Baden-Baden

Reflexion des Schreckens: Im Museum Frieder Burda in Baden-Baden werden ab diesem Wochenende abstrakte Gemälde von Gerhard Richter präsentiert. Im Zentrum der Ausstellung steht der Birkenau-Zyklus, der auf Fotografien aus dem Konzentrationslager basiert und mit dem Richter der Frage nach der Darstellbarkeit des vermeintlich Nichtdarstellbaren nachgeht. Ergänzt werden Richters Werke durch verschiedene Ansätze, unter anderem von Sol Lewit, Blinky Palermo, Sigmar Polke oder Willem de Kooning, die mit ihren Arbeiten das große Potential der Abstraktion unter Beweis stellen sollen.

Gerhard Richter: "Birkenau", Fotoversion, 2014

Berlin

Amerikanischer Alltag: Stephen Shores Fotografien funktionieren wie visuelle Notizen. Schon seit den Sechzigern dokumentiert er eine typisch amerikanische Lebensweise, deren Bild sich in der Alltäglichkeit und der scheinbaren Banalität seiner Motive verfestigt.

  • Stephen Shore. Retrospektive
  • 6. Februar bis 22. Mai 2016
  • Eröffnung am 5. Februar 2016 um 19:00 Uhr
  • C/O Berlin

Stephen Shore: "Ginger Shore, Causeway Inn, Tampa, Florida, Nov. 17, 1977" aus der Serie “Uncommon Places“

Berlin

The Teaches of Peaches: Masken, Kostüme, ein Spiel mit der eigenen Identität und die kritische Hinterfragung geschlechtlicher Rollenklischees – das sind nur einige der vielen Gemeinsamkeiten zwischen Cindy Shermans Fotografien und den Arbeiten des Multitalents Peaches. Die Musikerin und Filmemacherin spricht am 10. Februar 2016 im Rahmen der Ausstellung "Cindy Sherman – Works from the Olbricht Collection“ über das weibliche Künstlerdasein, die Transformierung des Körpers zu Gunsten der Kunst und über ihre Bewunderung für Shermans Werk.

Aufgepasst: Wir verlosen zwei Mal zwei Karten für den Talk. Einfach bis zum 8. Februar 2016 eine E-Mail mit dem Betreff "Peaches" an online@art-magazin.de schreiben. Die Gewinner werden rechtzeitig benachrichtigt.

Rechts: Peaches / Links: Cindy Sherman: "Untitled 418", 2004

Berlin

Bitte mitreden: Die Transmediale in Berlin eröffnet zum 29. Mal mit dem Titel "Conversation Piece" den Dialog über eine medientechnologisch geprägte Kultur. Das Festival bietet mit partizipativen Projekten, Workshops und Symposien, mit Filmen und Performances ein dynamisches Programm.

The Laboratory of Manuel Bürger feat. Krazy Kat by George Herriman

Braunschweig

Junge Fotografie: Die Wüstenrot Stiftung vergibt zum zehnten Mal den Preis für Dokumentarfotografie. Die vier jungen Preisträger Birthe Kaufmann, Sara-Lena Maierhofer, Arne Schmitt und Kalouna Toulakoun werden in einer Gruppenausstellung im Museum für Photographie in Braunschweig vorgestellt. Ihre Werkserien untersuchen die Dynamiken des menschlichen Zusammenlebens unter verschiedenen Bedingungen.

  • Dokumentarfotografie Förderpreise 10 der Wüstenrot Stiftung
  • 05. Februar bis 03. April 2016
  • Eröffnung mit Künstlergespräch am 04. Februar 2016 um 19:00 Uhr
  • Museum für Photographie

Birthe Kaufmann: Aus der Serie "The Travellers", 2013

Bremen

Ein Däne in Bremen: Das Œvre von Per Kirkeby zieht sich von großformatigen, gestisch-expressiven Gemälden über Zeichnungen und Collagen bis hin zu Backsteinskulpturen. In Bremen hat der dänische Gegenwartskünstler besonders durch seine monumentale Skulptur im öffentlichen Raum, den "Verkehs-Turm", Bekanntheit erlangt. Hier werden nun Werke aus der Sammlung des dänischen Louisiana Museum of Modern Art gezeigt und ein Bezug zur Stadt Bremen hergestellt.

