Die ersten 20 Werke

documenta

12 Balladen, Wachstum auf Müll und die Farbe Rot
art deckt auf: Diese Künstler und Werke sind auf der Documenta 13 zu sehen. Im Folgenden werden einige der Exponate in der Bildstrecke aufgeführt.

12 BALLADEN, WACHSTUM AUF MÜLL UND DIE FARBE ROT

Was zeigen William Kentridge, Etel Adnan und Omer Fast in Kassel? art online stellt exklusiv die ersten 20 Werke der documenta 13 in Kassel im Detail vor. Die Informationen über Künstler und Werke wurden von der art-Redaktion für das Juni-Heft recherchiert und überpüft. Die am Freitag erscheinende Juni-Ausgabe von art widmet sich komplett der Vorschau auf die documenta. Insgesamt werden darin 129 Künstler aus 50 Ländern vorgestellt.
// RALUCA PORA
Julieta Aranda & Anton Vidokle: Kein Geld

Das mexikanisch-russische, in Berlin und New York lebende Künstlerduo Julieta Aranda & Anton Vidokle (*1975/*1965) stellt sein Langzeitprojekt "Time/Bank" vor: eine Plattform zum Tausch von Waren und Dienstleistungen ohne Geld.

Mit den Parametern Zeit und Fähigkeit als Währung bietet es eine Mikroökonomie für den Kulturbereich – angestrebt wird eine funktionierende Gesellschaft aus Künstlern, Kuratoren, Kritikern und Theoretikern.

Etel Adnan: Unverzichtbares Rot

Für die libanesische Schriftstellerin und Malerin Etel Adnan (*1925) ist ihre Lieblingsfarbe Rot unwiderstehlich, unverzichtbar und unersetzlich. Sie zeigt Gemälde sowie eine Auswahl aus über 70 Super-8-Filmen, in denen Adnan alles festhielt, was leuchtet und glänzt: Sonne, Meer, Berge, Wolkenkratzer.

William Kentridge: Die Ablehnung der Zeit

Ein Raum, fünf Leinwände, Computer und Lautsprecher suchen nach Antworten auf die Frage: Wie kann man Zeit und Schicksal entgehen? Mit "The Refusal of Time" präsentiert der südafrikanische Künstler William Kentridge (*1955) den ersten Teil seines Projekts. Ein weiterer Teil mit Live-Performance, Konzert und Tänzen sowie einem siebenteiligen Vortrag findet im Rahmen des Sommerfestivals von Avignon statt.

Omer Fast: Wiedersehen nach Afghanistan

Der in Israel geborene und in Berlin lebende Film- und Videokünstler Omer Fast (*1972) präsentiert seinen ersten in Deutschland und mit deutschen Schauspielern gedrehten Film "Continuity". Wie fühlen sich Soldaten nach ihrer Heimkehr aus dem Afghanistankrieg? Wie sieht ein Wiedersehen mit Verwandten, Bekannten und Lebenspartnern aus?

Roman Ondák: Rätselhafte Sozialstudie

Der in Bratislava und Berlin lebende slowakische Künstler Roman Ondák (*1966) fand vor 15 Jahren ein unbetiteltes Buch mit Zeitungsfotos und Bildunterschriften. Diese scheinbar anonymen, mit jeweils rätselhaften Fragen kommentierten Bilder präsentiert Ondák nun gerahmt als Wandinstallation und wirft damit subtile Fragen nach Autorenschaft, Wahrnehmung, Erinnerung und menschlichen Verhaltensweisen auf.

Willie Doherty: Gegen Unterdrückung

Der nordirische Künstler Willie Doherty (*1959), der sich selbst als altmodischen Landschaftskünstler bezeichnet, beteiligt sich mit seinem Videoprojekt "Secretion", das die versteckte und häufig unterdrückte Geschichte des speziellen Ortes Kassel verbildlicht. Doherty filmte in der Stadt und im Umland, um persönliche Geschichten, Erfahrungen und Atmosphären zu verarbeiten.

