15 / 10 / 2010
Ai Weiwei
London
MADE IN CHINA
Es knirscht unter den Füßen, man läuft wie auf einem Kieselstrand. Deswegen ziehen einige Besucher wohl auch Schuhe und Strümpfe aus, um das sommerliche Gefühl hervorzurufen. Ein wenig komisch sehen sie aus in ihrer herbstlichen Kleidung, mitten in der riesigen ehemaligen Turbinenhalle der Tate Modern.
Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich die vermeintlichen Kiesel jedoch als Sonnenblumenkerne in ihren gestreiften Schalen. Daher auch der Titel von Ai Weiweis Installation: "Sunflower Seeds". Doch auch das trügt: In Wirklichkeit sind sie aus Porzellan. 100 Millionen Stück, Made in China, jedes von ihnen aus China nach London geschafft. Und jedes von ihnen von Hand bemalt, mit drei zarten Strichen, die aus dem grauen Porzellan einen Sonnenblumenkern machen. Hergestellt wurden sie in der südchinesischen Stadt Jingdezhen, seit mehr als 1 000 Jahren bekannt für ihre Porzellanmanufakturen. Auch heute wird dort noch handbemaltes Porzellan produziert. Jeder einzelne Kern wurde von Hand geformt, dann gebrannt und schließlich bemalt, oft von Frauen, die sie mit nach Hause nahmen.
Hat Ai Weiwei selbst auch einige der 100 Millionen Kerne bemalt? "Zwei oder drei, aber die waren wirklich nichts wert", gesteht der chinesische Künstler. Sonnenblumenkerne, so erläutert er, nehmen in der jüngsten Geschichte Chinas eine besondere Stellung ein: Während der Kulturrevolution wurde Mao Zedong oft mit der Sonne verglichen und das Volk mit Sonnenblumen, die sein Gesicht anbeten. Außerdem waren und sind sie billige Knabberware. Wie immer bei Ai Weiwei verbirgt sich auch bei "Sunflower Seeds" unter der Einfachheit der Ausführung eine Fülle von Bedeutungen. Die auf einer Fläche von 1 000 Quadratmetern zehn Zentimeter hoch verteilten Porzellankerne sprechen von Massenproduktion und Handwerk, vom Individuum und der Masse, von Hunger und Anbetung von Idolen.
Die Installation stellt, wie die meisten anderen in der jährlichen Unilever Serie in der Turbinenhalle, die Frage nach der sozialen und kulturellen Bedeutung von Kunst. Nach Beendigung der Schau Anfang Mai nächsten Jahres werden die Kerne wieder nach China geschafft, in Ai Weiweis Atelier. Noch weiß er nicht, was er mit ihnen machen will. Die Frage ist natürlich: Werden es wirklich alle sein? Die Versuchung ist groß, sich mindestens einen in die Tasche zu stecken. Die Tate wäre nicht so glücklich über eine solche Aneignung, doch der Künstler ist da anderer Ansicht: "Wenn ich ein Besucher wäre, würde ich einen einstecken."
15 / 10 / 2010
33 Leserkommentare vorhanden
E. Cornell
13:53
15 / 10 / 10 //
Ein Illusionist
Ein Illusionist wie Ai Weiwei und die Propagandisten dieser Kunstszene benutzen die gleiche ungebildete Naivität der Besucher für ihre Zecke, die früher die Kirche instrumentalisiert hat, indem sie Ablassscheine an die ungebildeten "Gutgläubigen" verkaufte. Heute nennen die Kunstprofis, dass was sie veräußern 'Kunst' - früher wurde nur ein Stück des Himmels verkauft. In vergangenen Zeiten sind die Menschen auf Scharlatane hereingefallen, die ihnen versprachen, das Jesus wieder erscheinen würde oder sahen in Toasts, auf Fensterscheiben, in Weizenfeldern das Gesicht Marias. Heute fallen leider immer wieder 'kulturinteressierte' Menschen auf diese Illusionisten herein und pilgern an Orte, wie die Tate Modern.
Kopi
17:05
15 / 10 / 10 //
??!?
Welche Illusion Herr Cornell? Die Sonnenblumenkerne aus Porzellan geben nicht vor, mehr zu sein, als sie sind...
E. CORNELL
19:33
15 / 10 / 10 //
...eine Fülle von Bedeutungen?
Herr Kopi, bitte lesen Sie die Aussage von Ai Weiwei: "Sonnenblumenkerne, so erläutert er, nehmen in der jüngsten Geschichte Chinas eine besondere Stellung ein: Während der Kulturrevolution wurde Mao Zedong oft mit der Sonne verglichen und das Volk mit Sonnenblumen, die sein Gesicht anbeten. Außerdem waren und sind sie billige Knabberware." Und dann wird drauflos interpretiert: "Wie immer bei Ai Weiwei verbirgt sich auch bei "Sunflower Seeds" unter der Einfachheit der Ausführung eine Fülle von Bedeutungen." Also wirklich nur: "Sonnenblumenkerne aus Porzellan, die nicht mehr vorgeben, als sie sind..." Dies ist innerhalb des westlichen Kunstmarktsystems der Schachzug eines Künstlers, der mit dem Nicht- oder Halbwissen (über die chinesische Kultur) des westlichen Betrachters spielt und dadurch erst eine "Kunst"-illusion erzeugen kann.
