Berlin

Verkleidungsparty: Cindy Sherman ist morgens wohl nicht die Schnellste im Bad – zu perfekt sind die Verkleidungen, mit denen sie in ihren Arbeiten soziale und kulturelle Stereotype nachahmt. Die Fotokünstlerin ist eine Meisterin der Maskerade und ihre Kostümierungen sind bis ins kleinste Detail durchdacht. Um ihre Rolle perfekt zu verkörpern, eignet sich Sherman gerne auch Haltung und Gesichtsausdruck ihrer klischeehaften Vorbilder an. Die Bildsprache ihrer Arbeiten paraphrasiert meistens die kollektive Sichtweise auf die Frau und ihre Rollen in der Gesellschaft – Fremdschämen inklusive. Shermans Fotografien sind seriell angelegt und "Centerfolds" oder ihre Figuren der "Hollywood/Hampton Types" sind unverwechselbare Nachstellungen von Typen aller sozialer Schichten. Im "me Collectors Room" in Berlin werden noch bis zum 10. April 2016 rund 60 ihrer Werke in einer retrospektiven Schau präsentiert, die alle aus der Sammlung von Thomas Olbricht stammen. Große, dazu unterhaltsame Fotokunst und nicht zuletzt eine gute Gelegenheit, Inspirationen für die nächste Verkleidungsparty zu sammeln.

  • Cindy Sherman – Works from the Olbricht Collection
  • Noch bis zum 10. April 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag von 12 bis 18 Uhr

Berlin

Queere Comic-Helden: Das Schwule Museum in Berlin nimmt sich als erste Institution in Deutschland des Themas queere Comics mit einer Ausstellung an. Unter dem Motto "Super_heldinnen" werden Geschichten über lesbische, schwule, bi- und transsexuelle Charaktere gezeigt, die sich – ob nun mit überirdischen Kräften oder als allzumenschliche Protagonisten – einer heteronormativen Welt stellen und den Alltag heldenhaft meistern. Die Exponate reichen von Undergroundcomics aus den Siebzigern bis zu Mainstreamgeschichten, es werden originale Zeichnungen gezeigt und die Ausstellung setzt sich mit Biografien der Autoren und der Geschichte der Zensur auseinander. Im Rahmenprogramm finden Vorträge, Lesungen und Workshops für alle statt, die mehr über die queere Seite der Comicwelt wissen wollen.

  • Superqueeroes – Our LGBTI* Comic Book Heroes and Heroines
  • Noch bis 26. Juni 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Immer ab 14 Uhr, Donnerstags bis 20 Uhr, Karfreitag bis Ostermontag bis 18 Uhr, Samstags bis 19 Uhr
  • Schwules Museum Berlin

Berlin

Ein letzter Tanz: Die Veranstaltungsreihe "Feed" findet nun, nach drei Jahren in Kooperation mit den Kunst-Werken Berlin und über dreißig Veranstaltungen, zum letzten Mal statt. Als krönenden Abschluss präsentiert die Künstlergruppe "Transforma" gemeinsam mit dem Koproduzenten von "Apparat" eine audiovisuelle Performance, in der die Zuschauer mit auf eine imaginierte Zeitreise durch Ton- und Bildsequenzen genommen werden.

Zudem sind derzeit drei Ausstellungen in den Kunst-Werken zu sehen: "Secret Surface", "Continental Facilities" und "Magna Carta Shelf Life" laufen jeweils noch bis zum 1. Mai 2016.

Bern

Die Chinesen kommen: In Kooperation mit dem Zentrum Paul Klee zeigt die Ausstellung im Kunstmuseum Bern 100 Werke aus der Sammlung Uli Sigg. Diese beinhält ein breites Spektrum chinesischer Gegenwartskunst. Von Skulpturen Ai Weiweis bis Malerei von Zhao Bandi werden verschiedenste Gattungen und Positionen des Reiches der Mitte vertreten sein.

  • Chinese Whispers. Neue Kunst aus den Sigg und M+ Sigg Collections
  • 19. Februar bis 19. Juni 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag von 10 bis 17 Uhr
  • Kunstmuseum Bern

Jing Kewen: "Dream 2008, No. 1 (Nurses)", 2008, Öl auf Leinwand, 250 x 350 c

Duisburg

Identität und Technik: Skulpturen, Fotografien und teilweise interaktive Installationen der Medienkünstlerin Lynn Hershman Leeson analysieren die Formbarkeit und Flexibilität von Identität im Zeitalter digitaler Medien. Die Schau im Lehmbruck Museum in Duisburg versammelt zahlreiche Werke der Kalifornierin und wird um Arbeiten von Sophie Calle, Cindy Sherman, Marie Simmons und Adam Bartholl ergänzt, die sich ähnlich kritisch mit der Thematik auseinandersetzen.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Hershman Leeson.

