Fotokunst - Déja-Vu

Lebenswerk Fotografie

Zum Jubiläum der vor 35 Jahren eröffneten Galerie des Ehepaars Ann und Jürgen Wilde findet die Ausstellung "Déja-Vu – Fotografien der 70er Jahre" in der Stiftung Fotografie und Kunstwissenschaft in Köln statt und beinhaltet fotografische Werke von Bernhard Johannes Blume, Ralph Gibson, David Hockney, Leslie Krims, Duane Michals, Marcia Resnick und William Wegman.

Ann und Jürgen Wilde führten eine der ersten Galerien weltweit, die nur auf Fotografie spezialisiert war. Seit 1972 präsentieren sie in Köln der interessierten Öffentlichkeit die Fotografien diverser Künstler wie Ralph Gibson, Karl Blossfeldt, Germaine Krull, André Kertész und William Wegman.

Ab 1985 verliehen die Wildes viele ihrer gesammelten Werke an Ausstellungen, welche sie mit ihren Kooperationspartnern in Städten wie Paris, Berlin, München, Barcelona und anderen Großstädten Europas organisierten. Im Jahr 1992 kamen die Ausstellungsstücke dann als Dauerleihgabe in das Sprengel Museum in Hannover.

Seit 2001 hat das Ehepaar wieder einen festen Standort für seine Sammlung in Köln, die "Stiftung Fotografie und Kunstwissenschaft Ann und Jürgen Wilde", in der jetzt ihre Jubiläumsausstellung stattfindet.

Seit dem Ende der sechziger Jahre ist die Entdeckung, Rettung und Bewahrung fotografischer Arbeiten das Ziel von Ann und Jürgen Wilde. Zusätzlich wollen sie vergessene Protagonisten des Neuen Sehens und der Neuen Sachlichkeit popularisieren und Positionen der US-amerikanischen Fotografie nach Europa vermitteln.

Zur Sammlung der Wildes gehört unter anderem Franz Rohs Buch „foto-auge“ von 1929, welches als wichtigste, zeitgenössische Anthologie der Fotografie gilt. Auch die Wiederentdeckung der französischen Fotografin Germaine Krull, die in den siebziger Jahren in der Fotoszene eine völlig Unbekannte war, zählt zu den Erfolgen der Wildes.

"Déja-Vu – Fotografien der 70er Jahre"

Noch bis zum 20. Januar 2008. Stiftung Fotografie und Kunstwissenschaft, Ann und Jürgen Wilde, Schönhauser Straße 8, Köln.