Lara Favaretto

Documenta Parcours #9



DOCUMENTA PARCOURS – STATION #9

Heutige Station unseres documenta-Parcours ist die Müllhalde von Lara Favaretto. An dieser Stelle präsentiert art Ihnen Werke und Künstler der documenta 13

Bei der Schrotthalde am nördlichen Ende des Hauptbahnhofs handelt es sich um Kunst, genau genommen einen Teil der Arbeit "Momentary Monument IV" der Italienerin Lara Favaretto. Sie ließ Altmetall aus Kasseler Mülldeponien und Recycling-Betrieben neben den alten Gleisen auskippen und verzichtete dabei bewusst auf jede ästhetische Form. Aus diesem im Moment entstandenen amorphen Gebilde pickte sie einige rostige Stücke, die sie in einer Galerie des Nordflügels museal präsentiert. Die Leerstellen im Schrotthaufen füllte sie mit Provisorien aus rohem Zement. Favaretto bearbeitet hier Themenfelder wie Wert, Dauer, Erhalt und Verbleib der Überreste industrieller Massenproduktion und interpretiert auf diese Weise die documenta-Leitidee von "Collpase and Recovery". Parallel dazu nahm sie in Kabul Tiefenbohrungen in ausgewählten Gegenden vor. Die an Skulpturen erinnernden zylindrischen Bohrkerne werden in Baghe Babur ausgestellt.

Lara Favaretto (geb. 1973)

Die Italienerin verwendet Skulptur, Fotografie, Film und Installation, um magische, zugleich aggressive Stimmungen herzustellen. Wie die "Funmachines", aufgereihte Gasflaschen, haben ihre Installationen meist eine absurd-sarkastische Bildsprache.

Ausstellungen: 2012 MoMA PS1, New York, 2009 Venedig-Biennale, 2008 Sydney-Biennale.


Unsere bisherigen Stationen auf der documenta 13:

#08 Goshka Macuga
#07 Kader Attia
#06 Michael Rakowitz
#05 Yan Lei
#04 Etel Adnan
#03 William Kentridge
#02 Roman Ondák
#01 Omer Fast

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