen befassen.

Raimund Kummer: "Mehr Licht", 1991, Installationsansicht Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin

Bingen

So weit das Auge reicht: Zum vierten Mal findet die Skulpturen-Triennale in Bingen am Rhein statt. Rund 20 Künstler, darunter Elvira Bach, Olaf Metzel und Jay Gard, setzen sich in ihren Skulpturen und Installationen mit dem Ausstellungstitel "Nah und Fern" auseinander. Die Arbeiten richten den Blick sowohl auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede fremder Kulturkreise, als auch in die Ferne und entführen den Betrachter in exotische Länder oder die Weiten des Weltraums.

Christian Achenbach: "Untitled (Sphere)", 2017, Aluminium, Edelstahl, Lack, 180 x 180 x 180cm

Bonn

Zeitgenössisch: In einer zeitgleichen Ausstellung zeigen das Kunstmuseum Bonn und die Städtische Galerie im Münchner Lenbachhaus die Sammlung der KiCo-Stiftung, die 2009 von einem Sammlerehepaar ins Leben gerufen wurde und ein breites Spektrum von bildbezogener Gegenwartskunst bis hin zu raumgreifenden Installationen umfasst. Unter anderem sind Werkblöcke von Maria Lassnig, Katharina Grosse und Erwin Wurm zu sehen.

Katharina Grosse: Ohne Titel, 2010, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München, Sammlung KiCo

 

 

Cottbus

Zwischen Magie und Melancholie: Über 150 Werke spiegeln die Faszination wider, die der Zirkus auf Künstler wie Marc Chagall, Max Beckmann oder Pablo Picasso ausübte. Die Ausstellung "Zirkuszauber" präsentiert einen lebendigen Querschnitt durch die kunterbunte, wirbelnde Welt der Artisten, Clowns und exotischen Tierdressuren - inklusive ihrer Schattenseiten.

Fernand Léger: "Cirque, Artisten beim Voltagieren auf einem weißen Pferd", 1953, Farblithografie, 34,8 x 45 cm, Privatsammlung

Duisburg

Augenblick mal! Tom Fecht beschäftigt sich in seinem fotografischen Werk mit den Grenzen der Wahrnehmung. Im Gegensatz zum etablierten Verständnis von Fotografie als Momentaufnahme versucht der deutsche Künstler, Bewegung und somit das Verstreichen von Zeit festzuhalten.

Tom Fecht: "ECLIPSE # 8031", 2014 (Print 2017), Courtesy: Museum DKM, Duisburg

Frankfurt am Main

Gegen die Wand: Im Mittelpunkt des diesjährigen Architekturfotografie-Preises steht das Thema "Grenzen". Dabei wurde nach der fotografischen Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt gesucht – der Begriff der Grenze konnte als physisch präsent oder auch subtil spürbar gedeutet werden. So begegnen uns Bilder, die uns politische, kulturelle, psychische und körperliche Begrenzungen vor Augen führen.

  • "Architekturbild. Europäischer Architekturfotografie-Preis 2017"
  • Termin: 6.5.2017 bis 6.8.2017
  • DAM Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main

Andreas Gerke: "Arrival / 4", Foto einer palästinensischen Flagge vor einer behelfsmäßigen Unterkunft für Flüchtlinge

Hannover

Kreativ feiern: Dieses Wochenende beginnen die KunstFestSpiele Herrenhausen in Hannover und laden zu über 50 Veranstaltungen, wie Konzerten, Musiktheater, Performances und Installationen ein, bei denen auch die Bildende Kunst eine tragende Rolle spielt. Das Eröffnungskonzert "Blood on the Floor" mit Musik von Mark-Anthony Turnage, der das Stück aus Faszination für Francis Bacons Bilder komponierte, wird das Festival einläuten. Ein weiteres Highlight ist die audio-visuelle Arbeit "Richters Patterns" in der Orangerie, die Gerhard Richters abstrakte Gemälde in raumfüllenden Projektionen zeigt. Begleitet wird die Show durch das Ensemble Musikfabrik.

Richters Patterns – Ensemble Musikfabrik, KunstFestSpiele Herrenhausen, Hannover

Jena

Bizarr: Die Einzelausstellung gibt Einblicke in das Schaffen des US-amerikanischen Fotografen Roger Ballen, der in seinen Bildern stets auf der Suche nach dem Ungewöhnlichen, mitunter Absurden ist. Auf zugleich ernsthafte wie humorvolle Weise setzt er sich mit Orten der Ausgrenzung und existentiellen Abgründen auseinander und zeigt dabei, wie Schönheit und Hässlichkeit, Gut und Böse ineinander verschwim­men. Nietzsches Diktum vom Menschen, der so tief leidet, dass er deshalb das Lachen erfinden musste, hat der in Südafrika lebende Künstler in unnachahmlicher Weise umgesetzt.

Roger Ballen: "Die Antwoord, Spooky Eyes", 2012

München

Außergewöhnliche Beobachtungsgabe: Das Haus der Kunst zeigt mit "Figure Ground" eine umfassende Werkschau des renommierten deutschen Fotografen Thomas Struth. In seinen Serien beschäftigt sich der Fotograf und ehemalige Schüler der berühmten Becherschule in Düsseldorf mit Themen wie Straßenzügen, Menschen, Museen und Natur.

Thomas Struth: "National Gallery 1", London, 1989, Chromogener Druck, 180,0 x 196,0 cm

München

Völlig losgelöst: Die Ausstellung in der Sammlung Goetz umfasst mit Gotthard Graubner, Imi Knoebel, Blinky Palermo und Reiner Ruthenbeck vier Künstler, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise die Gestaltungsspielräume von ungegenständlicher Kunst ausloten. Durch ihre Verbindungen zur Düsseldorfer Akademie ist ihr Werk geprägt durch die Freude am Experiment und den Aufbruchsgeist, der in den sechziger und siebziger Jahren an der renommierten Kunsthochschule herrschte.

Imi Knoebel: "16 Farben auf Blanc de Titane", 1993, Acryl auf Aluminium, 52 x 52 x 20,5 cm, Courtesy Sammlung Goetz, München

 

Neu-Ulm

Afrikanische Perspektiven: Die Ausstellung vereint die Werke von vierzehn zeitgenössischen afrikanischen Künstlern, die sich mit dem Alltag im postkolonialen Afrika beschäftigen. Fragen der sozialen Identität und Integrität stehen hier im Mittelpunkt.

Zina Saro-Wiwa: "The Invisible Man", 2015

Wien

Einfühlsam: Das zeichnerische Werk von Maria Lassnig würdigt die Albertina in Wien. Über 100 Werke der österreichischen Malerin werden in der Ausstellung gezeigt. Das Sichtbarmachen von körperlichen Emotionen und das Nachspüren der Körperwahrnehmung bildeten den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Humorvoll und ernst, sehnsuchtsvoll und gnadenlos bannte die Künstlerin ihre Empfindungen auf Papier.

Maria Lassnig: "Ohne Titel (Schreiende)", 1981, Maria Lassnig Stiftung