NMW
19:19
17 / 10 / 10 //
E.CORNELL
Sie haben absoulut recht was die Illusion betrifft. Ich als Künstler denke oft über den Vorteil des halbwissen nach. Dennoch geht es bei jeder Ausstellung nicht um die Beurteilung der "Größen/Prominente" in der Kunswelt, sondern richtet sich an den "Otto-normal-Betrachter", der vielleicht kein "Kunstverständnis" aufweißt, aber genau deshalb eine reine, persöhnliche Interpretation hat. Die meisten Besucher, werden nichts über die Verbindung mit Maozedong erfahren, die Wirkung ist individuell und deshalb hat der Künstler seinen Job getan. Auch wenn ich Aiweiwei kenne, sage ich als neutrale Person, dass er keine Kunstillusion bewusst anstrebt. Und natürlich haben sie recht dass die Thematik uns im Westen allseits bekannt ist, dennoch ist die Verpackung differenziert. Meiner Meinung nach, geht es nicht um "gut", "schlecht", "Illusion", "keine Illusion". Es geht um die Auslösung von Emotionen, Diskussionen. ----
NMW
19:27
17 / 10 / 10 //
E. CORNELL
ein paar schlüsselsätze wurms http://www.youtube.com/watch?v=-y3RW9pwJfI
Werner Hahn
21:13
17 / 10 / 10 //
L’art-pour-l’anti-art“
L’art-pour-l’anti-art“: Kunst NICHT wegen KUNST und Erkenntnis: Skrupelloser Gigantismus. Bei der großen Porzellan-„Sonnenblumenkerne“-Installation des Star-Anti-Künstlers Ai WEIWEI, der als Andy-WARHOL-Nachfolger hochgelobt wird, handelt es sich um NICHT-Kunst á la Duchamp. Auf dem Tate-Modern-Teppich aus Abermillionen handbemalter, wie Scherben knirschender Porzellansteinchen, kann rücksichtslos herumgetrampelt werden: ohne sich schuldig zu fühlen, ein „Kunstwerk“ mit Füßen zu (be)treten. Dissident Weiwei macht Dinge gerne kaputt: zerschmettert Urnen und stückelt Antiquitäten; die auch (so d12-„Template“) als Holz-Turm vom Sturm zerfetzt werden können. Vergeudet wird hier Mühe der Jingdezehen-Arbeiter für ein angebliches Kraftwerk mit vermeintlicher „KUNST“-Symbolik. Wurde MAO als Sonne in China dargestellt, die Arbeiter als den Führer bewundernde Sonnenblumen, ist hier Weiwei die „Sonne“. Im „Kunst-Kapitalismus“ soll angeblich chinesisches Kunst-Handwerk reanimiert werden. Die Tate führt hier vor, wie NICHT-Kunst groß gemacht wird: á la Weiweis Anti-Kunst-Aktion „Farytale“ – documenta 12 (BUERGELiade googeln)- mit 1001 Chinesen – gecastet und in Kassel einquartiert. Nobelkomité, der Nobelpreis für Liu Xiaobo und Ais Porcellankörnchen haben nichts gemeinsam. Dass Weiweis Blog unterdrückt wird, ist zu verachten.
Werner Hahn
21:15
17 / 10 / 10 //
Ai WEIWEIs Pleiten – Pech – Pannen
Pleiten – Pech – Pannen mit Anti-KUNST-Porcellan-Kerne-Readymade: Die Besucher des Kunsttempels „Tate Modern“ konnten nur 3 Tage lang das neueste Ai Weiwei Werk betreten: Der 1000 Quadratmeter-Teppich sollte ja begehbar sein bis Mai 2011. Nun ist es wie beim Template-Sturm in Kassel, der zur d12 die vermeintlich Symbolik zerschlug: giftiger STAUB ist es, so dass ANTI-Kultur darzustellen – zu „Mao Tse-tung im Sonnenlicht - umringt vom Volk und Sonnenblumen“ – misslingt. Denn die kostenfreien Tate-Besucher sollten ja nach Herzenslust auf dem Kunstwerk umherwandeln. Jetzt aber müssen sie sich wortwörtlich „aus dem Staub machen“. Das neo-duchampistische 10 cm hohe Anti-Kunst-Werk ist seines „kunst“-revolutionären Reizes beraubt. „Betreten verboten“, zu viel Gift-Staub! Staub-Einatmen könne gesundheitsschädlich sein. Ai-WeiWei-Fans sind mutmaßlich sehr traurig. Ai hat der Installtions-Änderung zustimmen müssen. Nun können die Unilever-Porcellan-Ready-mades nicht mehr vom Kunstvolk in gewollte Richtungen ge- & zertreten werden (…); Symbolik der Anti-Knabber-Ware „Fehlanzeige“?! Aus mit der Symbolik des Knirschens unter den Sohlen. Die Polit-Installation sollte mit ALLEN Sinnen erfahren werden! Klauen erschwert. Nur 2-3 Porcellan-Kerne hat „Anti-Kunst-Sonne Ai“ selbst bemalt. Ist Ai ein (…)-Ausbeuter?
NMW
22:40
17 / 10 / 10 //
---
Herr Hahn, Maurizio Cattelan tut es, Erwin Wurm tut es, Jeff Koons tut es, Takashi Murakami tut es, ich glaub ihnen fehlt ein gewisses Insiderwissen. Denn alle genannten Herrschaften, sowie etliche andere Künstler lassen anfertigen. Sei es wachsfiguren, Gußeisenobjekte oder was auch immer. Aiweiwei's vermeintliche Antiquitäten Objekte sind Duplikate, wieder fehlt es ihnen an Genauigkeit. Ich komme aus China uns weiß bestens bescheid. Desweiteren gibt es keine "Andy Warhol Nachfolger" wenn es überhaupt einen gibt dann wäre es Murakami, und a la Duchamp gibt es auch nicht, es gibt Surrealisten, Dadaistem und Aiweiwei. Eigentlich versteh ich überhaupt nicht, woher sie die Gabe haben zu behaupten was Kunst, anti-Kunst und besonders NICHT-Kunst sei!? Entschuldigen sie wenn ich sage, dass das Wort NICHT-Kunst widerlich ist.