Song Dong: Wachstum auf Müll

Tonnenschwere sand- und erdartige Massen ließ der chinesische Installations- und Performance-Künstler Song Dong (*1966) auf das Rasenfeld vor der Karlsaue auftürmen. Hier wachsen auf heterogenem, abfallhaltigem Boden Pflanzen und Bäume.

Guillermo Faivovich und Nicolás Goldberg: Schwere Himmelsstürmer

Eigentlich wollte das konzeptuell arbeitende argentinisch-französische Künstlerduo Guillermo Faivovich (*1977) und Nicolás Goldberg (*1978) den 37 Tonnen schweren Meteoriten "El Chaco" zur documenta 13 nach Kassel bringen, um historische, wissenschaftliche und bürokratische Prozesse zu beleuchten. Das Projekt konnte nicht realisiert werden. Was aber wirklich zählt, so die Künstler, sei der Prozess. Den bringen sie mit Fotos, Dokumenten und Landkarten in die documenta-Stadt.

Llyn Foulkes: Kuhglocken-Beats

Der US-amerikanische Maler und Musiker Llyn Foulkes (*1934) wird 30 Tage lang Konzerte auf seiner knallroten "Machine" geben. Dabei bedient der Künstler und vor allem Musiker und Rebell mit Füßen die Bassseite, imitiert mit Hupen Bläsersätze und gibt den Rhythmus mit Kuhglocken vor.

Theaster Gates: Arbeit macht Arbeit

Dem US-amerikanischen Videokünstler, Stadtplaner und Bildhauer Theaster Gates (*1973) sind soziale und kommunikative Kompetenzen wichtig. Für die documenta 13 entwickelte Gates das Projekt "12 Balladen für das Hugenottenhaus": arbeitslose Helfer, die in Chicago ein Haus demontiert haben, restaurieren mit den gewonnenen Baumaterialien das Hugenottenhaus in Kassel. Dort wird das Projekt in einer umfassenden Ausstellung dokumentiert.

Mariam Ghani: Parlamentarische Vergänglichkeit

Zwei Filme der US-amerikanischen, in Kabul und New York lebenden Autorin, Video- und Installationskünstlerin Mariam Ghani (*1978) werden einander gegenübergestellt: die Ruine des in den zwanziger Jahren errichteten Darul-Aman-Palastes unweit von Kabul und die Räume des Kasseler Fridericianums. Beide Häuser haben nicht nur einen ähnlichem Grundriss und eine ereignisreiche Geschichte, sondern fungierten auch beide als Parlamentsgebäude.

Pierre Huyghe: Natur pur

Der französische Künstler Pierre Huyghe (*1962) besetzt einen Teil des Kasseler Aueparks, den er künstlerisch umgestaltet: Im Mittelpunkt stehen eine Bronzeskulptur aus den dreißiger Jahren und ein monumentales Wasserbecken. Neben Bienen, die das weibliche Gesicht der liegenden Figur bevölkern, gehören auch Heilkräuter, Ameisen und Hunde zum Garteninventar.

Masood Kamandy: Ein Bild für ein Wort

Zur d 13 entwickelte Masood Kamandy (*1981), US-amerikanischer Fotograf und Videokünstler afghanischer Abstammung, das Internetprojekt "Words become Images". Besucher können auf der documenta-13-Webseite Fragen oder Worte hinterlassen, die Kamandy mit einem Bild (Still, Film oder Foto) beantwortet.

Yan Lei: Malerei unter VW-Farben

In seinen malerischen, häufig bearbeiteten Fotografien untersucht der chinesische Künstler Yan Lei (*1965) die Beziehung zwischen Kultur, Künstler und Malerei. Zur documenta 13 stellt Lei 360 Gemälde aus, die im Verlauf der Ausstellung nach und nach im VW-Werk in Baunatal mit monochromen Farben übermalt werden, um schließlich erneut als Gesamtkunstwerk ausgestellt zu werden.

Goshka Macuga: Politik an der Wand

Fotomontagen, die politische Ereignisse wie Verhandlungen, Abkommen aber auch Kriege aufgreifen, verwebt die polnische, in London lebende Künstlerin und Kuratorin Goshka Macuga (*1967) zu historiographischen Wandarbeiten.

