04 / 06 / 2008
Anselm Kiefer
Friedenspreis
DAS BUCH WIRD AUSDRUCKSTRÄGER
Der deutsche Maler Anselm Kiefer, Jahrgang 1945, erhält den Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2008. Er wird ihm zur Buchmesse am 19. Oktober dieses Jahres in der Frankfurter Paulskirche überreicht, die ARD wird das Ereignis wie gewohnt übertragen. Der Friedenspreis des deutschen Buchhandels wurde 1950 ins Leben gerufen und sollte "für das isolierte, durch seine eigene Geschichte gedemütigte Deutschland ein Zeichen der Hoffnung und Unterstützung für ein in kritischer Reflexion wieder entstehendes Selbstbewusstsein" sein. Der Preis ging vor allem an Literaten, Philosophen, Soziologen, Historiker und Politiker, Anselm Kiefer ist der erste bildende Künstler, dem diese Ehre zuteil wird.
Der Preis gehe an "einen weltweit anerkannten Künstler, der seine Zeit mit der störenden moralischen Botschaft vom Ruinösen und Vergänglichen konfrontiert", heißt es in der Begründung der Jury. "Im Mittelpunkt steht eine von Vergangenheit zerfressene, zerstörte Gegenwart, die mit äußerst verknappter Rhetorik, mit Sprachlosigkeit präsentiert wird." Außerdem habe sich Kiefer mit intensiv mit Literatur und Poesie auseinandersetzt. "Er hat das Buch selbst, die Form des Buches, zu einem entscheidenden Ausdrucksträger gemacht." Petra Bosetti
04 / 06 / 2008
6 Leserkommentare vorhanden
Werner Hahn
21:25
04 / 06 / 08 //
Ist der Friedenspreisträger Anselm Kiefer ein Staatskünstler?
1989 wurde der vom Rat der Städelschule zum ord. Professor vorgeschlagene H. Nitsch vom hess. Kunstminister Gerhardt (FDP) abgelehnt (Medienaufstand gegen Nitschs Aktionskunst). Der Praemium-Imperiale-Preisträger Kiefer war/ist nicht unumstritten. 1934 bot Venedigs Biennale Hitler eine Polit-Bühne (u. a. mit „Führer“-Büste von F. Liebermann, Thorak-Skulpturen). In faschistischer Machtdemonstration des NS-Regimes wurde 1938 und 1940 der Propaganda-Künstler Breker im Deutschen Pavillon auf der Biennale gefeiert. „Entarte Künstler“ („Blauer Reiter“, „Brücke“, Bauhaus) stellten später im „deutschen Bau“ aus. Kiefer war 1980 auf der Biennale vertreten (Preis 1997). Staatskunst-Formate schufen auch Staatskünstlers als Propagandisten in den kommunistischen „Ostblock“-Staaten. Als (gegenständliche) Maler übernahmen die Staatskünstler Tübke, Heisig und Mattheuer und Sitte Aufträge von DDR-Regierung und SED. Sie wurden im Westen geschmäht und abqualifiziert. Als staatstragende „Staatskünstler“ etablierten sich auch BRD-Maler: Z.B. „Genie“ M. Lüpertz (BGH-Bau Karlsruhe, Bundesadler / Hofkunst Bundeskanzleramt), der Politrebell J. Immendorff („Ahnengalerie“ Kanzleramt, Gold-Schröder-Porträt) sowie Anselm Kiefer (Sammlung Bundeskanzleramt).
Werner Hahn
17:03
16 / 06 / 08 //
Folgt nach KIEFER GOOGLE als Friedenspreisträger 2009?