  • Liquid Identities – Lynn Hershman Leeson
  • Noch bis 5. Juni 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag von 11 bis 17 Uhr
  • Lehmbruck Museum, Duisburg

Lynn Hershman Leeson: "Reach", 1986

Essen

Überschwarz: Pierre Soulages war schon immer der Farbe Schwarz verfallen. Das "outrenoir" – Überschwarz, wie er es nennt – trägt er in dicken Farbschichten auf, später versieht er die monochromen Farbflächen mit tiefen Furchen und Einschnitten. Soulages lässt so die Farbe Schwarz förmlich in ganz neuem Licht erstrahlen. Seine düsteren Bildtafeln, darunter sowohl neue also auch ältere Werke, können jetzt im Museum Folkwang in Essen genauer unter die Lupe genommen werden.

  • Pierre Soulages: Le noir
  • Noch bis 26. Juni 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag 10 bis 18 Uhr
  • Museum Folkwang, Essen

Pierre Soulages: "Peinture, 28 Aout 2015", 2015, Acryl auf Leinwand, 243 x 181 cm

Essen

Von wegen langweilig: Normen und Standards spielen bei Tõnis Käo eine essentielle Rolle – und das ist auch gut so. Der estnische Industriedesigner hat ein einzigartiges Gespür für systematisches Design, sowohl in der Praxis als auch in der Theorie. In den frühen Achtzigern erkannte er zum Beispiel, dass das Normformat einer DIN A4-Seite oder die Maße einer Scheckkarte der menschlichen Wahrnehmung vertraute Formate sind. Demnach eignen sie sich, so Käo, perfekt für die Entwicklung technologischer Alltagsgegenstände – wie die Formate von Laptops oder Mobiltelefonen, die uns heute als selbstverständlich erscheinen. Durch eine experimentelle Herangehensweise gelingt Käo die Fusion von ästhetischen und sinnhaftigen Strukturen bei der Entwicklung von Produkten unseres täglichen Lebens. In Essen läuft nun eine Retrospektive mit Designs, Produkten und experimentellen Entwürfen Käos an.

  • Tõnis Käo: "Design als Experiment", Retrospektive
  • Noch bis 3. April 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 18 Uhr
  • Red Dot Design Museum, Essen

Tõnis Käo: "Idee eines Mobiltelefons (Scheckkarte) und Elektronik-Book (DIN A4)", 1983

Frankfurt

Die Schrift der Zukunft: "Das Neue Frankfurt" hieß ein Stadtplanungsprojekt in den Zwanzigern. Das Modernisierungs- und Gestaltungsprojekt fokussierte sich nicht nur auf Architektur, sondern auch auf Grafikdesign, visuelle Kommunikation und Schriftgestaltung. Im Kontext dieses umfangreichen Vorhabens entstand auch die "Neue Typografie" und damit einhergehend die erste weltweit eingesetzte Reformschrift FUTURA. Deren Entwickler und Anwendungen werden in einer Ausstellung im Museum Angewandte Kunst vorgestellt und neben Tendenzen aus der Nachkriegszeit und Entwicklungen bis heute positioniert.

  • Alles neu! 100 Jahre Typografie und Neue Grafik in Frankfurt am Main
  • 15. März bis 21. August 2016
  • Eröffnung am 24. März 2016 um 19 Uhr
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag von 10 bis 18 Uhr
  • Museum Angewandte Kunst, Frankfurt

Schriftmusterheft, Futura

Frankfurt

Dystopische Zukunftsvision: Die Museen schließen und Kunstwerke werden aus der Öffentlichkeit verbannt. Die einzige Hoffnung, das Wissen um diese Kunstwerke an spätere Generationen weitergeben zu können liegt auf den Eindrücken derer, die die Werke zuletzt sahen. Sie müssen erinnern und wiedergeben. Das MMK in Frankfurt spielt diese Dystopie mit einem Experiment durch. Über 80 Hauptwerke aus drei der renommiertesten europäischen Sammlungen für moderne und zeitgenössische Kunst verdichten sich zunächst zu einem transnationalen Museum auf Zeit. Nach und nach werden die Werke entfernt und an einem großen Abschlusswochenende durch Personen ersetzt, die davon berichten.