Nalini Malani: Lebenszyklen als Schattenspiel

Die indische Malerin, Installations- und Videokünstlerin Nalini Malani (*1946) kombiniert in ihrer 6-Kanal-Video-Projektion "In Search of Vanished Blood" Video und Schattenspiel. Bewegung und Ästhetik der Bilder bleiben offen, sind nicht programmiert – als eine Art Spiegel der Unvorhersehbarkeit von Lebenszyklen und Zukunft.

Giuseppe Penone: Echt oder Unecht?

Neben seiner bereits 2010 für die documenta 13 aufgestellten Baum-Skulptur "Idee di Pietra" (Vorstellungen eines Steins) stellt der italienischer Bildhauer und Konzeptkünstler Giuseppe Penone (*1947) zwei weitere Steine auf: der eine vom Wasser geschliffen, der andere vom Künstler in die gleiche Form behauen. Mit "Essere Fiume" (Fluss sein) sucht der Arte-Povera-Künstler nicht nur nach der Schönheit der Natur, sondern nach der Verbindung zwischen natürlichen und kulturell geprägten Formen.

Michael Rakowitz: Gegen das Vergessen

33 steinerne, an Grabsteine erinnernde Bücher, ein Meteorit, der an einem 11. September vom Himmel fiel und Teile einer detonierten Bombe, die ein Soldat aufbewahrt hat, zeigt der US-amerikanische Künstler jüdisch-irakischer Herkunft Michael Rakowitz (*1973) im Fridericianum, um an die Zerstörungen durch die Taliban zu erinnern.

Haegue Yang: Jalousien-Choreografie

Die in Berlin und Seoul lebende Südkoreanerin Haegue Yang (*1971), die für ihre komplexen Installationen, Skulpturen und architektonischen Interventionen bekannt ist, konstruiert ein raumfüllendes Gebilde aus motorisierten Jalousien, die sich in einer bestimmten Reihenfolge und Rhythmus hochziehen und herunterhängen lassen.

Javier Téllez: Grandioses Höhlenkino

In einer ehemaligen Lagerhalle am Kunstbahnhof Kassel inszeniert der venezolanische in New York lebende Installationskünstler Javier Téllez (*1969) eine Filmvorführung im Sinne des französischen Dramatikers Antonin Artaud (1896 bis 1948) – dem Erfinder des "Theaters der Grausamkeit". Die Lagerhalle wird zur künstlichen Grotte und der passive Zuschauer zum aktiven, teils verstörten Mitspieler.

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8 Leserkommentare vorhanden

Andreas Knierim

09:24

26 / 05 / 12 // 

Nachrichten aus dem Erdhügel

Sehr interessant, was Song Dong hier in Kassel macht. Über Briefe und Notizen erhalte ich in unregelmässigen Abständen Nachrichten von "Isabelle Hüter". Sie bewohnt, nach eigenen Aussagen, das Kunstwerk der dOCUMENTA (13) auf der Karlsaue in Kassel. Das Blog ist direkt erreichbar via: http://www.documenta.andreas-knierim.de Via Facebook: http://www.facebook.com/documentablog Via Twitter: http://www.twitter.com/documentablog

Ulf Radetzki

17:29

27 / 05 / 12 // 

Nachrichten aus einem Kasseler Erdloch

und ich erfahre in unregelmäßigen Abständen Neuigkeiten, die mir aus einem Erdloch zugespielt werden, wo sich die Documenta-Leiterin versteckt hält, weil sie sich von diversen zu gegenständlichen Objekten bedroht fühlt. Wozu brauchen wir noch eine documenta, wenn sich die wirklich wichtigen Dinge ganz woanders abspielen und den Künstlern nichts besseres einfällt als das, was die art in ihrer Vorabinfo zum Besten gibt? Da sind tatsächlich der Wasserstandsbericht aus dem Erdloch oder die Zustandsbeschreibung aus der Karlsaue noch interessanter! Wann schreiben Sie Ihren Blog aus dem Hinterhof der documenta, Herr Leihfeld?