Per Kirkeby: "Brett - Felsen", 2000, Öl auf Leinwand

Düsseldorf

Kunst zum Selberbauen: Wiebke Siem gestaltet ein skurriles Figurentheater aus Gebrauchsgegenständen des Alltags. In Düsseldorf können Besucher im "Labor“ der Kunstsammlung NRW an ihrem Schaffen teilnehmen und werden mit einem Bausatz für Skulpturen in den kreativen Prozess eingebunden.

  • Wiebke Siem – Der Traum der Dinge
  • 04. Februar bis 19. Juni 2016
  • Eröffnung am 03. Februar um 18:30 Uhr
  • Künstlergespräch bei der Eröffnung um 20:00 Uhr
  • Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Wiebke Siem: aus "Der Traum der Dinge"

Hamburg

Noch lange nicht weg vom Fenster: Das Motiv des Fensters ist ein Element, das sich unabhängig der Farb-Perioden oder seiner Stilwechsel konsequent durch Picassos Werk zieht und – so die These einer Ausstellung im Hamburger Bucerius Kunstforum – als Symbol der Malerei und der künstlerischen Selbstreflexion gelesen werden kann.

Pablo Picasso: "Liegende mit Buch", 1939

Karlsruhe

ApfelApfelApfelWurm: Der Badische Kunstverein in Karlsruhe zeigt eine Ausstellung zur Konkreten Poesie. Die Schau umfasst neben Werken der visuellen Poesie und der Lautpoesie auch historische Dokumente, typografische Artefakte und Performances zur semantischen Visualisierung der Dichtkunst.

  • Concerning Concrete Poetry
  • 05. Februar bis 03. April 2016
  • Eröffnung am 04. Februar 2016 um 19:00 Uhr
  • Poetry Festival am 31. März um 18:00 Uhr und am 01. April um 17:00 Uhr
  • Badischer Kunstverein

Hansjörg Mayer: "Das letzte Alphabet" (Detail), 1969/2013

München

Ein blutiger Frühling: Das "o.m. theater“, kurz für Orgien Mysterien Theater, stellt den Mittelpunkt von Hermann Nitschs Gesamtkunstwerk dar. Sein komplexes Œvre, zwischen Malerei und Theater, zwischen Tragik und Katharsis, wird diesen Frühling in München präsentiert, rekapituliert und um eine weitere Performance erweitert: Die 147. Aktion findet unter Anleitung des Künstlers im Garten der Villa Stuck statt.

  • ExistenzFest. Hermann Nitsch und das Theater
  • 05. Februar bis 08. Mai 2016
  • Eröffnung am 4. Februar 2016 um 19:00 Uhr
  • 147. Aktion am 7. Mai 2016 um 18:00 Uhr
  • Museum Villa Stuck

Hermann Nitsch: "50. Aktion", 1975, Foto aus der Edition "Das Orgien Mysterien Theater", Verona: Archivio Conz, 1977

München

Klassisch expressiv: Die Zeichnung gilt in Karel Appels Werk als gleichwertiges Medium zur Malerei. So wird mit einer Ausstellung in der Pinakothek der Moderne, die aus Paris nach München kommt, ein Überblick über die Papierarbeiten des niederländischen Künstlers und Mitinitiators der Gruppe CoBrA geschaffen.

  • Karel Appel – Werke auf Papier
  • 04. Februar bis 17. April 2016
  • Eröffnung am 03. Februar 2016 um 18:30 Uhr
  • Pinakothek der Moderne
  • In Den Haag findet zeitgleich eine umfassende Retrospektive über Karel Appel statt

Karel Appel: Ohne Titel, 1948, Gouache, Tempera und Bleistift auf Papier

Zürich

Dada wird 100: Die Geburtsstätte der Dada-Bewegung, das Cabaret Voltaire in Zürich, feiert das 100-jährige Jubiläum mit 165 Feiertagen: Geplant sind unter anderem Ausstellungen, Diskussionsrunden, Performances, Konzerte und tägliche Offizien für Dada-Künstler – ein volles und abwechslungsreiches Programm, rund um die Uhr.

Marcel Duchamp: "Fountain", 1917, Replikat 1964, Keramik