Francisco de Goya - Madrid

Bilder aus der Tiefe der Seele

Der Prado zeigt eine Ausstellung des großen spanischen Malers mit internationalen Leihgaben – Goyas Werk der Jahre 1799 bis 1819.
Zeiten des Krieges:Goyas Werk der Jahre 1799 bis 1819

Francisco de Goya, "Die Erschießung der Aufständischen am 3. Mai 1808 in Madrid", 1814

Wenn der Madrider Prado eine Ausstellung von Francisco de Goya (1746 bis 1828) macht, dann klingt das zunächst nicht sonderlich originell, besitzt das Haus doch mit über 140 Gemälden das größte Goya-Konvolut der Welt. Ausstellungskuratorin Manuela Mena verließ sich jedoch nicht auf die Schätze des Hauses, sondern lieh Kunstwerke aus zahleichen privaten Sammlungen sowie internationalen Museen.

11287
Strecken Teaser

Der Hintergrund: Von 1807 bis 1814 führte Napoleon Bonaparte auf der Iberischen Halbinsel einen Eroberungskrieg. Zu der Zeit malte Francisco de Goya zwei seiner berühmtesten Gemälde, die sich mit dem Aufstand der Spanier gegen die französische Besatzung am 2. Mai 1808 und die Erschießung der Aufständischen am 3. Mai beschäftigten. Gereinigt und restauriert stehen beide Gemälde nun im Zentrum einer Ausstellung, die sich mit den Jahren 1795 bis 1819 in Goyas Werk befasst.

Es waren Zeiten des Umbruchs in Spanien und auch in der Malerei von Goya. Er konnte sich dank seiner Stellung größere kreative Freiheiten herausnehmen, neue stilistische und konzeptuelle Experimente wagen. Der hochgeschätzte Hofmaler stieg in die Tiefen der menschlichen Seele – es entstanden seine fantastischen Blätter der "Caprichos". Daneben aber prangerte er in brutalen, schonungslos grausamen Blättern die "Schrecken des Krieges" an, so der Titel eines seiner berühmtesten Grafikzyklen.

"Goya in Zeiten des Krieges"

Termin: bis 13. Juli, Museo Prado, Madrid. Katalog: 44 Euro.
http://www.museodelprado.es/index.php?id=50