Basel

Vater der Art Brut: Jean Dubuffet ist Begründer, Namensgeber und langjähriger Sammler der Art Brut. Seine eigenen malerischen und bildhauerischen Werke sind unbestreitbar von dieser Begeisterung geprägt. Das facettenreiche Werk wird in Basel nun mit einer großen Retrospektive gewürdigt. Im Rahmenprogramm werden Figuren von Dubuffets einzigartigem Bühnenspektakel "Coucou Bazar" zum Leben erweckt. 

  • Jean Dubuffet – Metamorphosen der Landschaft
  • Ausstellung vom 31. Januar bis 8. Mai 2016
  • Fondation Beyeler
  • Performace zu "Coucou Bazar" vom 3. Februar 2016 bis 8. Mai 2016
  • Mittwochs jeweils um 15:00, 17:00 und 19:00 Uhr
  • Sonntags jeweils um 13:00, 15:00 und 17:00 Uhr

Jean Dubuffet: "Mêle moments", 1976, Acryl auf Papier auf Leinwand

Berlin

Kunst aus dem Holocaust: In Berlin werden rund 100 Werke gezeigt, die von Gefangen aus Konzentrationslagern, Arbeitslagern und Ghettos angefertigt wurden. Die überwiegend grafischen Arbeiten gehören der Sammlung der Gedenkstätte Yad Vashem und werden erstmals in diesem Umfang außerhalb Jerusalems gezeigt (siehe Artikel)

Leo Breuer: "Pfad zwischen den Baracken", 1941

Bremen

Like a Lady: In Bremen unterzieht sich der Schelm einer Geschlechtsumwandlung. Das Künstlerhaus zeigt, was passiert, wenn die literarische Hauptfigur des Schelmenromans zur Schelmin würde und der Anti-Held, der gesellschaftliche Verhaltensregeln in Frage stellt und mit Normen spielt, aus weiblicher Perspektive handelte. Künstlerinnen wie Anne Imhof, Margaret Harrison oder Amelie von Wulffen hinterfragen in einer humorvollen Gruppenausstellung Konventionen des weiblichen Habitus.

  • Ein Schelm, wer böses dabei denkt
  • Eröffnung am 29. Januar 2016, 19:00 Uhr
  • 30. Januar bis 17. April 2016
  • Künstlerhaus

Magaret Harrison: "If these lips could only speak", 1971 / 2010, Bleistift, Buntstift, Glitter auf Papier, 48 x 60,6 cm

Cottbus

DDR expressiv: Mit den kontemplativen, grafischen Werken Gerhard Altenbourgs und den oft biografisch gefärbten, expressiven Gemälden Bernhard Heisigs werden in Cottbus zwei unterschiedliche künstlerische Positionen und zwei der wichtigsten Vertreter der DDR-Kunst parallel gezeigt.

  • Bernhard Heisig. Gegenüber / Gerhard Altenbourg. Arbeiten auf Papier
  • Eröffnung beider Ausstellungen am 29. Januar 2016, 19:00 Uhr
  • 30. Januar bis 3. April 2016
  • Kunstmuseum Dieselkraftwerk

Bernhard Heisig: "Der Fensteröffner", 1989, Öl auf Leinwand

Darmstadt

Dürer-Drucke: Was hat die Apokalypse mit einem Nashorn gemeinsam? Richtig, beide wurden durch Albrecht Dürer zu Ikonen der Druckgrafik. Dem Meister wird nun eine umfassende Ausstellung im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt gewidmet, in der zahlreiche seiner berühmtesten Holzschnitte, Kupferstiche und Radierungen von Paradies bis Passion zu bewundern sind.

Albrecht Dürer: "Rhinocerus", 1515, Holzschnitt

Düsseldorf

Weise Bauten: Cyprien Gaillard sucht menschenleere Orte, um die dort wirksamen menschlichen Einflüsse filmisch einzufangen. In seinen Fokus gelangen Architekturen in der Nacht und stumme Monumente, mit denen er das kulturelle Erbe dieser Orte porträtiert. Sein Film "Nightlife" läuft nun als Loop in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, in Kooperation mit der Sammlung Julia Stoschek, die eine Ausstellung über Gaillards Gesamtwerk zeigt.

Cyprien Gaillard: "Nightlife" (Film still), 2015, 3D motion picture, DCI DCP, Farbe, Ton, 14:56 min

Frankfurt

Hier und Jetzt: Die Ausstellung "ZeitRaum" basiert auf Richard McGuires Graphic Novel "Here", in der der Leser den Bildausschnitt eines Raumes, genauer gesagt die Ecke eines Wohnzimmers, über Jahrtausende hinweg begleitet und damit auf Zeit-und Raumreise geht. In Frankfurt wird das Konzept des Comicwerks nun im Realraum weitergeführt und durch wissenschaftliche und philosophische Perspektiven ergänzt. Besucher erleben das Zimmer als begehbaren Bühnenraum und werden selbst Teil der Geschichte. Treten Sie ein!

