Rom und die Barbaren - Venedig

Rohlinge mit neuen Werten

Die Ausstellung "Rom und die Barbaren – die Geburt einer neuen Welt" im Palazzo Grassi in Venedig dokumentiert, wie die Kunst vom Zusammenstoß der Kulturen profitiert hat.
Fremde Völker:Sie brachten nicht nur Krieg, sondern auch Kultur

Sarkophag von Portenaccio mit der Schlacht zwischen Römern und Barbaren (1. Jahrhundert nach Christus)

Als die Fiat-Gruppe 1983 den venezianischen Palazzo Grassi kaufte, war das erklärte Ziel, große kunsthistorische Ausstellungen von den Etruskern bis zu den Maya zu zeigen. Der neue Besitzer, der Franzose François Pinault, will die Erfolgsgeschichte fortsetzen und zeigt in seinem Haus nun die Ausstellung "Rom und die Barbaren".

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Es soll deutlich gemacht werden, dass all diese unter dem Begriff Barbaren zusammengefassten Fremdvölker wie Goten, Wandalen oder Langobarden, die in Italien eindrangen, nicht nur Rohlinge waren, die dem römischen Imperium den Garaus machen wollten, sondern auch Träger neuer Werte.

Anhand von 1700 Exponaten – prachtvolle Waffen, Schmuck, kultische Objekte, Buchkunst und Gebrauchsgegenstände – wird deutlich, wie sehr die Kunst zwischen dem 4. und 7. nachchristlichem Jahrhundert vom Zusammenstoß der Kulturen profitiert hat.

"Rom und die Barbaren – die Geburt einer neuen Welt"

Termin: Vom 26. Januar bis 7. August im Palazzo Grassi, Venedig. Katalog: École Française de Rome und Skira in vier Ausgaben (italienisch, französisch, englisch und deutsch), 39 Euro.
http://www.palazzograssi.it