Akt Now!

Aktfotografie

Akt Now: Harold Pereira
Unser Aktfotograf der Woche ist auf der Suche nach Schönheit, Licht und Liebe. Harold Pereira: "Lost in Bergen" (© Harold Pereira)

AKT NOW: HAROLD PEREIRA

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder internationaler Fotografen. Diesmal: Harold Pereira

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Das Leben an sich finde ich dunkel und hart. Sobald ich fotografiere, begebe ich mich auf die Suche nach Schönheit, Licht und Liebe. Ich möchte mir beweisen, dass es, obwohl mich die Realität meistens ankotzt, noch etwas Lebenswertes gibt.

Schönheit existiert, aber du musst danach suchen. Schönheit steckt in jeder Person, in jedem Körper. Eine Frau kann, obwohl sie keine Kleidung mehr trägt, immer noch ihr Innerstes verstecken. Ich bin interessiert an der Kombination des nackten Körpers und der Offenbarung der Seele. Das ist wie eine Reise oder, besser gesagt, wie eine Expedition, die ich zusammen mit dem Model unternehme.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Nein für mich gibt es keine Tabus. Aber für das, worauf ich abziele, muss die Darstellung gar nicht so deutlich sein.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Genau dann, wenn es jemand zu Kunst erklärt.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Jock Sturges, Sante d'Orazio, Peter Lindbergh, Bruce Weber.

Was war ihr peinlichster Moment als Fotograf?

Das war der Augenblick, als ich von meiner wunderschönen analogen Kamera Pentax 67 auf digitale Fotografie umsteigen musste.

Welche Rolle spielen bei Ihnen Inszenierung und Zufall?

Ich arbeite selten mit einem genauen Plan. Ich folge meinem Gefühl und warte bis etwas passiert. Meistens entstehen meine Bilder aus einer Kombination von Zufall und ein klein wenig Manipulation.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Ich würde sehr gerne ein Buch machen. Das wäre eine Art Tagebuch mit allen Frauen, die ich liebe und allen Orten auf der Welt, die mich beeindruckt haben: "The World Through The Eyes Of Harold Pereira".

Harold Pereira

Steckbrief: Harold Pereira hat schon für alle großen holländischen Magazine fotografiert. Er realisierte zwei Kochbücher zu holländisch-indonesischer Küche und liebt seine Frau, seine zwei Söhne, Reisen, Yoga, Tattoos und Harley Davidson.

Nächste Ausstellung: Herbst 2012 in Gent, Belgien

Hochschule/Ausbildung: 6 Jahre Kunsthochschule, danach autodidaktisch

http://www.haroldpereira.com

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