Susan Philipsz - Documenta Parcours #11

Documenta Parcours – Station #11

Heutige Station unseres documenta-Parcours ist die Musikinstallation von Susan Philipsz. An dieser Stelle präsentiert art Ihnen Werke und Künstler der documenta 13

Susan Philipsz wählt den akustischen Erkenntnisweg: Sie justiert die Realitätswahrnehmung der documenta-Besucher im Hauptbahnhof neu, indem die über dem hinteren Teil der Gleise Musik erklingen lässt. Es ist eine "Studie für Streichorchester", die der tschechische Komponist Pavel Haas 1943 im KZ Theresienstadt schrieb, bevor er 1944 in Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. Philipsz erinnert mit dieser Arbeit, der man sich in Lautsprecherreichweite nicht entziehen kann, daran, dass Kassel einer der wichtigsten Rüstungsstandorte im Zweiten Weltkrieg war. Direkt nördlich des Hauptbahnhofs befinden sich die Fertigungshallen der Maschinenfabrik Henschel & Sohn, die zwischen 1933 und 1945 Panzer und Flugzeugmotoren produzierte. Waggonweise rollte aus dem Hauptbahnhof der Rüstungsnachschub an die Front – und mehrere groß angelegte Verschleppungsaktionen jüdischer Familien.

Susan Philipsz (geb. 1965)

Die schottische, in Berlin lebende Turner-Preisträgerin versteht sich als Bildhauerin, die mit Lauten modelliert. Philipsz arbeitet mit der eigenen Stimme, indem sie in performativen, ortspezifischen Aktionen in Galerien, Supermärkten oder im öffentlichen Raum a cappella singt.

Ausstellungen: 2011 New Museum, New York, 2010 Tate Britain, London, 2008 Sydney-Biennale.




Unsere bisherigen Stationen auf der documenta 13:

#10 Seth Price

#09 Lara Favaretto

#08 Goshka Macuga

#07 Kader Attia

#06 Michael Rakowitz

#05 Yan Lei

#04 Etel Adnan

#03 William Kentridge

#02 Roman Ondák

#01 Omer Fast

Das <i>art</i>-Spezial zur documenta 13

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