KIEFER als einen „MANN DES FRIEDENS“ zu sehen und ihn als „neue kulturelle Leitfigur“, „Liebling der Stunde“ auszurufen, sei eine „groteske Fehlentscheidung“ (so DIE ZEIT Nr. 25, S.47 – H. RAUTERBERG). "(…) wenn diese Kunst überhaupt von etwas kündet, dann davon, dass es keinen Sinn gibt in unserem Dasein und keine Hoffnung und nichts, was auf eine friedliche Zukunft deuten könnte." DER SPIEGEL mutmaßt zu KIEFERs Werk mit „Gigantomanie“ und „apokalyptischer“ Bildwelt (Nr. 24, S. 164 ff.), der „Mythologe des Schreckens“, den KIEFER-Freund Werner SPIES „vorgeschlagen und rhetorisch durchgesetzt“ habe (im Stiftungsrat!), sei als „gelungene Provokation“ (zum „Polarisieren“) ausgewählt worden. „Aus Mangel an triftiger Wortgewalt versteckt man sich hinter einem Maler-Weltstar. Mutig ist das nicht.“ (So KNÖFEL & SCHREIBER.). Die Suchmaschine GOOGLE erhält 2008 den Prinz-von-Asturien-Preis für Kommunikation und Geisteswissenschaften. Sie habe eine Kulturrevolution ausgelöst: Jenseits von Ideologien, Wirtschaftsformen, Sprachen und Rassen habe die Suchmaschine zum Fortschritt der Völker beigetragen. Unter den Voraussetzungen des Friedenspreis-Statuts (Deutscher Buchhandel) schlage ich hiermit ÖFFENTLICH für die Preis-Verleihung in 2009 GOOGLE vor. Durch GOOGELN konnte sich eine kritische, freie und unabhängige Gegenöffentlichkeit zu etablierten Medien etablieren (= Medien-Demokratisierung). WWW-Randalierer (hyperaktive Störer) können Frust abbauen. Die Suchsystem-Leistungen von GOOGLE zur Kommunikation (Recherche, Kultur/Kritik, Bildung, Wissen, Information, Forschung, Unterhaltung etc.) dienen „Frieden – Menschlichkeit – Verständigung“ (STATUT-Ziel).
Werner Hahn
04:35
05 / 07 / 08 //
OFFENER BRIEF: Friedenspreis 2008 & 2009
Zum Thema: Bitte GOOGELN: "OFFENER BRIEF zum FRIEDENSPREIS 2008 & 2009 des Deutschen Buchhandels (Börsenverein): GOOGLE als Preisträger 2009! " - ein Beitrag in DIE ZEIT (Online). Mit Kommentar-Möglichkeit.
Werner Hahn
04:46
21 / 10 / 08 //
Frieden oder Un-Frieden zur Preisverleihung an Kiefer?
Haben Anselm Kiefer mit seiner Dankes-Rede und Werner Spies durch seine Laudatio in der Frankfurter Paulskirche die Zweifel des Feuilletons beseitigen können, ob denn der Maler & Objektkünstler den Friedenspreis überhaupt verdient hat? Dazu mehr ausführlich in einem längeren Beitrag in ZEIT ONLINE „Community“ vom 20.10.2008: „FRIEDENs-Preis an Kiefer: Tag der Wahrheit und/oder Tag des UN-FRIEDENs?“
werner hahn
18:16
05 / 02 / 11 //
ZORNig über den „Friedens-KUNST-Menschen“ Anselm KIEFER …
Politischer „Intelligenz-Quotient überprüfungswürdig“, „Narreteien“ werden KIEFER vorgeworfen, der nicht über seinen „(Bild)Tellerrand hinaus“ blicken könne: Langeweile, Verrücktheit, Subversivität, absurde Gedanken werden dem „Malerfürsten" unterstellt. Die Aussage A.K.s sei „noch nicht mal provokant sondern einfach nur dumm“, heißt es. Und pauschalisiert: es seien „diese Meißel- und Pinselschwinger gezwungen, mit schrägen Sprechblasen nach Aufmerksamkeit zu hecheln“. Dass der Friedenspreisträger und Millionär A.K. seine Palette & Staffelei mit einem „kaltblütigen Mörder“ teilen zu müssen glaube, sei “entweder einfältig, berechnend oder menschenverachtend“. Für A.K. erfüllten die Bilder des 11. 