Sabine Biastoch

09:57

28 / 05 / 12 // 

WOW

Die Künstler-Vorberichte klingen echt vielversprechend. (Ich habe auch die Print-version gelesen!) Es wird bestimmt ein toller Sommer mit internationalem Flair, großartigen Begegnungen und endlich wieder Weltstadt-feeling in unserer nordhessischen Provinz.

wernerhahn

02:33

01 / 06 / 12 // 

Hündische DOCUMENTA-Institution: GAUCK fordert Kunstfreiheit für HUNDE?

DOCUMENTA-Institution QUO VADIS?! Anti-Kunsthistorikerin Carolyn Christov-Bakargiev & die Frage: Geht die DOCUMENTA (13) jetzt (CCB-hündisch) zugrunde? Malteser Hund DARSI der CCB: d13 auf den HUND gekommen .. siehe „art“: dOCUMENTA (13): Carolyn Christov-BAKARGIEV blamiert sich mit „armer NICHT-Kunst“: In der SZ (31.5.12) spricht Kia VAHLAND mit Carolyn Christov-Bakargiev, der künstlerischen Leiterin der documenta, unter anderem auch über Kunst für TIERE und "Werke nichtmenschlicher Produzenten". Documenta für HUNDE … „die neuen Frauen“ & Männer ?! „HUNDE sind die neuen Frauen“ – so titelt die SZ vom 31.Mai: Im Streitgespräch mit Kia VAHLAND behauptet die Italo-Amerikanerin CCB, dass es zwischen FRAU und HUND „KEINEN fundamentalen Unterschied“ gebe. „Absolut NEIN …“. Auch nicht zwischen Männern und Hunden – alles habe „KULTUR“: „Die kulturelle Produktion der Tomatenpflanze ist die Tomate“, meint CCB. Weltsicht der BAKARGIEViade: CCB fordert „ein Wahlrecht für Hunde und andere Nicht-Menschen. „Nein. Abolut NEIN“ sagt die d13-Frau: es gebe „keinen Unterschied zwischen menschlicher Kunst und tierischen Ezeugnissen“ – UNGLAUBLICH dumm! HUNDE brauchen auf der d13 einen Skulpturen-PARK: als „Ort zum Denken“ für die Hunde. „Auch Hunde denken“, glaubt CCB – und Schmetterlinge zeigt die d13 einen „Garten für Schmetterlinge“, denn „der soll den Schmetterlingen gefallen, nicht den Menschen“! Kein KITSCH sei der d13-CCB-Kalender mit HUNDE-Fotos, Ich berichtete. CCB teile nicht die Weltsicht der Moderne. RELIGION sei Politik und die KUNST „war immer politisch“, bahauptet CCB. Die d13 wolle öffentlich „Grundlagenforschung“ betreiben. Sie sagt: „Ich weiß vieles nicht: ÖKönnte der HUND eine Grammatik schreiben, wenn man ihm die Möflichkeit gäbe?“ … VERARSCHUNG der SZ-Feuilletonistin K.V. ???

wernerhahn

02:46

01 / 06 / 12 // 

Unabhängig - KOSTENLOS - nicht kommerziell!KUNST-KRITIK

D (13)-CCB: work in progress ... unabhängig KOSTENLOS - nicht kommerziell! DOCUMENTA-Institution & dOCUMENTA (13) der C.C. Bakargiev (CCB). eBOOK art-&-science: documenta-Institution (60) - ebook MYHEIMAT: http://www.myheimat.de/hessen/gladenbach/themen/do... - 60 ARTIKEL mit vielen Bildern. Kombinationen zum Thema: documenta-Institution + ... documenta-Demokratisierung (29), documenta 13 (27), BAKARGIEViade (20), documenta-Reform (12), documenta (8), CCB (7), Ai Weiwei (6), OCCUPY-documenta (4), Kunstfreiheit (4), Kunstbetrieb (4), Volker Bouffier (4), Kunstkritik (4), Kulturpolitik (3), Joachim Gauck (3), Bernd Leifeld (3), Kunst (3), Carolyn Christov-BAKARGIEV (3). eBOOK auch in: DOCUMENTA-Institution QUO VADIS?! Anti-Kunsthistorikerin Carolyn Christov-Bakargiev & die Frage: Geht die DOCUMENTA (13) jetzt (CCB-hündisch) zugrunde? GIEßENER ZEITUNG: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/67039/documenta-13-work-in-progress-performance-seit-3-jahren-kritik-an-der-bakargieviade-ccb-plattform-zu-d13-kunst-infarkt-gz-ebook/

wernerhahn

09:56

01 / 06 / 12 // 

HUNDE-documenta: schlechteste Documenta aller Zeiten (NZZ)

