Akt Now!

Aktfotografie

Akt Now: Mercedes Esquivel
Unsere Aktfotografin der Woche ist Mercedes Esquivel aus Kalifornien. Hier abgebildet: Eines ihrer titellosen Werke (© Mercedes Esquivel)

AKT NOW: MERCEDES ESQUIVEL

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder junger Fotografen. Diesmal: Mercedes Esquivel

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Ich finde es beeindruckend, wie ausdrucksstark der menschliche Körper sein kann und wie er sich ändert, wenn wir altern. Ich fühle, wie man jemanden wirklich allein durch seine Körpersprache kennenlernen kann, und da ist etwas Besonderes daran, dazu fähig zu sein, jemanden in sehr intimen Momenten oder während die Person ihre tägliche Routine erfüllt, zu dokumentieren. Die Zeit steht dann wirklich still, und ich will in der Lage sein, diese Momente ganz offen mit anderen zu teilen.

Wie würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Ich glaube nicht, dass es da irgendwelche Tabus gibt, wenn es um meine Fotos geht oder um die Fotos, die ich in der Zukunft machen will. Meine Fotos sind weder anstößig gemeint, noch in irgendeiner Weise beleidigend, sie sind nur spontane Schnappschüsse von meinen Freunden in ihren reinsten – edelsten – und natürlichsten Verfassungen.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Ich glaube, jede Aktfotografie kann eine Kunstform sein. Sexualisiere nicht den Körper, habe einfach Spaß.

Henry Miller sagte: "In dem Moment, in dem man etwas seine ganze Aufmerksamkeit schenkt, selbst einem Grashalm, wird es zu einer geheimnisvollen, Ehrfurcht gebietenden, unbeschreiblich großartigen eigenen Welt."

Für mich gibt es in jedem Aktfoto solch einen Grashalm – einen Schatten, eine Reflexion, und innerhalb jeder dieser Elemente liegt ein Geheimnis, das darauf wartet, entdeckt, erfahren und gelebt zu werden.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Ich bin sehr von den Fotografen Yoshiyuki Iwase, Traci Matlock, Ryan McGinley, Pierre Wayser, Robert Mapplethorpe und dem Maler Gustav Klimt inspiriert, wegen ihres Sinns für das Mysteriöse. Ihre Arbeit ist sehr anregend und lebendig.

Ich habe auch das Gefühl, als könnte ich mehr Verbindung zu jungen Künstlern wie mir selbst aufbauen, die ihr Leben durch ein einfaches Kamera-Objektiv dokumentieren und mehr Spaß daran haben, als damit, einem äußeren Ziel entgegen zu arbeiten.

Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich außerdem?

Jugend und Weiblichkeit.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Ich würde gerne mehr konzeptuelle Arbeiten umsetzen und Geschichten mit meinen Bildern erschaffen, mit ein paar männlichen Models arbeiten und vielleicht dahineingelangen, Kurzfilme zu machen.

Mercedes Esquivel

Nächste Ausstellung: Ich hatte noch nie eine Ausstellung – hoffentlich in naher Zukunft!

Alter: 19

Nationalität: High Desert (California), USA

http://www.flickr.com

mercedesmesquivel@gmail.com

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