E. CORNELL
04:46
18 / 10 / 10 //
Strukturen und Strategien
Alles kann Irgendwie erklärt werden. Kunst wird es dadurch nicht! Maurizio Cattelan, Erwin Wurm, Jeff Koons, Takashi Murakami und natürlich auch Ai Weiwei haben die Strukturen und Strategien des westlichen Kunstmarktes studiert und benutzen diese Strukturen für ihre Geldvermehrungsstrategien. Kurzfristig werden sie viel Geld mit ihren Kunststücken machen. Langfristig werden sie nicht mal in den Fussnoten der Kunstgeschichte vorkommen und in der Bedeutungslosigkeit versinken.
werner hahn
06:43
18 / 10 / 10 //
WURMstichige NICHT- bzw. Anti-Kunst (1)
Hallo „NMW“: Maurizio Cattelan, Erwin Wurm, Jeff Koons, Takashi Murakami sollten Sie mal jeweils googeln: zusammen mit „werner hahn“: Sie werden sehen, dass das WWW vieles ausspuckt, was ich zu den Herren KRITISCH geschrieben habe; mit Bildbeispielen. Auch zu Herrn WURM: Von der „Auferstehung der Kunstkritik“ war die Rede (taz) und vom „Elend der Kritik“ (monopol). In DIE ZEIT kommentierte ich Hanno RAUTERBERGs Artikel zur unkritischen Kunstkritik hierzulande: http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2010/08/19/debatte-um-unkritische-quotkunstquotkritiker-hanno-rauterbergs-pl. Ich diskutierte, ob „Kunst“-Kriterien (oder Nicht-Kunst bzw. Anti-Kunst-Kriterien) bei der Auswahl der documenta-13-Macherin eine Rolle gespielt haben. KEINE überflüssige Frage; denn ENTKUNSTUNG und ERWEITERTER KUNSTBEGRIFF sind die „großartige“ Masche seit vielen documentas in Kassel (Beuys & Co). Mit ersten „arme Kunst“-Werken (Meteorit als Kunst) zeigt die BAKARGIEViade derzeit wie sie NICHT-Kunst und ANTI-Kunst nach Kassel befördert. Dazu Artikel von mir im Web; mit a&s-Bildern. Googeln Sie, was ich über Jeff Koons, Takashi Murakami schrieb, dann erkennen Sie, dass sie mit Ihrer These „ich glaub ihnen fehlt ein gewisses Insiderwissen“ – FALSCH liegen. Gegen das „Kunst“-Herrschaften-anfertigen-lassen habe ich nichts, auch ich praktizierte es. Dass ich die „Gabe haben zu behaupten was Kunst, anti-Kunst und besonders NICHT-Kunst sei“, sollten Sie auch googeln.!
werner hahn
06:57
18 / 10 / 10 //
„Wahnwitzkünstler“ Erwin WURM (…) (2)
Auch die Provokationen des „Wahnwitzkünstler“ Erwin WURM in DIE ZEIT kritisierte ich: Gemeint ist z.B. der „lachsfarbene Feuilletonersatz, acht Seiten immerhin, bei dessen Gestaltung der Wiener Bildhauer Erwin Wurm freie Hand hatte, mit welcher er freiweg eine ‚soziale Skulptur’ daraus formte, den Platz groß-lettrig in ‚44 Vorschläge’ modellierte, eine ‚Anleitung zum Gemeinsein’.“ – „Warum nur mag sich darüber niemand aufregen?“ – so fragte O.J. in der FAZ. Oliver Jungen vermisste (erwartete) KUNST-KRITIK. Bei allem Elend der Kritik wartete er vergebens. Nichtsdestotrotz veröffentlichte ich FAZ.Net den folgenden Kommentar zum „Fall WURM“: Skandal, Skandal (…)! ruft man, wo es doch um einen vollendeten Wiener SCHMARREN (etwas Geringwertiges) geht. Der österreichische „Psycho-Terror-Bildhauer“ ist für die einen ein armes, elendes duchampistisches WÜRMchen, in dem der WURM sitzt. Ein lustiger Nicht-Kunst & Antikunst-„Künstler“, der auf der d13 (documenta 13 der C.C.-BAKARGIEV) Chancen hat. „Arme Kunst“ („Arte Povera“) ist eines der Steckenpferde von CCB. Über den Wiener WURM - den Professor mit "One Minute Sculptures", entmaterialisierten Do-it-yourself-NICHTKUNST-Werken etc. - lohnt sich kein Aufregen. „Anything goes“ lehrt uns doch der „erweiterte Kunstbegriff“ (Beuys & Co., Entkunstungs-Strategien). Das „Feuilleton“ benötigt eben manchmal den „Skandal“: Seiten der Print- und Online-Medien müssen gefüllt werden. Nichts gegen DIE ZEIT: Siehe mehr in http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2008/12/11/darwinjahr-anythinggoeskultur-entkunstungsinitiativen-erweiterter . Meine Position zu Ai Weiwei: http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2009/11/21/\%E2\%80\%9Ehaus-der-deutschen-kunst\%E2\%80\%9C-ai-weiwei-\%E2\%80\%9Eso-sorry\%E2\%80\%9C-\%E2\%80\%93-\%E2\%80\%9Eentartete-kuns EBENDA Links zu bebilderten Artikeln von mir zu Ai WEIWEI. Siehe auch aktuell: http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2010/10/12/ai-weiwei
werner hahn
07:21
18 / 10 / 10 //
Ai WEIWEI & die documenta-Institution (3)
Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei hat den mit 10 000 Euro dotierten Kasseler Bürgerpreis „Das Glas der Vernunft“ erhalten. „Kassel ist die Stadt, in der die besondere Aufmerksamkeit für mein Werk geboren wurde“, sagte der Künstler bei der Preisübergabe. Ai Weiwei wurde für sein künstlerisches Werk und sein kritisches Auftreten China gegenüber geehrt. Bei der Documenta 2007 brachte der 1957 geborene Künstler 1001 Chinesen nach Kassel und eine filigrane Holz-Konstruktion „Template“ aus Türen und Rahmen zerstörter chinesischer Häuser: Anti-Kunstwerke. Nicht nur das künstlerische Werk, sondern auch Ai Weiweis Einsatz gegen Unrecht in China wurden gewürdigt. „Er ist ein Vorbild für alle, die sich nicht durch Machtwillkür und Unterdrückung zum Schweigen bringen lassen“, sagte Hessens Kunst-Ministerin Eva Kühne Hörmann (CDU). Zur Freude von Nichtkunst- und Anti-Kunst-Ideologen ging der BÜRGER-Preis an Ai Weiwei. Zum Stinkefingerangriff Ais auf die documenta-Institution mehr im Internet. Unbekannt ist NICHT-Insidern: Kommerz-Seilschaften hatten Ais „Fairytale“-d12-Projekt zur BUERGELiade entwickelt – mit dem Sammler & Ex-Botschafter Uli Sigg (Schweiz); 3 Mill. Euro stifteten die Kommerz-Seilschaft Galerie Urs Meile (Luzern) - Leister Foundation - Erlenmeyer Stiftung. Hessen und der Bund bedankten sich. Staats-Politikern ist der Kultur/Kunst-Begriff egal! Vgl. auch „Mahnmal der 100 Verrisse“ zur BUERGELiade im Internet; Fiasko und Scheitern der d12. „Fuck off“ lautete Weiweis Stinkefinger-Angriff auf die documenta-Macht-Institution, die später zur d12 einlud. Dagegen, dass meine Steuergelder in die documenta-Stadt-d12 flossen, protestierte ich. Siehe auch aktuell: http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2010/10/12/ai-weiwei-chinas-justiz-verletzt-rechte-dank-nobelkomit\%C3\%A9-amp-liu- Mehr im Buch „Documenta-Demokratisierung“.
NMW
11:40
18 / 10 / 10 //
Werner Hahn, E.Cornell
Meine Lieben, Kunst bringt man nicht durch Theorien auf einen Nenner, es gibt keine Abweichung der Norm. Es ist für mich die Rückkehr zur Primitivität. Kunstwerke stehen für sich und sollten bei der Betrachtung nicht auf den Macher leiten. Wer mit einer Arbeit was anfangen kann und wer nicht, entscheidet sowieso jeder selbst. bei Wurm zB. ich habe 3 Einzelusstellungen gesehen, da sagte ich damals, "ich musste schmunzeln". Murakami? Auch nicht wirklich meine Thematik, aber er bringt uns, im Westen aufgewachsenen, das japanische otaku Phänomen näher. Dass Geld eine Rolle spielen muss, tja, Frank Stella, Julian Rosefeldt, gingen beide schonmal in ihrer Hochphase fast pleite, da sie ihr gesamtes Hab und Gut in ein noch größeres Projekt steckten wie zuvor. Allein an Materialkosten... Weiwei lebt alles andere als in Saus und Braus, ich sah sein Atelier. Wie fast jeder Künstler hat er Assistenten. Nach einer Polizeiattacke in China erlitt er starke Hirnblutungen, er recherchierte nämlich für seine große Einzelausstellung im Haus der Kunst München. Jawohl ich komme aus China und ich weiß, dass sein Leben ähnlich eingeschränkt ist wie das Leben der Frau von Liu Xiaobo. Waren sie schonmal in China? Shanghei? Besser sie fahren mal nach Peking und gerne bitte auch in die ländliche Gegend und nehmen sich einige Übersetzter mit und sprechen mit den Leuten. Ich glaube eher sie versuchen zwanghaft Aufmerksamkeit durch die Pauschalisierung der strategischen Methoden einiger Popstar Künstler zu erregen. Sie sind sehr angespannt, ich würde ihnen mehr Ruhe und Gelassenheit empfelen ohne sie provozieren zu wollen. Um zurück zu Erwin Wurm zu kommen, ich habe ihn an der Angewandten in Wien besucht, wissen sie ich habe in meinem Leben unzählige Menschen getroffen, weil das genau mein Leben definiert, und kann sagen, dass W ein einfacher humorvoller Österreicher ist, der trotz seines Rangs völlig auf dem TEPPICH steht. Was er hasst sind "Intelligente Ar***l*cher" um das mal kurz zu fassen, denn von ihnen gibt e
NMW
11:46
18 / 10 / 10 //
Werner Hahn, E.Cornell
s einfach zu viele, Als Prof. bevorzugt W Schüler die aus der Reihe tanzten, Ausreißertypen. Und kein Mensch, das sage ich nachdem ich mit unzähligen Menschen in meinem Leben sprach, ist in der Lage auch nur eine ansatzweise richtige Beurteilung über einen anderen zu fassen ohne ihn ein einziges mal getroffen zu haben. Einordnung, Pauschalisierung, Erbsenzählerei, Abstempeln, hilft uns alle nicht weiter. Absolut jede Meinung ist willkommen, solange sie rein ist.
NMW
11:46
18 / 10 / 10 //
Werner Hahn, E.Cornell
s einfach zu viele, Als Prof. bevorzugt W Schüler die aus der Reihe tanzten, Ausreißertypen. Und kein Mensch, das sage ich nachdem ich mit unzähligen Menschen in meinem Leben sprach, ist in der Lage auch nur eine ansatzweise richtige Beurteilung über einen anderen zu fassen ohne ihn ein einziges mal getroffen zu haben. Einordnung, Pauschalisierung, Erbsenzählerei, Abstempeln, hilft uns alle nicht weiter. Absolut jede Meinung ist willkommen, solange sie rein ist.
Lee Kun Meng
15:46
18 / 10 / 10 //
NMW für wen arbeiten sie?
