Mark Rothko - Restaurierung

Farbe kommt, Farbe geht

Mark Rothkos "Black Maroon" wurde 2012 von Wlodzimirz Umaniec mutwillig mit Farbe beschmiert. Nach ausgiebigen Restaurierungsarbeiten erstrahlt das Gemälde nun in alter Frische

Ein der Londoner Tate gehörendes Gemälde von Mark Rothko (1903-970) hängt nach längeren Restaurierungsarbeiten nun wieder an der Wand der Tate Modern. "Black on Maroon" (1958) war im Oktober 2012 von dem aus Polen stammenden Wlodzimirz Umaniec mit Farbe beschmiert worden. Tate-Restauratorin Rachel Barker und ihre Kollegen verbrachten 18 Monatre damit, den Schaden zu beheben. Sie stellten zunächst eine Kopie des Gemäldes her und bespritzten diese mit Farbe, um herauszufinden, welches Lösungsmittel am besten geeignet war, sie zu entfernen. Obwohl die Farbe von der Leinwand aufgesogen worden war, gelang es ihnen, sie abzulösen. Dann retuschierten sie die beschädigte Stelle von der Größe einer Langspielplatte. "Es ist besser gelungen, als wir gehofft hatten", sagte die Restauratorin erfreut. "Black on Maroon" gehört zu einer Serie, die Rothko 1958/59 für das Restaurant des New Yorker Seagram Building schuf. Sie wurden jedoch nie dort aufgehängt, und 1969 schenkte der Künstler sie der Tate Gallery. Der heute 28-jährige Umaniec, der sich als Mitbegründer der Kunstbewegung "Yellowism" bezeichnete, hatte sein "Werk", das er als Protest verstanden wissen wollte, auch signiert. Er wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. In einer Erklärung bedauerte er seine Tat und forderte die britische Öffentlichkeit auf, sich das restaurierte Gemälde anzusehen.

Mehr zum Thema im Internet