Vincent van Gogh - Kunstmuseum Basel

Wo der Ruhelose zu sich selbst fand

Das Kunstmuseum Basel zeigt zum ersten Mal van Goghs Landschaftsbilder aus allen Phasen seiner Malerkarriere.

Sterne, die am Abendhimmel über dem Montmartre tanzen, die Vase mit den flammenden Sonnenblumen, die düsteren Kartoffelesser, der nachdenkliche Dr. Gachet – all dies fällt wohl jedem als Erstes ein, wenn er an Vincent van Gogh (1853 bis 1890) denkt. So verwundert es nicht, dass das Kunstmuseum Basel seine Ausstellung "Zwischen Himmel und Erde – Die Landschaften" als das "wichtigste Kunstereignis Europas 2009" ankündigt. Denn "weltweit zum ersten Mal" sind jetzt van Goghs Landschaftsbilder aus allen Phasen seiner Malerkarriere zu sehen.

Tatsächlich ist es den Kuratoren Nina Zimmer und Bernhard Mendes Bürgi und dem Van-Gogh-Experten Walter Feilchenfeldt gelungen, von den ersten erdigen Bildern aus Holland bis zu den großen Farbpanoramen aus Auvers alles zu versammeln, was das Genre hergibt. Der Landschaftsbegriff ist dabei weit gefasst: Der damals noch ländliche Montmartre kommt ebenso vor wie eine Ansicht vom Eingang des Stadtparks in Arles oder die Heuhaufen auf einem Feld in Auvers.

Ausgestellt werden weltbekannte Schlüsselwerke wie "Weizenfeld mit Korngarben" aus der Honolulu Academy of Arts, "Die Ebene La Crau bei Arles mit blühenden Pfirsichbäumen" aus der Courtauld Gallery, London, oder "Olivenbäume mit Les Alpilles im Hintergrund" aus dem Museum of Modern Art, New York. Dazu aber kommen auch Arbeiten aus Privatbesitz oder unbekannteren Museen, die noch nie oder selten öffentlich gezeigt worden sind. "Beim Malen draußen in der freien Natur fand der ruhelose van Gogh zu sich selbst und erreichte eine Harmonie und Ausgeglichenheit, die dem schwierigen Einzelgänger sonst oft verwehrt blieb", schreiben die Ausstellungsmacher.

"Zwischen Himmel und Erde"

Termin: 26. April bis 27. September. Katalog: Hatje Cantz Verlag, 59 Franken, im Buchhandel 39,80 Euro.
http://www.vangogh.ch

Mehr zum Thema auf art-magazin.de