NMW für wen arbeiten sie? Nach einer Polizeiattacke in China erlitt Ai Weiwei angeblich starke Hirnblutungen, ging in ein Münchner Krankenhaus und war - nach ein paar Pressephotos - schnell wieder gesund. Wäre Ai Weiwei ein Dissident, wäre er wie Liu Xiaobo im Gefängnis. Ich weiß, dass sein Leben nicht eingeschränkt ist wie das Leben der Frau von Liu Xiaobo, sie hat Hausarrest. Mit seinem amerikanischen Reisepass kann Ai Weiwei rund um die Welt reisen. Bitte bleiben sie bei der Wahrheit (真相).
NMW
17:17
18 / 10 / 10 //
mr. lee
Ich arbeite für niemanden. Ich habe auch nur sagen wollen dass er unter Beobachtung steht. Ein Freund weiweis kann den Krankenhausaufenthalt bestätigen, er ist niemand geringerer als Chris Dercon. Außerdem gibt es nicht viele Pressefotos von weiwei.
werner hahn
18:20
18 / 10 / 10 //
NICHT-Kunst-als „Kunst“ ist widerlich! (A)
E.C. erhebt seine mahnende, warnende Stimme der WAHRHEIT wegen ungehindert zu RECHT: die NICHT-Kunst und auch Anti-Künstler haben „die Strukturen und Strategien des westlichen Kunstmarktes studiert und benutzen diese Strukturen für ihre Geldvermehrungsstrategien“. Wie z.B. die staatliche Institution „documenta“ mit ihren „Kunststücken“ verfährt, habe ich in 4 Büchern (nachlesbar) zur privatrechtlich getarnten GmbH-documenta-Instution dokumentiert. Propagandisten der „documenta-Kunstszene“ (auch dpa-„Experten“) benutzen die gleiche ungebildete Naivität der Besucher für ihre Zecke, „die früher die Kirche instrumentalisiert hat (…)“ an die „ungebildeten ‚Gutgläubigen’“. Heute nennen manche NICHT- und ANTIKUNST-Profis, das, was sie veräußern, nur 'Kunst' - so sieht es E.C. richtig. Und: „Heute fallen leider immer wieder 'kulturinteressierte' Menschen auf diese Illusionisten herein und pilgern an Orte, wie die Tate Modern“. Und zur „documenta“ in die documenta-Stadt Kassel. Pauschalisierungen – liebe/r NMW – sollten nicht sein.
werner hahn
18:25
18 / 10 / 10 //
NICHT-Kunst-als „Kunst“ ist widerlich! (B)
Dass Weiwei „alles andere als in Saus und Braus“ lebt, wurde mir in MÜNCHEN in der Haus-der-Kunst-Ausstellung (zwei bebilderte Artikel schrieb ich dazu) nicht bewusst. Sie sahen sein Atelier: Dass er – wie „fast jeder Künstler“ (?) Assistenten hat, dagegen spricht absolut nichts. Der korrupte Kunstbetrieb und Markt ermöglicht es ihm aber; mir als MARKT-Unabhängiger nicht. In München traf ich ein junges Studentenpaar aus CHINA; WeiWei sei in China nahezu unbekennt (…), sagten sie. Wenn SIE Herr/Frau NMW meinen, ICH versuchte etwa „zwanghaft Aufmerksamkeit durch die Pauschalisierung der strategischen Methoden einiger Popstar Künstler zu erregen“, so IRREN SIE gewaltig. Sie haben meine Tipps in Links nicht gelesen! DANK aber dafür, dass Sie (uns) „mehr Ruhe und Gelassenheit empfehlen“. Man lässt sich als Künstler MIT seriöser KUNST (und K-Theorie/Naturtheorie) nicht „provozieren“. Was „W“ gegen "Intelligente Ar***l*cher" hat verstehe ich: mutmaßlich ist er frustriert, dass er keine „intelligente KUNST“ machen kann. (…)? LKM sagt in „art“ zu Ihnen: „Mit seinem amerikanischen Reisepass kann Ai Weiwei rund um die Welt reisen. Bitte bleiben sie bei der Wahrheit (真相).“ Bitte lesen SIE NMW in DIE ZEIT online was ich zu Ai WEIWEI schrieb: (…) "Heute brilliert die sehenswerte Mammut-Schau 'So Sorry' des chinesischen Regimekritikers Ai Weiwei im HdK. Die Begriffe Ornament und Verbrechen werden mit 'So Sorry' erörtert. Diskutiert wird, ob Weiwei, der der documenta-Institution den 'Stinkefinger' gezeigt hat, in der BRD künstlerische Immunität besitzt? (…)" Vorbemerkung zu/in: http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2009/11/21/\%E2\%80\%9Ehaus-der-deutschen-kunst\%E2\%80\%9C-ai-weiwei-\%E2\%80\%9Eso-sorry\%E2\%80\%9C-\%E2\%80\%93-\%E2\%80\%9Eentartete-kuns
NMW
19:42
18 / 10 / 10 //
meine lieben
Jawohl, jeder Künstler der an einer Akademie oder Hochschule lehrt hat ein oder zwei Assistenten, Ja Weiwei ist in China absolut unbekannt, tja gesunder Menschenverstand sollte das wohl erklären liebe Freunde (aber falls nicht, einfach die Thematik der Arbeiten anschauen und mit chinesischer zeitgenössischer Politik vergleichen). Wer sich mit (seiner) Kunst beschäftigt hat, muss nicht zwangsweise nach Geldgier der Künstler filtern. Weiwei will lediglich ein größeres Publikum erreichen, was ist falsch daran? Documenta und der Rest hin oder her, die Kunst ist nicht abhängig von solchen Instituten, sehr wohl andersrum. Da sind wir uns alle einig, aber der Grund warum ich mich an der Diskussion beteiligt habe, ist, ob hier wirklich jemand die Gabe hat zu entscheiden was intelligente Kunst ist und was nicht. Falls dieser Herr unter uns ist, dann wäre die Kunst geeicht. Und wenn ich mich irre Herr Hahn, was ich hin und wieder tue, dann erläutern sie mir lieber die Sachlage aus ihrer sicht und weisen bitte nicht verdächtig oft auf ihr Buch hin, sonst glaube ich noch, dass sie durch die "angebliche Korruption" auch ein Stück vom Kuchen verdienen wollen :-). Da sie die Förderungen von Weiwei deart kritisieren wie oben genannt, weiß ich natürlich, dass sie nie an einer Akademie für bildende Kunst studiert haben können. Aber das mit der Documenta erläutern sie doch bitte in kurzen Worten hier bei uns, vrzeihen sie bitte wenn bei mir die zeit drängt.
