Kazuo Katase - Lichtkunst

Der Mond leuchtet im Untergrund

Im internationalen Lichtkunstzentrum Unna hat der japanische Künstler Kazuo Katase seine Installation "Am Tod – Bilderbuch ohne Bilder" realisiert.
Der Mond leuchtet im Untergrund:Installation von Kazuo Katase in Unna

Kazuo Katases Installation "Am Tor – Bilderbuch ohne Bilder" in Unna

Das Zentrum für Internationale Lichtkunst im westfälischen Unna ist das einzige seiner Art auf der ganzen Welt. Es ist untergebracht in der ehemaligen Lindenbrauerei, weithin sichtbar durch einen ausgedienten 52 Meter hohen Schornstein. Die Lichtkunst findet tief unter der Erde in den labyrinthischen Gängen, ehemaligen Kühlräumen und Gärbecken statt.

Auf den ersten Blick ein kurioser Ort ausgerechnet für Lichtkunst. Diese unterirdischen Räume sind jedoch eine Herausforderung für Künstler. Jüngstes Beispiel: der Japaner Kazuo Katase. Er hat für die Unnaer Unterwelt die Lichtinstallation "Am Tor – Bilderbuch ohne Bilder" erdacht, die hier noch bis zum 30. Oktober zu sehen ist.

In einer rauen, unverputzten Grotte leuchtet dem Besucher ein bleiches Lichtknäuel entgegen, gebildet aus Lichtschläuchen, ein unterirdischer Mond von suggestiver Wirkung. "Der lineare, billige Lichtschlauch schlängelt sich überall durch die Nacht um immer weiter zu verführen. Jahr um Jahr vermehren sich die Schlangen auf der Erdkugel. Ein Lichtknäuel der Medusa", erläutert der Künstler blumig-poetisch seine Arbeit.

Zur Dauerausstellung im Unnaer Lichtkunstzentrum gehören Arbeiten von Christian Boltanski, Olafur Eliasson, Rebecca Horn, Joseph Kosuth, Christina Kubisch und James Turrell.

"Am Tor – Bilderbuch ohne Bilder"

Termin: 21. Juni bis 30. Oktober, Zentrum für internationale Lichtkunst, Unna.
http://www.lichtkunst-unna.de/v2/