Einen Artikel zu Richard McGuires "Here" gibt es hier.

  • ZeitRaum. Nach "Here" von Richard McGuire
  • Eröffnung am 29. Januar 2016, 18:30 Uhr
  • 30. Januar bis 11. September 2016
  • Museum Angewandte Kunst

Richard McGuire: Seite aus "Here", 2014, bei Pantheon Books New York erschienen

Hamburg

Immaterielle Ziegen: Ephemere, abstrakte Ideen, flüchtige und fluide Formen und Konzepte – kurzum: das Immaterielle – gehörten zur charakterischten Denkweise der Digital Natives, also der Generation, die mit dem Internet aufwuchs. Das ist der Ausgangspunkt einer Ausstellung, die zeigen will, wie sich das auf junge Künstler und deren Kunst auswirkt. Was das ganze mit Ziegen zu tun hat, beantwortet die Gruppenschau im Hamburger Kunstverein ab Samstag.

  • Fluidity
  • Eröffnung am 29. Januar 2016, 19:00 Uhr
  • 30. Januar bis 10. April 2016
  • Kunstverein Hamburg

Darren Bader: "Goat as a microprocessor that vomits blood to grow basil", Dimensionen variabel

Kassel

Bild vom Bild: Auch in Kassel denkt man über das Immaterielle und das Imaginäre nach. Das Fridericianum zeigt eine Auseinandersetzung mit Bildern über Bilder. Die Entstehung, die Funktion als Medium und die Potentiale, die das Bild mit sich bringt, werden von neun künstlerischen Positionen untersucht. Machen Sie sich selbst ein Bild… vom Bild.

  • Images
  • Eröffnung am 30. Januar 2016, 17:00 – 21:00 Uhr
  • 31. Januar bis 1. Mai 2016
  • Fridericianum

Cory Archangel: "Data Diaries" (Filmstill), 2003, 31 Ein-Kanal-Videos in Farbe, je 11:58 min

Leipzig

Montagsdemonstranten aufgepasst: Das Fremde, was ist das überhaupt? Wie wird Fremdheit konstruiert – und wie definiert sich dann im Umkehrschluss das Eigene? Dass das Museum als Institution eine maßgebliche Rolle bei der Etablierung dieser Begriffe und der Festigung der daraus resultierenden Umstände spielt zeigt nun eine selbstkritische Ausstellung im Grassi Museum für Völkerkunde in Leipzig, rund 100 Kilometer von Dresden entfernt.

Mannheim

Für Verschwörungstheoretiker: Der Fotograf Edmund Clark ist auf Spurensuche. Seine Funde sind meist ungemütlich, denn sie zeugen von geheimen Machtsystemen, von Terror und dem Militär und von geheimen Orten, an denen andere Regeln herrschen, als in der Außenwelt. Der Brite fotografierte als Erster das Gefangenenlager in Guantánamo, lichtete illegale Foltercamps in Litauen oder Rumänien ab und forscht mit verschiedenen fotografischen Ansätzen nach dem "War on Terror" der USA. In Mannheim weiht uns Clark nun mit einer Ausstellung und mit einem Künstlergespräch in seine Erkenntnisse ein.

  • Edmund Clark: Terror Incognitus
  • Eröffnung am 30. Januar 2016, 19:00 Uhr
  • Künstlergespräch am 31. januar 2016, 16:00 Uhr
  • 31. Januar bis 29. Mai 2016
  • Zephyr – Raum für Fotografie

Edmund Clark: "The Mountains of Majeed", eine Ansicht der Bagram Airbase, einem Miliärcamp in Afghanistan

Wien

Provokation hoch 3: Nur drei Ausgaben – und trotzdem wirkt das japanische Fotomagazin "Provoke" durch seinen großen Einfluss auf die Fotografie der Nachkriegszeit bis heute nach. Zwischen 1968 und 1969 produzieren Fotografen wie Nobuyoshi Araki, Daidō Moriyama oder Yutaka Takanashi zahlreiche Werke für das Magazin. Die Ausstellung in Wien vereint die Bilder dieser kurzen aber intensiven Periode und ihren verschiedenen fotografischen Strömungen unter dem Motto der Provokation und des Protests.

Shōmei Tōmatsu: "Blood and Rose, Tokyo", 1969, Silbergelatine