NMW
19:44
18 / 10 / 10 //
meine lieben
ich glaube dass jeder gesunde Kunstbegeisterte, Künstler, Kritiker am besten weiß, was "Nicht-Kunst" bedeutet, sofern es "Nicht-Kunst" überhaupt gibt, natürlich gibt es sie nicht :-)))).
werner hahn
04:58
19 / 10 / 10 //
Ai Weiwei ist in China absolut unbekannt (…)
Liebe/r NMW: Danke Ihnen, dass Sie als Chinese und Freund/in (?) Ais bestätigen (was ich zuerst nicht glauben konnte): „Ja Weiwei ist in China absolut unbekannt, tja gesunder Menschenverstand sollte das wohl erklären liebe Freunde (aber falls nicht, einfach die Thematik der Arbeiten anschauen und mit chinesischer zeitgenössischer Politik vergleichen)“. Ai WEIWEI gab mir übrigens die Genehmigung seinen STINKEFINGER auf dem Cover meines Buches (gerichtetet gegen die documenta-Institution; zu „Documenta Demokratisierung“) abzubilden. Uns verbindet auch künstlerisch, dass Ai Objekte erstellt und installiert hat, die viel mit meiner „ars evolutoria“ zu tun haben; ich wies auf 2 Artikel mit Bildern dazu hin. „Weiwei will lediglich ein größeres Publikum erreichen, was ist falsch daran?“: Nichts ist FALSCH daran! Meine Kritik richtet sich an die, die auch z.B. Eduard BEAUCAMP angreift, wenn er von „Kunst-Erneuerung“ spricht; die INNOVATION und ORIGINALITÄT (z.B. science art) im Kunstbetrieb blockieren. Mehr dazu http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2010/01/29/kultureller-symmetriebruch-kunst-gefordert-eduard-beaucamp-faz
werner hahn
05:10
19 / 10 / 10 //
Was intelligente Kunst ist und was nicht
„Was intelligente Kunst ist und was nicht“? – Wer darüber Aussagen macht, „EICHT“ natürlich KUNST NICHT! Seit Jahrzehnten befasse ich mich mit dem Thema: Habe Kunstbeurteilungskriterien erstellt; siehe Web und meine Homepage. Einigermaßen objektivierbare Kriterien der Kunstbeurteilung gibt es, nur wollen die Machthaber sie nicht wahrhaben und anwenden. Sie (Herr/Frau NMW) UNTERSTELLEN mir, ich würde „verdächtig oft“ auf mein Buch hinweisen: welches meinen SIE eigentlich? - ich habe mehrerer Bücher geschrieben (Autor, als Herausgeber). Sie disqulifizieren sich selbst, wenn sie schreiben: dass ICH „durch die ‚angebliche Korruption’ auch ein Stück vom Kuchen verdienen wolle“. Hab’s nicht nötig. (D.h.: Korrupt zu sein.). JA: Nie an einer Akademie für bildende Kunst habe ich studiert; aber KUNSTERZIEHUNG studierte ich; mit prima Examen und jahrelanger Praxis. Ich hätte wohl nie „ars evolutoria“ entwickelt, wäre ich bloß „Kunst-Akademiker“ einer „Kunst“-Akademie gewesen! „Das mit der Documenta erläutern sie doch bitte in kurzen Worten hier“: WEN’S INTERESSIERT, der findet alles auf der Homepage von mir; mal googeln bitte. Intelligente KUNST machen übrigens KOONS & MURAKAMI als KITSCH-Macher NICHT; die – wie CORNELL sagt – nach dem „Kurzfristig-viel-Geld-mit-Kunststücken-Machen“ m.E. danach „langfristig“ (…) „nicht mal in den Fussnoten der Kunstgeschichte vorkommen und in der Bedeutungslosigkeit versinken“ werden. Von „Letalmutanten“ kultureller Evolution sprach ich: im „Stammbaum der bildenden Kunst“.
marcelo martinez vega
13:03
19 / 10 / 10 //
sonnen Blumen
Sonnenblumen stammen aus Südamerika ,eben haben wir mitgewirkt ,keine angst vor Künstler die das leben Bereichen. love euch.Marcello Don Quijote der Schwarzwald
werner hahn
13:22
22 / 10 / 10 //
Ai WeiWei: Kultur-Dissident und/oder Selbstdarsteller?