  • Das imaginäre Museum. Werke aus dem Centre Pompidou-Metz, der Tate Liverpool und dem MMK
  • 24. März bis 4. September 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag von 10 bis 18 Uhr
  • MMK2, Frankfurt

Daniel Spoerri: "Shower", 1961

Hamburg

Der Feinmaler: Christoffer Wilhelm Eckersberg sträubt sich gegen eine eindeutige stilistische Zuordnung. Stattdessen verschreibt er sich der Wirklichkeit in all ihrer Detailhaftigkeit – zwischen Romantik und Klassizismus. Die Hamburger Kunsthalle präsentiert nun die erste europäische Retrospektive Eckersbergs außerhalb Dänemarks und zeigt zahlreiche der Historien-, Landschafts- und Genregemälde, Porträts und Marinestücke des Begründers des Goldenen Dänischen Zeitalters.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Eckersberg.

  • Eckersberg – Faszination Wirklichkeit. Das Goldene Zeitalter der dänischen Malerei
  • Noch bis 16. Mai 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag 10 bis 18 Uhr
  • Kunsthalle Hamburg

Hamburg

Punks not dead: Der US-Künstler Raymond Pettibon stammt aus dem Umfeld der kalifornischen Post-Punk- und Hardcore-Szene. In seinen Zeichnungen verarbeitet er popkulturelle und historische Zitate zu komplexen Text-Bild-Assemblagen. Er gestaltete zahlreiche Plattenhüllen, Flyer und kleine DIY-Magazine, zeichnete Comics und schuf seit den Siebzigern unzählige  Werke, die sich mit Geschlechter-, Rassen- und Familienbeziehungen, Religion, Krieg und Drogen auseinandersetzen. Die Deichtorhallen präsentieren in den Räumen der Sammlung Falckenberg auf vier Stockwerken mit rund 700 Werken die bisher größte und umfassendste Schau des Amerikaners.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Pettibon.

Raymond Pettibon: "No Title (Make me come,…)", 1981, Schreibstift auf Tusche und Papier, 27,9 x 21,6 cm

Hamburg

Liebesbotschaften: Wie eine Handschrift lassen sich die gezeichneten Herzen lesen. Sie stammen, wie der Name des Kunstprojekts "Hurenherzen" schon verrät, von Sexarbeiterinnen. Der Hamburger Medienkünstler Tankred Tabbert bat diese sich in seinem Notizblock mit einem roten Herz zu verewigen. Was diese handgemachten Symbole über ihre Urheberinnen aussagt, lässt sich im Galerie-Projektraum Zustandszone herausfinden.

  • Hurenherzen
  • noch bis 2. April 2016
  • 24. März 2016, ab 18:30 Uhr: Tankred Tabbert liest aus den "Hetärengesprächen" von Lukian
  • 31. März 2016, ab 18:30 Uhr: Tankred Tabbert liest aus dem "Dekamerone" von Giovanni di Boccaccio
  • Öffnungszeiten: 24 Stunden von außen, Donnerstag von 18:30 bis 20:30 Uhr von innen und nach Vereinbarung
  • Zustandszone Hamburg

Karlsruhe

ApfelApfelApfelWurm: Der Badische Kunstverein in Karlsruhe zeigt eine Ausstellung zur Konkreten Poesie. Die Schau umfasst neben Werken der visuellen Poesie und der Lautpoesie auch historische Dokumente, typografische Artefakte und Performances zur semantischen Visualisierung der Dichtkunst.

  • Concerning Concrete Poetry
  • Noch bis 3. April 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag von 11 bis 17 Uhr
  • Poetry Festival am 31. März um 18 Uhr und am 1. April um 17 Uhr
  • Badischer Kunstverein, Karlsruhe

Hansjörg Mayer: "Das letzte Alphabet" (Detail), 1969/2013

Köln

Designliebhaber aufgepasst: Anlässlich der Internationalen Möbelmesse in Köln, die noch bis Sonntag, dem 24. Januar, in der Rheinmetropole zu sehen ist, zeigt das Museum für Angewandte Kunst Köln eine Ausstellung über das italienische Designunternehmen Alessi, das seit den Zwanzigern mit seinen zeitlosen Haushaltsgeräten zahlreiche Designklassiker geschaffen hat. Abgesehen von den weltberühmten Stücken werden auch Skizzen, Entwürfe und Prototypen ausgestellt und die Schau bietet einen Einblick in die Produktionsprozesse des erfolgreichen Herstellers. Zeitgleich eröffnet das Museum eine Ausstellung über Designikonen des Radios. Zudem findet bis Montag, dem 25. Januar, die Interior Design Week "Passagen" statt. In Köln kommen Designfans im Januar also voll auf ihre Kosten!

