Berlin

Poetisch: Die Filminstallation des slowenischen Künstlers Andrej Zdravič ist eine Fortsetzung seiner Erkundungen des Ozeans. Den Sinn für die Gesetzmäßigkeiten sowie die chaotischen Kräfte des Meeres, die Leidenschaft für Musik und Natur teilt der Künstler mit Alfred Ehrhardt, dem Namensgeber der Stiftung, die die Ausstellung zeigt. Konzipiert sind die Arbeiten als serielle Studie in Form von Kurzfilmen aus allen Teilen der Welt.

Andrej Zdravič: "Ocean Cantos", Filmstill, 2016

Köln

Architektonische Vorbilder: Die Einzelschau in der Kölner Artothek präsentiert Ulla Bönnens Collagen aus Fotografien und Objekten. Die Künstlerin greift in ihren Arbeiten vielfach auf architektonische Vorbilder zurück. Sie zerlegt Objekte genau wie Bilder, setzt sie nach bildhauerischen Kriterien wieder zusammen und entwickelt dabei neue Gebilde, deren Bestandteile und Oberflächen ihre Herkunft erkennen lassen. Der Ausstellungstitel, den man frei als "Alles hat seine guten Seiten" übersetzen könnte, bezieht sich darauf, dass aus Zerfall und Vergehen immer neue Formen entstehen können.

Ulla Bönnen: "Accidental Match", 2016

Leverkusen

Kunsthochschule zu Gast: Die Klasse des deutschen Künstlers und Professors Mischa Kuball der Kunsthochschule für Medien in Köln untersucht in einer Gruppenschau urbane Situationen und soziopolitische Strukturen zum Thema "Urban Stage". Orte, die die Öffentlichkeit als urbane Bühne ausmachen, werden durch die verschiedenartigen künstlerischen Formsprachen der Studenten neu interpretiert. Zu sehen sind Installationen, skulpturale oder filmische Arbeiten und performative Interventionen, die größtenteils erst für die Ausstellung angefertigt wurden.

  • Urban Stage
  • 15. Januar bis 12. März 2017
  • Bayer Erholungshaus, Leverkusen

Viktor Brim: "Serious Apparitions", Video, 28:25 Minuten, Loop, 2016

Solothurn

Verworrene Manie: Die Zeichnungen und Fotografien des Schweizer Künstler Gilgian Gelzer sind charakterisiert durch Linien und abstrahierte Strukturen landschaftlicher Räume. Die Linie wird zum eigentlichen Leitmotiv und markiert den kartografischen Charakter der Werke. Neben den viel beachteten Zeichnungen, mit denen der Künstler in den letzten Jahren international bekannt geworden ist, wird auch eine Auswahl seiner kleinformatigen Fotografien gezeigt.

Gilgian Gelzer: "Ohne Titel", 2011, Bleistift und Farbstift auf Papier, 210 x 300 cm

Stuttgart

Neuer Blick: Die Ausstellung "Mit anderen Augen" ist dem äthiopischen Fotografen Johannes Haile gewidmet. Haile, der im letzten Jahr gestorben ist, war einer der ersten Äthiopier, der in den USA Fotografie studierte und als offizieller Fotograf für die Vereinten Nationen tätig war. 1962 beauftragte ihn die Deutsche Botschaft in seinem Heimatland mit einer Reise nach Deutschland, um Bilder aus dem Nachkriegsdeutschland und seinem industriellen Wiederaufbau einzufangen.

Johannes Haile, Deutschland, 1962

Wiesbaden

Frauenpower: Anlässlich ihres 300. Todesjahres widmet man sich in einer Ausstellung der Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian, die sich in ihrem wissenschaftlichen Hauptwerk mit der Metamorphose von Insekten beschäftigte. Gezeigt werden im Museum Wiesbaden Tafeln gesammelter Insekten, Original-Präparate und Dioramen.

Maria Sibylla Merian: Blick ins Baumweißling-Diorama

Winterthur

Komplexe Raumbespielung: Joel Shapiro verstand sein Werk als Gegenentwurf zum Minimalismus der sechziger Jahre. Bewusst klein und intim gehalten, erzeugen seine frühen Skulpturen eine intensive räumliche Spannung. Sie werden in Winterthur aktuellen, kleinformatigen Arbeiten gegenübergestellt. Shapiro zählt zu den wichtigsten Bildhauern unserer Gegenwart. Der Titel der Ausstellung, "Floor Wall Ceiling", spielt auf die variablen und freischwebenden Skulpturen des US-Amerikaners an, die aus farbigen Elementen entwickelt sind.

Joel Shapiro: "Untitled", 2014, Kaseinfarbe auf Holz, 122 x 106,5x 56 cm, Long Island City, Studio Joel Shapiro.

 

 

Worpswede

Sammelleidenschaft: Zum Auftakt des Ausstellungsjahres 2017 würdigt eine Sonderausstellung der Großen Kunstschau in Worpswede den Sammler Heinz Dodenhof. Zu sehen ist ein Panorama der vielfältigen Interessen des Sammlers. In einer szenografischen Installation wird der besonderen Atmosphäre seines Privathauses nachgespürt: Die dicht an dicht mit Kunst behängten Wände, die jeden Besucher zum Schauen und Staunen brachten, finden ihren Widerhall in einer begehbaren Raumskulptur mit Werken aus der Sammlung Dodenhof. Ab sofort sind auch fünf neue Bilder alter Worpsweder Maler wieder im Künstlerdorf zu sehen. Der Kunstsammler Wolfgang Böhm übergab der Kulturstiftung des Landkreises Osterholz Gemälde von Paula Modersohn-Becker, Fritz Overbeck, Hans am Ende und Otto Modersohn als Dauerleihgaben. Sie finden sich ab sofort in der Rotunde der Großen Kunstschau in Worpswede.

Einblick in das ehemalige Wohnhaus von Heinz Dodenhof

Zürich

Die Kunst des Wetters: Unvorhersehbar? Nein, nicht ganz. Nach wie vor schwören immer noch viele Menschen auf Bauernregeln. Viele Volksweisheiten wurden über Generationen weitergegeben und sind erstaunlich präzise. Die Ausstellung "Das Wetter. Sonne, Blitz und Wolkenbruch" zeigt nicht nur den Weg der Meteorologie zur eigenen Wissenschaft, sondern thematisiert auch Wetter- und Klimaphänomene und führt die Besucherinnen und Besucher in ein kleines Wetterlabor. Dort können sie kurzfristige Prognosen erstellen oder an einem Wolkenkasten ein Unwetter eigenhändig herankurbeln. Die Experten von MeteoSchweiz geben jeden Sonntag Auskunft über Wetterphänomene und Prognosetechniken.

Meteorologe mit einem Ballon zur Messung der Höhenwinde in Dübendorf, 1932-1948
 

 

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