Christian Saehrendt – Mann mit (unkritischem) Buch zur d13 - berichtet in der NZZ vom Documenta-Fieber, das die documenta-Stadt Kassel im Griff habe "wie ein Malaria-Schub": "Wird es eine Documenta der Superlative? Mit der geheimnisvollsten Künstlerliste aller Zeiten? Mit den magersten Kunstwerken? Mit der unprofessionellsten Pressearbeit? Mit der versponnensten Theorie-Begleitung? Mit der arrogantesten Chefkuratorin? Es wird, so viel ist sicher, die schlechteste Documenta aller Zeiten.“ …. http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/kunst\_architektur/kasseler-geruechtekueche\_1.17117259.html

wernerhahn

17:27

01 / 06 / 12 // 

Hundekalender - Anti-Kunsthistorikerin CCB/DARSI

D13-WICHTIG: dOCUMENTA (13) dog-calendar Der ungewöhnliche, 18monatige Hundekalender von April 2011 bis September 2012 gültig, von Carolyn Christov-Bakargiev konzipiert, zeigt verschiedene Hund-Mensch und zwei Katzen-Mensch-Beziehungen, fast ausschließlich Tiere von an der dOCUMENTA (13) beteiligten Künstlern und Kuratoren. die zugleich hinter die Kulissen der heutigen Kunstwelt blicken lassen und aufzeigen, was derartige Beziehungen über unsere vielgestaltigen Universen aussagen. (König-Buchhandlung)

wernerhahn

11:23

02 / 06 / 12 // 

Wird Joachim GAUCK Kunstfreiheit und Willkürverbot für HUNDE fordern?

Documenta-INFARKT: documenta-Institution mutiert zur DOGuMENTA – Wird Joachim GAUCK Kunstfreiheit und Willkürverbot für HUNDE fordern? Hellmuth Karasek philosophiert WEITERLESEN: Gießener Zeitung online:http://www.giessener-zeitung.de/giessen/?page=content\%2Farticle\_detail.php&docid=67333&source\_page=&sitenr=0#bottom Früher hätte ich „respektlos gefragt, ob die Künstlerin und frühere Chefin des Museums Castello Tivoli in Turin Tomaten auf den Augen hat“ – so H.K.. WITZIG Karasek: Mich erinnert ihre Weltsicht an die Geschichte von dem Mann, der mit einer Kröte auf dem Kopf zum Arzt kommt. "Wie ist denn das passiert?", fragt der Arzt. Antwortet die Kröte: "Den hab ich mir eingetreten." Klarheit habe Karask jetzt: "Nicht der Fußballer ist das Subjekt, der Ball entscheidet die Richtung, in die er fliegt." Das hat sich Arjen Robben sicher auch gesagt, als er zwei entscheidende Elfmeter für Bayern München in den Sand gesetzt hatte. Aus München wurde "Vizekusen". Der Philosoph & Kritiker: Darf man sprachlich gesehen, oder auch philosophisch, zwei Elfer in den Sand setzen? Fragen wir den Sand. Oder die Sandflöhe. Die Documenta-Chefin zitiert H.K.: "Auch Hunde denken. Wir zeigen einen Garten für Schmetterlinge. Der soll den Schmetterlingen gefallen, nicht den Menschen." In der documenta Stadt Kassel (HESSEN) wisse man nun künftig, „warum uns die Schmetterlinge in den Bauch fliegen und wo der Hund begraben liegt. Und in Kassel steckt der Strauß den Kopf in den Sand.“

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