Tacita Dean - Documenta Parcours #22

DOCUMENTA PARCOURS – STATION #22

Heutige Station unseres Parcours ist die Arbeit "Fatigues" von Tacita Dean. An dieser Stelle präsentiert art Ihnen Werke und Künstler der documenta 13

Eigentlich wollte Tacita Dean einen Film über Kabul machen. Sie beauftragte einen afghanischen Kameramann, verschiedene Schauplätze in und um die afghanische Hauptstadt zu filmen.

Doch das "blind" gedrehte Material kam beschädigt zurück. Also musste die britische Künstlerin umdisponieren. Ein Glück, möchte man fast sagen, denn die großen Kreidezeichnungen, die sie stattdessen im alten Finanzamt in der Spohrstraße anfertigte, gehören zu den stimmungsvollsten Inszenierungen der documenta.

Die Wände des zweigeschossigen Tresorraums sind mit elf Meter langen, grünen Tafeln bestückt. Darauf zeichnete Dean mit weißer Kreide dramatische Bergepanoramen, Schluchten, reißende Flussläufe – leicht verwischbare Fantasielandschaften, die daran erinnern, dass Kabul nicht nur Krisengebiet, sondern auch ein Sehnsuchtsort ist.

TACITA DEAN (geb. 1965)

Die britische Multimedia-Künstlerin verbindet in Installationen, Projekten und Videoarbeiten Vergangenheit, Gegenwart und Fiktion. Ausstellungen: 2011 Turbine Hall, Tate Modern, London, 2008 Dia Beacon, New York, 2007 Guggenheim Museum, New York.

Das <i>art</i>-Spezial zur documenta 13

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