9..alle Parameter der „Kunst“, als da seien: „Schönheit, ein einzigartiger Charakter, Einfachheit, Homogenität und Vieldeutigkeit, die Interaktion mit dem Betrachter und zu guter Letzt auch die Provokation.“ Darüber, ob ein 9/11-Al-KAIDA "Kunst"-Werk in die Kunstwissenschaft integrierbar ist, sollte sich Werner SPIES (Ex-FAZ-Kunstkritiker, A.K.-Freund) in der FAZ äußern. Die FRIEDENSPREIS-Vergabe an KIEFER 2008 wurde von mir öffentlich als „AFFRONT gegen die Garantie der KUNST-FREIHEIT“ interpretiert; Offenen Brief - googelbar. Quelle: Die Bilder des 11. September erfüllen alle Parameter der Kunst. Anselm Kiefer über Kunst als Schicksal des Menschen - Bin Ladin - eine Kunst-Performance?; "Bin Ladin - eine Kunst-Performance? Der Friedenspreisträger Anselm Kiefer hält eine Vorlesung am renommierten Pariser Collège de France. Und niemand widerspricht ihm, als er Usama Bin Ladin zum bildenden Künstler erklärt." Von Lena Bopp 03. Februar 2011 - FAZ Online /Feuilleton.
werner hahn
18:26
05 / 02 / 11 //
Anselm KIEFER: Usama Bin Ladin zum bildenden Künstler erklärt!
>Die zum Selbstmord entschlossenen Mörder, die zivile Verkehrsmaschinen zu lebenden Geschossen umfunktioniert und gegen die kapitalistischen Zitadellen der westlichen Zivilisation gelenkt haben, waren, wie wir aus Attas Testament und Osama bin Ladens Mund inzwischen wissen, durch religiöse Überzeugungen motiviert. Für sie verkörpern die Wahrzeichen der globalisierten Moderne den Großen Satan. Aber auch uns, den universalen Augenzeugen des »apokalyptischen« Geschehens am Fernsehschirm, drängten sich beim masochistisch wiederholten Anblick des Einsturzes der Zwillingstürme von Manhattan biblische Bilder auf. Und die Sprache der Vergeltung, in der nicht nur der amerikanische Präsident auf das Unfassbare reagierte, erhielt einen alttestamentarischen Klang. Als hätte das verblendete Attentat im Innersten der säkularen Gesellschaft eine religiöse Saite in Schwingung versetzt, füllten sich überall die Synagogen, die Kirchen und die Moscheen. Diese untergründige Korrespondenz hat übrigens die zivilreligiöse Trauergemeinde im New Yorker Stadion vor drei Wochen nicht zu einer symmetrischen Einstellung des Hasses verleitet: Bei allem Patriotismus erklang kein Ruf nach kriegerischer Entgrenzung des nationalen Strafrechts.< --- Herr Werner SPIES muss JETZT kommentieren ! Prof. Werner SPIES - ein enger Freund KIEFERs - gehört auch dem neunköpfigen Stiftungsrat des Börsenvereins an. Als einziger Kunst-Experte im Gremium hatte SPIES seinen Freund für den Friedenspreis vorgeschlagen. Die Ehrung KIEFERs sorgte für viel Wirbel in den Medien: Der Maler KIEFER wurde von vielen NICHT als Friedensstifter gesehen und die Begründungen des Stiftungsrates zur Auszeichnung werden heftig kritisiert. Mit der Rede zu 11.9. zeigt A.K. nun sein wahres Denken ... als ANTI-Friedens-Künstler. Bitte an Werner SPIES - JETZT kommentieren zum denkwürdigen FAZ-Artikel. Siehe USER-Zorn & Habermas.
