Akt Now!

Aktfotografie

Akt Now: Gastón Torres
Gastón Torres: Catalina, 2011

AKT NOW: GASTÓN TORRES

Unsere Serie präsentiert jede Woche die besten Aktbilder internationaler Fotografen. Diesmal: Gastón Torres

Was reizt Sie an dem Thema Akt?

Auf der einen Seite die Schönheit des weiblichen Körpers, auf der anderen die Möglichkeit, einen Teil dieser intimen und geheimen Welt zu entdecken und zu zeigen.

Wie weit würden Sie gehen? Gibt es Tabus?

Ich glaube, sowohl Kunst als auch Fotografie haben das Tabu des nackten Körpers hinter sich gelassen. Ich weiß nicht, wie weit ich gehen würde, aber ich weiß, dass es Dinge gibt, die ich nicht zeigen würde – aber da geht es eher um Gewaltdarstellung.

Wann wird ein Akt zum Kunstwerk?

Das ist schwer zu sehen. Ich denke über meine Arbeit nicht als Kunst nach, ich versuche zu tun, was mir gefällt. Ich nehme nicht Kamera und sage: „Lasst uns ein Kunstwerk produzieren.“ Ich mache einfach. Es gibt zu viele Aktbilder, die als Kunstwerke geschaffen wurden, mir aber nichts sagen. Das soll meinen Arbeiten nicht passieren.

Gibt es inspirierende Vorbilder?

Ich mag die Werke von vielen Fotografen, die aber nicht direkt mit Akten zu tun haben: Alec Soth, Rineke Dijkstra, Sally Mann, Ryan McGinley und eine lange Liste.

Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich außerdem?

Porträts. Ich interessiere mich für Menschen mit großer Leidenschaft. Ihre Gestalt, ihre Augen, ihre Stimmung, die Kleider, die Pose, das Licht. All die Details, die bei einer Person und einem Foto zu jeder Zeit und überall einzigartig sind.

Welches Projekt würden Sie gerne einmal realisieren?

Ich arbeite an einer Serie von Porträts im Mittelformat. Ich würde sehr gerne ein Buch daraus machen.

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