Alessi/Richard Sapper: "Espressokocher 9090", 1979

Leipzig

Montagsdemonstranten aufgepasst: Das Fremde, was ist das überhaupt? Wie wird Fremdheit konstruiert – und wie definiert sich dann im Umkehrschluss das Eigene? Dass das Museum als Institution eine maßgebliche Rolle bei der Etablierung dieser Begriffe und der Festigung der daraus resultierenden Umstände spielt zeigt nun eine selbstkritische Ausstellung im Grassi Museum für Völkerkunde in Leipzig, rund 100 Kilometer von Dresden entfernt.

Magdeburg

Das M: Es steht für Moderne, für Medium, bezieht sich auf den Namen Mies van der Rohe und auf Magdeburg – Zumindest Bei Joachim Brohm. Der Fotograf nähert sich in seinen Aufnahmen subjektiv ausgewählten Orten. In seiner neuen Bildreihe befasst sich Brohm mit klassischen Konzepten der Moderne und geht Architekturen des Bauhaus auf die Spur.

Joachim Brohm: "Gropius Haus Dessau", 2015

Mannheim

Für Verschwörungstheoretiker: Der Fotograf Edmund Clark ist auf Spurensuche. Seine Funde sind meist ungemütlich, denn sie zeugen von geheimen Machtsystemen, von Terror und dem Militär und von geheimen Orten, an denen andere Regeln herrschen, als in der Außenwelt. Der Brite fotografierte als Erster das Gefangenenlager in Guantánamo, lichtete illegale Foltercamps in Litauen oder Rumänien ab und forscht mit verschiedenen fotografischen Ansätzen nach dem "War on Terror" der USA. In Mannheim weiht uns Clark nun mit einer Ausstellung und mit einem Künstlergespräch in seine Erkenntnisse ein.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Clark.

Edmund Clark: "The Mountains of Majeed", eine Ansicht der Bagram Airbase, einem Miliärcamp in Afghanistan

München

Paris zu Besuch: Im Münchner Haus der Kunst gibt es nun die erstmalige Gelegenheit die Sammlung des Centre Pompidou außerhalb von Paris zu beschauen. Die umfangreiche Ausstellung gibt einen Überblick über die künstlerischen Positionen seit den achtziger Jahren anhand von 160 Arbeiten von über 80 Künstlern.

  • Eine Geschichte: Zeitgenössische Kunst aus dem Centre Pompidou
  • 25. März bis 4. September 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag von 10 bis 20 Uhr
  • Haus der Kunst, München
Chéri Samba: "Marche de soutien à la campagne sur le SIDA", 1988, 134,5 x 200 cm

München

Ein blutiger Frühling: Das "o.m. theater“, kurz für Orgien Mysterien Theater, stellt den Mittelpunkt von Hermann Nitschs Gesamtkunstwerk dar. Sein komplexes Œvre, zwischen Malerei und Theater, zwischen Tragik und Katharsis, wird diesen Frühling in München präsentiert, rekapituliert und um eine weitere Performance erweitert: Die 147. Aktion findet unter Anleitung des Künstlers im Garten der Villa Stuck statt.

  • ExistenzFest. Hermann Nitsch und das Theater
  • Noch bis 08. Mai 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag von 11 bis 18 Uhr
  • 147. Aktion am 7. Mai 2016 um 18 Uhr
  • Museum Villa Stuck, München

Hermann Nitsch: "50. Aktion", 1975, Foto aus der Edition "Das Orgien Mysterien Theater", Verona: Archivio Conz, 1977

München

Vom Schatten ins Licht: Das faszinierende Farbspiel in Joaquin Sorollas Gemälden begeisterte schon seine Zeitgenossen. Der Impressionist wird nun mit einer Ausstellung in der Kunsthalle München wiederentdeckt. Die umfangreiche Retrospektive des spanischen Malers zeigt rund 120 Werke aus allen Schaffensphasen, von seinen Anfängen, geprägt vom düsteren Realismus bis hin zu späteren Werken, die mit ihren farbenfrohen, fröhlichen Motiven begeistern.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Sorolla.

