Edward Steichen - Retrospektive

Eleganz und künstlerischer Kommerz

Das Pariser Jeu de Paume zeigt eine Retrospektive des amerikanischen Fotografen (1879 bis 1973)
Im Pariser Jeu de Paume:Werkschau des Fotopioniers Edward Steichen

Steichen-Foto der deutschen Diva Marlene Dietrich

Das Leben des amerikanischen Fotopioniers Edward Steichen liest sich wie eine Geschichte der modernen Fotografie. Kein anderer hat die Möglichkeiten und Funktionen des Mediums gründlicher ausgelotet als das 1879 im Großherzogtum Luxemburg geborene, früh mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten ausgewanderte Multitalent, das abwechselnd und gleichzeitig auch Maler, Lithograf, Botaniker, Galerist, Layouter und Museumskurator war.

Zeitlebens fotografierte Steichen nicht nur selbst, er kämpfte auch für die Fotografie als populäres Medium und nutzte sie für kulturelle, kommerzielle und politische Propaganda. Ab 1923 entwickelte er als Cheffotograf für „Vogue“ und „Vanity Fair“ die moderne Modefotografie und prägte als sein eigener Art Director die bis heute für Glamour-Magazine typische Mischung aus mondäner Eleganz und künstlerischem Kommerz. Berühmt wurde er vor allem für seine fotografischen Porträts von Prominenten wie Greta Garbo, Gloria Swanson und anderen.

Im Pariser Jeu de Paume hat er jetzt eine große Retrospektive, die mit über 400 Vintage Prints das gesamte kreative Spektrum des unermüdlichen, 1973 in West Redding/Connecticut gestorbenen Pioniers dokumentiert.

Einen ausführlichen Ausstellungsbericht lesen Sie in der Printausgabe von art.

Termin: 9. Oktober bis 30. Dezember. Katalog:
50 Euro. Anschließend: Lausanne, Zürich, Reggio Emilia, Madrid, Wolfsburg und New York.

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