Bregenz

Völlig neu: In seiner Kunst bezieht sich Theaster Gates vor allem auf städtische Strukturen und historische politische Ereignisse. Der US-amerikanische Künstler, Performer und Aktivist (*1973) ist bekannt für seine "sozialen Bauten", in denen er sich für die Entstehung von Kulturgemeinschaften einsetzt. Für das Kunsthaus Bregenz entwickelt Gates einen eigenständigen Werkkomplex.

Theaster Gates: "Tar baby", Sammlung Ed Williams, 2014

Bremen

Große Ehre: In Bremen wird alle zwei Jahre der mit 30 000 Euro dotierte Kunstpreis der Böttcherstraße vergeben. Anlässlich der Preisverleihung zeigt die Kunsthalle Bremen eine Werkschau der nominierten Künstler. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehören Ólafur Elíasson, Tino Sehgal, Ulla von Brandenburg und Nina Beier.

  • Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen 2016
  • 24. April bis 18. September 2016
  • Kunsthalle Bremen

Die Nominierten für den Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen

Düsseldorf

Reflexion von Raum und Zeit: Die Künstlerin Dominique Gonzalez Foerster (*1965) richtet mit wenigen Elementen Räume ein, benutzt eigens geschaffene Sounds, macht Filme oder tritt selbst als historische Figur in Erscheinung. Mit etwa 15 labyrithisch angelegten Räumen in zwei Ausstellungshallen gibt die bislang größte Ausstellung der französischen Künstlerin einen Überblick über ihr Schaffen der letzten 25 Jahre.

Dominique Gonzalez-Förster: "MM", diaporama, 2015

Düsseldorf

Vielfältig und Umfangreich: Der Museum Kunstpalast zeigt eine Retrospektive des Schweizer Künstlers (1925 – 1991) mit mehr als 100 Werken. Angefangen bei seinen ersten Drahtplastiken und kinetischen Assemblagen, über seine weltberühmten "Méta-matics" bis hin zu Werken seiner Spätphase wie der begehbaren Monumental-Skulptur "Große Méta-Maxi-Maxi-Utopia"

Jean Tinguely: "Große Méta-Maxi-Maxi-Utopia", 1987, 810 x 1683 x 887 cm, Mixed Media

Hamburg

Verbindung aus Landschafts- und Portraitaufnahmen: In seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland konzentriert sich der britische Videokünstler Ben Rivers auf abgeschiedene Erdteile mit Bevölkerungsgruppen, die er hinsichtlich ihrer utopischen Sozialisation untersucht.

Ben Rivers, Islands, Ausstellungsansicht, Kunstverein in Hamburg, 2016

Köln

Die chinesische Sprache kennt etwa 87 000 Schriftzeichen. Die Ausstellung im Museum für Ostasiatische Kunst zeigt die ästhetische Qualität und vielzähligen Bedeutungsebenen. Dabei spannt sie einen Bogen von den frühesten Zeugnissen des 12. Jahrhunderts vor Christus bis zur zeitgenössischen Kunst.

 Zhu Yunming: "Gedicht in Konzeptschrift", 15./16. Jh.

Mannheim

Grande Dame des Dadaismus: Aber Hannah Höch (1889-1978) war mehr als das. Schließlich umfasst ihr Werk 60 Schaffensjahre. Die Kunsthalle Mannheim zeigt jetzt eine Werkschau der Künstlerin, die neben ihrem Schaffen im Rahmen der Dada-Bewegung einen größeren Überblick ihres Oevres zeigt.

Hannah Höch: "Entartet", 1969 Collage, 34,3 cm x 40,6 cm

Passau

Bunt und ausdrucksstark: Hermann Stenger wurde mit seinen fein beobachteten Portraits und seinen farbigen Landschaftsbildern wurde Herrmann Stenner bekannt. Das Museum Moderner Kunst Wörlen zeigt einen Überblick über das kurze, aber intensive Schaffen des im Ersten Weltkrieg gefallenen, expressionistischen Künstlers.

Hermann Stenner: "Sitzender Akt mit Rosenstrauß auf dem Tisch", 1911 Öl auf Leinwand, 91 x 73 cm

Wien

Enge Verbindung: Der Künstler Byars und der Philosoph Lischka lernten sich auf der Documenta 5 kennen. Seiner Aufforderung, "perfekt" zu definieren, kam Lischka mit folgendem Satz nach: "A perfect thought only exists – in a perfect moment – which disappears." Die Secession in Wien zeigt Dokumente, Objekte und Ephemera des US-amerikanischen Künstlers (1932 – 1997), die das virtuose Denken Byars' anhand seines Dialogs mit dem Berner Kunstphilosophen Gerhard Johann Lischka darstellen.

  • James Lee Byars – Perfekt Moments. Ideentausch mit Gerhard Johann Lischka
  • 22. April bis 19 Juni 2016
  • Wiener Secession

James Lee Byars: "Perfekt Moments. Ideentausch mit Gerhard Johann Lischka", Installationsansicht

 

Zürich

Feind im Blick: Wie sieht der Feind aus? Hat er ein Gesicht? Die Künstlerin Herlinde Koelbl (*1939) hat das untersucht. Zur ihrem erstmals in der Schweiz gezeigtem, sechsjährigem Projekt gehören Fotografien aus 30 Ländern, ergänzt durch Video- und Soundinstallationen.

Herlinde Koelbl: "Targets - Libanon"