  • Joaquín Sorolla. Spaniens Meister des Lichts
  • Noch bis 3. Juli 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 20 Uhr
  • Kunsthalle München

Joaquín Sorolla: "Das Nähen des Segels", 1896, Öl auf Leinwand, 222 x 300 cm

Rüsselsheim

Kindlich, aber nicht kindisch: In dicken Pinselstrichen malt Billy Childish, der eigentlich als Sänger und Produzent von Independent-Rockmusik Kultstatus erlangte. Überwiegend figurativ erinnert der Brite an die expressionistische Malweise der Klassischen Moderne.

Billy Childish: "walking in gods butie version", 2013, Öl und Kohle auf Leinwand, 274,5 x 183 cm

Stuttgart

Vorreiter des Surrealismus: Giorgio de Chirico ist der Begründer der metaphysischen Materie für die Kunst der europäischen Avantgarde und somit ein wichtiger Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Kunst des 20. Jahrhunderts. In einer großen Schau in der Staatsgalerie Stuttgart wird die Bedeutung des italienischen Malers und Grafikers verdeutlicht – seine Werke werden durch die zahlreicher Künstler des Dadaismus, des Surrealismus und der neuen Sachlichkeit ergänzt.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über de Chirico.

  • Giorgio de Chirco – Magie der Moderne
  • Noch bis 3. Juli 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Ostersamstag bis Ostermontag von 10 bis 18 Uhr
  • Staatsgalerie, Stuttgart

Giorgio de Chirico: "Der große Metaphysiker", 1917, Öl auf Leinwand, 104,8 x 69,5 cm

Wien

Riesenparty: Das Kunsthistorische Museum feiert dieses Jahr sein 125. Jubiläum. Passend dazu geht es in der großen Sonderausstellung um das Thema "Festkulturen". Daran beteiligen sich alle Sammlungen des Hauses und die Schau wird durch Leihgaben aus nationalen und internationalen Sammlungen ergänzt. Prost!

  • Feste Feiern. 125 Jahre – Jubiläumsausstellung
  • Noch bis 11. September 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag von 10 bis 18 Uhr
  • Kunsthistorisches Museum, Wien

Maerten van Heemskerck: "Triumphzug des Bacchus", um 1536/37, Eichenholz, 56 x 106,6 cm

Wien

Provokation hoch 3: Nur drei Ausgaben – und trotzdem wirkt das japanische Fotomagazin "Provoke" durch seinen großen Einfluss auf die Fotografie der Nachkriegszeit bis heute nach. Zwischen 1968 und 1969 produzieren Fotografen wie Nobuyoshi Araki, Daidō Moriyama oder Yutaka Takanashi zahlreiche Werke für das Magazin. Die Ausstellung in Wien vereint die Bilder dieser kurzen aber intensiven Periode und ihren verschiedenen fotografischen Strömungen unter dem Motto der Provokation und des Protests.

  • Provoke
  • Noch bis 8. Mai 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr
  • Albertina, Wien

Shōmei Tōmatsu: "Blood and Rose, Tokyo", 1969, Silbergelatine

Zürich

Dada wird 100: Die Geburtsstätte der Dada-Bewegung, das Cabaret Voltaire in Zürich, feiert das 100-jährige Jubiläum mit 165 Feiertagen: Geplant sind unter anderem Ausstellungen, Diskussionsrunden, Performances, Konzerte und tägliche Offizien für Dada-Künstler – ein volles und abwechslungsreiches Programm, rund um die Uhr.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Dada und hier gibt es mehr Infos zum Jubiläum in Zürich.

Marcel Duchamp: "Fountain", 1917, Replikat 1964, Keramik

Zürich

Pionierin der Videokunst: In den Achtzigern erlange Pipilotti Rist Bekanntheit mit ihren ironisch-unterhaltsamen Videos. In einer raumumfassenden Gesamtinstallation in der Kunsthalle Zürich kombiniert die Medienkünstlerin alte Arbeiten nun mit neuen technischen Experimenten, die speziell für die Zürcher Räume konzipiert sind. Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm mit Workshops und Performances begleitet.

  • Pipilotti Rist. Dein Speichel ist mein Taucheranzug im Ozean des Schmerzes
  • Noch bis 8. Mai 2016
  • Oster-Öffnungszeiten: Karfreitag bis Ostermontag von 10 bis 18 Uhr
  • Performance mit Eugénie Rebetez am 14., 16. und 17. April 2016
  • Kinderfilmworkshop am 26. April 2016
  • Kunsthaus Zürich

Pipilotti Rist: Ausstellungsansicht von "Die Geduld" im Kunsthaus Zürich, 2016, Videoinstallation