Ausstellungen - Paula Modersohn-Becker

Inspiration durch Mumienporträts

Überraschendes bietet das Paula-Modersohn-Becker-Museum in Bremen: Paulas Verbindungen zum alten Ägypten. Dazu vier weitere Ausstellungen
Tod vor 100 Jahren:Ausstellungen würdigen die Worpsweder Malerin

"Selbstbildnis mit Kamelienzweig" (1906, 52 x 31 cm). Rechts: Mumienporträt einer jungen Frau (120 bis 130 nach Christus, 35 x 16 cm)

Die große Malerin Paula Modersohn-Becker ist vor 100 Jahren gestorben – gleich mehrere Ausstellungen würdigen das Werk der Pionierin, der es auf größtmögliche Klarheit und Einfachheit in der Malerei ankam. Die entscheidenden Impulse bekam sie – das belegt das Paula-Modersohn-Becker-Museum in Bremen – in Paris, wo sie in einem abgelegenen Raum des Louvre die ägyptischen Mumienporträts für sich entdeckte. Die Ausstellung “Paula Mocdersohn-Becker und die ägyptischen Mumienporträts” zeigt völlig überraschende und verblüffende Wechselbeziehungen zwischen der Kunst der jungen Worpsweder Malerein und den uralten Porträts aus dem ersten bis vierten Jahrhundert nach Christus, die in der Oase Fayoum gefunden wurden (13. Oktober bis 24. Februar 2008).

Mit den Pariser Jahren der Malerin, die zwischen 1901 und 1907 viermal in der Kunstmetropole an der Seine weilte, befasst sich die Ausstellung ”Paula in Paris” der Kunsthalle Bremen. Denn in Paris sah Paula Modersohn-Becker die Werke des berühmtesten Künstler der Zeit wie Paul Cézanne, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, der Nabis, Auguste Rodin, Henri Matisse oder Pablo Picasso (13. Oktober bis 24. Februar 2008).

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Die Beziehung zwischen Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn ist geprägt von einer fruchtbaren wie auch spannungsreichen Auseinandersetzung mit der künstlerischen Arbeit des anderen. Anhand von rund 150 Gemälden und Handzeichnungen wird in der Ausstellung “Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn - Ein Künstlerpaar um 1900” des Niedersächsichen Landesmuseums Hannover diesem Phänomen nachgegangen (13. Oktober bis 24. Februar 1008).

In der Worpsweder Kunsthalle wird den Orten nachgegangen, an und in denen Paula Modersohn-Becker gelebt hat, die eine bestimmte spezifische Geschichte für sie haben. Die Worpsweder Kunsthalle hat sich dem Thema des "Lilienateliers" verschrieben, dem Atelier bei Brünjes, das Paula die ganzen Jahre über neben ihrem Wohnort im Modersohn-Haus beibehalten hat (bis 24. Februar 2008).

Das Frauen Museum in Bonn zeigt schließlich auf, wie Genwartskünstlerinnen der Worpsweder Malerin in ihrer Arbeit gedenken. (2. Dezember bis 27. Januar 2008).

Ein Künstlerporträt von Paula Modersohn-Becker finden Sie in der Oktoberausgabe von art