Takashi Murakami

Interview

"Ich bin ein Marketing-Künstler"
Takashi Murakami, "Tan Tan Bo", 2001 (Collection of John A. Smith and Victoria Hughes. Courtesy of Tomio Koyama Gallery, Tokyo. © 2001 Takashi Murakami/Kaikai Kiki Co., Ltd. All Rights Reserved.)

"ICH BIN EIN MARKETING-KÜNSTLER"

Er ist nicht nur Künstler, sondern Kurator, Mäzen und ein cleverer Geschäftsmann. Im Brooklyn Museum in New York hat Japans Kunststar Takashi Murakami seine Werkschau mit dem so passenden Namen © Murakami eröffnet, die anschließend in das Museum für Moderne Kunst nach Frankfurt (27. Oktober bis 4. Januar 2009) reisen wird. Wenn man bedenkt, dass der 46-jährige in seinen Studios in Tokio und Queens mehr als 100 Leute beschäftigt und dass er einer der kommerziell erfolgreichsten Künstler der Welt ist, wirkt die Ausstellung fast bescheiden. Mit art sprach Murakami über seinen Arbeitsstil, über den Ärger mit den japanischen Steuerbehörden und warum Kinder ihn besser als Erwachsene verstehen.
// CLAUDIA BODIN

Murakamis lachende Blumengesichter bevölkern die Wände. Der Künstler ließ Tapeten mit seinen Motiven bedrucken, die als verrückt überfrachteter Hintergrund für seine Bilder dienen. Plüschtiere und Actionfiguren füllen Glasvitrinen. Murakamis Alter Ego Mr. DOB, eine Mischung aus Micky Maus und Manga-Figur, blickt die Besucher mit leerem Lächeln an.

Die lebensgroße, von Porno-Comics inspirierte Skulptur "My Lonesome Cowboy" (1998) lässt den Samen spritzen, das weibliche Gegenstück "Hiropon" (1997) sprengt mit absurden Brüsten ihr Bikini-Oberteil. Teil der Ausstellung ist wie bereits im Museum of Contemporary Art in Los Angeles ein perfekt ausgeleuchteter Louis-Vuitton-Laden, in dem von Murakami designte Handtaschen für 1 400 Dollar, Schlüsselanhänger und Monogramm-Bildchen des Taschenherstellers auf Tarnfarbenstoff in limitierter Auflage (6 000 bis 10 000 Dollar) verkauft werden.

Die Kooperation mit Murakami brachte dem Luxuslabel Einnahmen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar. Weil in Japan kein Unterschied zwischen hoher Kunst und Kommerz gemacht wird, hat der Künstler die Aufregung über die Zusammenarbeit nie verstanden. Auch die starke Kritik am Vuitton-Laden im Museum oder an seinen auf Masse produzierten Murakami-Kuscheltieren, Monopoly-Spielen und den mit seinen Motiven bedruckten T-Shirts kann er nicht nachvollziehen. Auf diese Weise mache er Kunst, die für jedermann zugänglich ist, rechtfertigt der Japaner. Schließlich sind seine Skulpturen wie Mr. Pointy mit der Stachelhaube erst für Preise von 1,5 Millionen Dollar zu haben. Immerhin würde ihn das viele Geld, das er mit seiner Kunst verdient, durchaus beschämen, kokettierte Takashi Murakami bei der glamourösen Party zur Eröffnung der Ausstellung, bei der sein Freund Kanye West rappte und bei der Prominenz wie Julian Schnabel, Modedesigner Marc Jacobs und Vuitton-Boss Bernard Arnault aufliefen.

Murakami lud art zum Studiobesuch im wenig glanzvollen Long Island City ein. Sein Kunstunternehmen mit dem Namen "Kaikai Kiki", was übersetzt "elegant und bizarr" heißt, befindet sich im New Yorker Stadtteil Queens. Allein 35 Mitarbeiter kümmern sich hier um die Vermarktung seines Namens, um Presse, Finanzen und Planung. Bis zu 20 künstlerische Assistenten und Fachleute für Computeranimation helfen bei der Produktion der Arbeiten, die der Meister nur noch zum Teil selbst am Computer entwirft und komplett von seinen Mitabeitern ausführen lässt. Speziell geschulte Künstler legen mit Pinsel und Farbe letzte Hand bei den riesigen Siebdrucken an, um feinste Linien nachzuziehen. Murakami, der in New York vom Powerhouse Gagosian Gallery vertreten wird, reist alle zwei Monate in Queens an. Der Künstler gönnt sich dann kein schickes Hotelzimmer in Manhattan, sondern nächtigt hinter einer Schiebetür mitten im Büro. Als "Completist" bezeichnet die "Kaikai Kiki"-Crew ihren Chef scherzhaft. Ein Perfektionist, der stets die komplette Kontrolle über seine Kunst-Factory haben will.

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1 Leserkommentar vorhanden

Flauberto bildender Künstler Berlin

02:21

15 / 04 / 08 // 

http://www.flickr.com/photos/flaubertoplasticartist/

The first records of Flauberto´s plastic espression starts already in his childhood in Juazeirinho, a poor and small town two halves by the BR-230 motorway, stuck in the scalding and desolate region of Paraiba`s cariri. His unrest behaviour did neither spare the walls of the houses and school, nor the huge doors of the stores, not to mention the schools´ chairs and rooms. It is this remote memory that builds the emotional face for his work today, being the world and life at his reach, it this road that cuts his history by the half. More than consciousness, the object of his art is the obsession with limits. He vindicates his own condition. Flauberto´s works cry for urgency. They vibrante with his own time. Flauberto is living his life and woking with art without a particular self knowledge. His restless thoughts are registered in any kind of material. And with no strict definition, the artist believes that what he does comes from the answers to thes questions: Who am I? Where am I? Where am going to? In this way he captures spontaneous artistic expressions from his innerself transforming them into old and rudimentary paintings. Later, he turns ideas to material, in various languages: painting, object, sculpture, site-specific, photografy, and new medias. And repeat the process all over again. I am an autodidactic artist. My personal life and art flow parallel on to another. About my art have to say that I don´t belong to any art school, my painting is developed in a very personal base. I don´t need and I don´t have any attraction to academics of the art history. My paintings are very open and free. My inspiration comes from darkness. My ideas are materialized spontaneously, i am don´t plan my painting, that means i only need to have the art materials in my hands and than I start to paint what comes in my head at that moment. If I plan my work, I can not make it. I am a compulsive artist, obsessive. In reality I make an artwork, whenever I need to say something. Sometimes I think