Richard Artschwager - Roswitha-Haftmann-Preis

Vertraute Formen dekonstruiert

Die Roswitha-Haftmann-Stiftung ehrt den amerikanischen Künstler Richard Artschwager
Hochdotierter Kunstpreis:150.000 Franken für Richard Artschwager

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Der mit 150 000 Schweizer Franken (knapp 90 000 Euro) höchstdotierte europäische Kunstpreis, der Roswitha-Haftmann-Preis, geht an den amerikanischen Maler, Bildhauer und Zeichner Richard Artschwager. Die Verleihung findet am 15. November 2007 im Kunsthaus Zürich statt.

Richard Artschwager (Jahrgang 1924) hat seit über 50 Jahren ein eigenständiges Werk aufgebaut, das sich zwischen Malerei, Skulptur und Installation bewegt. In seiner Kunst, “die auf persönliche Handschrift und sinnliche Farbigkeit zugunsten einer klaren Form und Aussage weitgehend verzichtet”, wie es in einer Pressemitteilung heißt, seien “die Grenzen zwischen Abstraktion und gegenständlicher Darstellung verwischt. Indem er vertraute Formen dekonstruiert und bekannte Materialien imitiert, werden Wahrnehmungs- und Sehgewohnheiten auf die Probe gestellt.” Sein Ziel sei es, so schrieb der Künstler 1965, “meine Arbeit mit Eigenschaften von Grazie, Schönheit, Monumentalität, Ehrfurcht, Zielbewusstsein, Sinn für das Ewige, Reinheit, Wahrheit, Handwerkskunst, bedeutsamer Form, Dauerhaftigkeit, Ehrlichkeit und Kraft zu erfüllen – jeweils für sich oder in Verbindung miteinander”.

Von 1948 bis 1950 besuchte Artschwager die Amédée Ozenfant Studio School in New York. Den Lebensunterhalt bestritt er zunächst durch das Entwerfen von Möbeln. Seine erste Ausstellung fand 1965 beim Galeristen Leo Castelli in New York statt. Seitdem wurde er zu Ausstellungen in den USA und Europa eingeladen, darunter viele Male an die Documenta nach Kassel. Seine Arbeiten sind in bedeutenden Sammlungen vertreten.

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