Max Liebermann - Föhr

Impressionist in der "friesischen Karibik

Das Museum Kunst der Westküste auf der nordfriesischen Insel Föhr zeigt Gemälde und Zeichnungen von Max Liebermann mit maritimen Themen

Baden, Segeln, Wandern – das verbindet man wohl am ehesten mit der Insel Föhr. Seit zwei Jahren hat die "friesische Karibik" (Werbeslogan) mehr zu bieten – das Museum Kunst der Westküste. Stattliche 100 000 Besucher waren in den ersten zwei Jahren ins Museum auf der nordfriesischen Insel gekommen.

Jetzt gibt es einen Grund mehr, sich in den hohen Norden aufzumachen: Das Museum zeigt, gemäß seinem Auftrag, das vor allem "Meer und Küste" zu thematisieren, die Ausstellung "Max Liebermann am Meer". Die Schau, eine Kooperation mit der Liebermann-Villa am Berliner Wannsee, gibt mit den leuchtenden, farbsprühenden Gemälden ein beredtes Zeugnis von der lebenslangen Liebe des Malers (1847 bis 1935) zur maritimen Landschaft ab. Schon in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts war Liebermann zum ersten Mal nach Scheveningen gefahren. Auch seine Hochzeitsreise 1884 ging in die Niederlande. Zahlreiche Aufenthalte in Scheveningen und Norddijk folgten im Laufe der Jahre.

Es waren die vom intensiven Licht beschienenen, hellen Sandstände, das Glitzern der Sonnenstrahlen auf dem Wasser, die schäumenden Wellen, die treibenden Wolken, aber auch das lebhafte und mondäne Treiben am Strand, das in den Bildern und Zeichnungen des Impressionisten seinen Niederschlag fand. Ergänzend zu Liebermanns Arbeiten werden auch Werke von weiteren Chronisten der nördlichen Küstenregionen wie Eugène Boudin (1825 bis 1911), Michael Ancher (1849 bis 1927), Jozef Israels (1825 bis 1911) und dessen Sohn Isaac Israels (1865 bis 1934) gezeigt.

Max Liebermann am Meer

Termin: 18. September bis 15. Januar 2012
http://www.mkdw.de/

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