Mark Wallinger - Turner-Preis 2007

Renaissance des Politischen

1995 war Mark Wallinger schon einmal für den Turner-Preis der Londoner Tate Gallery nominiert worden, doch damals gewann Damien Hirst. Jetzt wurde der Brite für sein Antikriegskunstwerk „State Britain“ geehrt.
Renaissance des Politischen:Mark Wallinger erhält den Turner-Preis

Preis für Antikriegskunst: Mark Wallinger

„Ich bin 48, das war meine letzte Chance“, gestand Wallinger nach der gestrigen Preisverleihung. Der mit 25 000 Pfund (rund 35 000 Euro) dotierte Turner-Preis wird jährlich für eine Ausstellung in den vorhergehenden zwölf Monaten an einen in Großbritannien arbeitenden Künstler unter 50 verliehen.

Wallinger wurde für seine Schau "State Britain" (15. Januar bis 27. August 2007) in der Tate Britain ausgezeichnet, für die er den Proteststand eines Einzelkämpfers gegen den Irakkrieg vor dem Londoner Parlament nachgestellt hatte. Er war sichtlich erfreut, den Preis vom legendären Hollywoodstar und Kunstsammler Dennis Hopper überreicht zu bekommen. Für Wallinger war es der zweite Anlauf - 1995 war er schon einmal in die Endrunde gelangt.

Neben ihm waren in diesem Jahr noch die Fotografin Zarina Bhimji sowie die Installationskünstler Mike Nelson und Nathan Coley nominiert worden. Die Preisverleihung war in diesem Jahr nach Liverpool ausgelagert worden, um Liverpool als Europäische Kulturhauptstadt 2008 anzukündigen. Im nächsten Jahr kehrt er wieder nach London zurück.

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