Weiweis Anti-Kunst präsentiert nicht das Unverwechselbare, NICHT innovativ Neues und Originalität. Dass er in China nahezu unbekannt ist, zeigt, dass er ein Nischen-Dasein lebt: Mit seiner „Kulturproduktion“ ist er auf den westlichen Weltmärkten des Kunstbetriebs – besonders in Europa und der BRD (siehe Haus der Kunst, documenta12) erfolgreich. Aber deswegen ist Ais nicht staatstreue „Kunst“ noch lange nicht wichtig! Seine Anti-Kunst, die westlichen Kunstbegriffen entspringt (Marcel Duchamp und Folgen), ist m.E. nicht in der Lage zur Versöhnung der chinesichen Gesellschaft beizutragen. Als „freier“ Aktivist hat Weiwei – anders als der Fall des FRIEDENs-Nobelpreisträgers Liu Xiaobo – keine Haftstrafe zu verbüßen. Ai Weiwei ist ein Beispiel dafür, dass Chinas Führung erstaunliche Freiheiten für Künstler erlaubt. Selbstdarsteller Weiwei (siehe Tate Modern als „Sonne“) ist kein Angestellter einer chinesischen staatlichen Einrichtung, lebt NICHT (wie andere Nicht-Kulturdissidenten) vom gut organisierten Kulturmarkt in China. Das Unterdrücker-Image der Staatsmacht China kann auf Weiwei eigentlich nicht bezogen werden. Wenn auch Weiwei bei westlichen (unkritischen) Presse-Medien gut ankommt. Ausgewogen ist die westliche wohlwollende Berichterstattung zum „Fall Weiwei“ sicherlich nicht. Als „kultureler Dissident“ wird Ai zum heroischen Widerstandskämpfer hochstilisiert – obwohl an Weiwei politische Unterdrückung nur begrenzt wahrnehmbar ist (das momentane Homepage-Abschalten z.B.). An schlimmen Repressalien der Staatsmacht hat Ai nicht zu leiden; anders Liu XIAOBO, der gewiss kein Selbstdarsteller wie der performance-ANTI-Kunst-Spezialist Ai ist. Weiwei hat sich gekonnt der westlichen KUNST-MARKT-Bedürfnislage angepasst, was nichts über Ais Bedeutung für die positive kulturelle EVOLUTION (Kunst-Geschichte/Wissenschaft) aussagt.
werner hahn
07:02
06 / 11 / 10 //
Ai WeiWei unter Hausarrest (…)
Der Protestkünstler Ai Weiwei wurde in seinem Pekinger Haus festgesetzt: „Ai Weiwei steht ab sofort unter Hausarrest bis zum 7. um 24 Uhr“, teilte der 53-Jährige per Twitter mit. Ai wurde festgesetzt, weil er zu einer Party mit Flusskrebs-Servieren („Hexie“-Essen zwecks „Harmonisierung“ (1)) anlässlich der Zwangsschließung seines Shanghaier Studios eingeladen hatte. Das Studio will die Stadtregierung nur zwei Jahre nach der Unterzeichnung einer 30-jährigen Nutzungsvereinbarung jetzt abreißen. Zur Friedensnobelpreisvergabe an Liu Xiaobo hat Ehefrau Liu Xia 143 prominente Aktivisten und Regimegegner am 10. Dezember nach Oslo eingeladen. Ob Liu Xia die Ehrung ihres Mannes persönlich entgegennehmen darf, ist noch ungeklärt. Die Parteiführung befürchtet, dass der Nobelpreis ihre Autorität untergraben könnte. Seit Wochen läuft eine Propaganda-Welle, die Lius Auszeichnung als „Einmischung in interne Angelegenheiten“, „Beleidigung der chinesischen Justiz“ und „westliche Verschwörung zur Eindämmung Chinas “ bezeichnet. Europäische Botschafter in Oslo bekamen chinesische Noten zugestellt, in denen sie vor der Teilnahme an der Preisverleihung gewarnt werden. Auch Deutschland wurde auf diese Weise mit „Konsequenzen“ gedroht. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes hält Deutschland an seiner Teilnahme an der Zeremonie fest. Angela Merkel (CDU) & Guido Westerwelle (FDP) haben öffentlich gefordert, Liu aus der Haft zu entlassen und zur Preisverleihung nach Norwegen fliegen zu lassen. (1)Auf dem Fest hatte der Aktionskünstler tausende Flusskrebse servieren wollen. Auf Chinesisch heißen diese Krebse "Hexie", ähnlich wie das ideologische Konzept von Staats- und Parteichef Hu Jintao von der "Harmonie" (Hexie) in der Gesellschaft. Sowohl Regierung als auch Kritiker benutzen den Begriff Harmonie für ihre Zwecke. Kritiker allerdings im übertragenen Sinne für "zensieren", "unterdrückt werden" oder Verfolgung allgemein.
werner hahn
10:05
11 / 11 / 10 //
POSSEum Ai WEIWEI
Posse um Aktionskünstler Ai Weiwei: Der groteske kulturpolitische Streit zwischen dem chinesischen Konzeptkünstler Ai Weiwei und der Stadt Shanghai um den erzwungenen Abriss seines einst im Shanghaier Auftrag gebauten Ateliergebäudes nimmt „kafkaeske Züge“ an: Zwei Tage nach seiner Freilassung erhielt der Künstler ein offizielles Amtsschreiben, er möge nach Shanghai kommen. Sein dortiges Ateliergebäude müsse nicht nur wie angekündigt abgerissen werden. Die Demontage des eine Million Euro teuren Baus habe der Künstler außerdem selbst, bis zum 21. November und auf eigene Kosten zu besorgen. "Ich habe jetzt noch zehn Tage Zeit. Das ist absurd", sagte Ai Weiwei der WELT. Die chinesische Regierung korrigiere eben nie Fehler, sondern entscheide nur nach Gutdünken. "Wer ihr nicht gehorcht, den nimmt sie fest." Bezirksbeamte hätten ihn aufgesucht und auch ihm finanzielle Entschädigung angeboten. Aber er dürfe kein Aufhebens davon machen. Zum Abriss-Beschluss vermutet Ai Weiwei, dass er den Shanghaier Behörden durch seine zunehmend politisch engagierte Aktionskunst gefährlich schien. Wenn auch die Shanghaier Behörden eingriffen – Ai in Peking festhielten -,.die Party fand zwar ohne mich statt. Dennoch kamen 800 Leute", so Ai Weiwei zur WELT. Seine Bekanntheit als internationaler Künstler schütze ihn, sagt Ai Weiwei, vor noch Schlimmerem. Mehr in http://www.welt.de/print/die\_welt/kultur/article10863153/Wer-sich-kuemmert-ist-ein-Verbrecher.html.
