George Grosz - Pinakothek der Moderne

Eine Frau der Zwanziger Jahre

Mit Hilfe privater Sponsoren konnte die Münchner Pinakothek der Moderne ein wichtiges Werk der Neuen Sachlichkeit ankaufen

Die junge Dame schaut nicht eben fröhlich unter ihrer voluminösen Baskenmütze hervor. Der Maler George Grosz malte sie im Jahr 1927 – die Pinakothek der Moderne in München hat das Bild, ein Hauptwerk der Neuen Sachlichkeit, jetzt erworben.

Eine Pressemitteilung des Hauses beschreibt das 129 x 83 Zentimeter große Bild: „Die in Dreiviertelansicht gemalte Frau wirkt weder ausnehmend hübsch noch, gemessen an der Kleidung, besonders wohlhabend. Dargestellt ist sie in leichter Schrittstellung und mit verloren nach links gewandtem Blick. Das Gesicht mit dem schmalen, geschwungenen Mund, der geröteten, etwas klobigen Nase und den mit Schatten unterfangenen Augen strahlt auf unprätentiöse Weise eine selbstverständliche, bescheidene Würde aus. … Sie ist eine Frau der ZwanzigerJahre, wie sie Alfred Döblin in vergleichbarer Dichte und Präzision in seinem legendären Roman ‘Berlin Alexanderplatz’ auslotet.”

Finanziert wurde der Ankauf des Gemäldes durch private Mäzene: Wilhelm Winterstein und die Theodor-Wormland-Stiftung. Das Bild wird nach Ende der Max-Beckmann-Ausstellung (27. Januar) in Raum 7 zu sehen sein. Petra Bosetti

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