AU WEIA
13:04
25 / 11 / 10 //
Jungs rotiert Euch nicht langsam die Birne?
Illusionist - ungebildete Naivität - Sonnenblumenkerne - Halbwissen - weil ich als Künstler nämlich... - Ottos Normalbetrachter - giftiger Staub - Saus und Braus - Tucki Washemati - Mueakaschi Kaschita - Kaffi Matezu -Mack i Katze Maschuti - Anda Rocowol - Jeffi kunnes - Lachsfarbige Povera - anygoes things - Schwürmchen - Wurmbefall - Nichtdestotrotz - ENTKUNSTUNGSINIZIATIVE............?
werner hahn
16:47
15 / 02 / 11 //
KUNST-Entkunstung (...)/ZENSUR?
Fotos vom Freitod der RAF-Terroristen wurden 1977 von Kunstmarkt-Superstar Gerhard RICHTER in diffuse Abstraktionen à la KLOROLLE überführt. Warum G.R. mit den „ideologisch verbrämten Terroristen“ tote Menschen UNSCHARF malte, das „Wesentliche im Banalen zu finden“ hoffte, versucht die SZ (14.2.11) zu eruieren. Und die SZ bemerkt: Seit 1989 „haben diese Bilder für Anwürfe gesorgt“ – weil G.R. „nicht die Opfer, sondern die Täter“ bildwürdig fand – Frage: WARUM nur…? Die SZ hat keine Antwort! Zum Fall KIEFER/O.b.LADEN: Osama bin Laden habe am 11. 09. 2001 in New York ‚das perfekteste Bild geschaffen, das wir seit den Schritten des ersten Mannes auf dem Mond gesehen haben’, dabei sei es ihm nicht um einen terroristischen Akt gegangen, sondern allein darum, symbolträchtige Bilder zu produzieren, ist in Medien (FAZ, Welt) zu lesen. Der Buchhandels-Börsenverein sollte Anselm Kiefer den Friedenspreis aberkennen; und als potenziellen Preisträger für 2011 wird von der „Welt“ Illich Ramirez Sanchez - genannt Carlos, der Schakal – vorgeschlagen. Vielleicht bekommt ja auch der documenta-Anti-Künstler Ai Wei Wei als ANTI-Kunst-Mensch den Friedenspreis: Dass die Selbstdarstellung des K-MARKT-Stars in Ullens Zentrum für Gegenwartskunst (UCCA) - des belgischen Sammlers & Industriellen Guy Ullens (!) im Pekinger Künstlerviertel 798 torpediert wird, ist zu verstehen. Die Veranstalter wollten die Ausstellung "aus politischen Gründen" auf Oktober verschieben; SAMMLER-& Industriellen Macht ….? (dpa-Meldung 15-2-11.)
werner hahn
20:33
15 / 02 / 11 //
CHINA & KUNSTMARKT-Star Ai WEIWEI ...
Tunesien / Ägypten – CHINA & KUNSTMARKT-Star Ai WEIWEI: Terror und ZENSUR - http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/45885/tunesien-aegypten-china-and-kunstmarkt-star-ai-weiwei-terror-und-zensur/
werner hahn
20:14
02 / 03 / 11 //
ULLENSsche UCCA-Spekultion & WeiWei
Multimillionärs-Ehepaar ULLENS (UCCA) & Kunst-Spekulation (1): Ich schrieb, dass die Selbstdarstellung des K-MARKT-Stars in Ullens Zentrum für Gegenwartskunst (UCCA) - des belgischen Sammlers & Industriellen Guy Ullens (!) im Pekinger Künstlerviertel 798 torpediert werde; dies sei zu verstehen: Die Veranstalter wollten die WeiWei-Ausstellung "aus politischen Gründen" auf Oktober verschieben; SAMMLER-& Industriellen Macht ….? Als 2007 das Ullens Center for Contemporary Art (UCCA) eröffnet wurde, war die Welt voller Lob für die Institution, die in den gigantischen Räumen einer alten Waffenfabrik in Peking schnell eine Anlaufstelle für Künstler und Kunstliebhaber aus Ost und West wurde. Die beiden kunstlenkenden MULTI-Millionäre verdanken ihr Vermögen dem Zuckergeschäft und haben vor rund zehn Jahren, „nicht ohne Ironie, die Mehrheitsbeteiligung am Diät-Konzern Weight Watchers gekauft“. „Guy und Myriam heben ihre Unterstützung für Chinas Künstler auf ein neues Niveau“, steht auf ihrer Website, indem sie mit dem UCCA angeblich „ein Gegengift für die profithungrige und immer mehr kommerzialisierte Kunstszene bereitstellen.“ Zwar habe das belgische Ehepaar Ullens schon des Öfteren Werke zu Auktionen eingeliefert - der Umgang mit der Sammlung sei „dynamisch“, schreibt die FAZ v. 14.2.11: Doch es sei etwas anderes, 106 zeitgenössische Werke auf einmal auf den Markt zu werfen. „Dabei handelt es sich hauptsächlich um Arbeiten, die sie früh von den Künstlern erworben haben und die damals einen Bruchteil der Preise kosteten, die sie jetzt damit erzielen wollen. Gerade die chinesischen Zeitgenossen haben innerhalb kurzer Zeit eine so exorbitante Wertsteigerung erfahren, dass die scheinbar kritische Einstellung der Ullens gegenüber der marktorientierten Kunstszene eine Wohltat war.“
werner hahn
20:17
02 / 03 / 11 //
ULLENSsche UCCA-Spekulation & Ai WeiWei (2)
Zentrum für Gegenwartskunst der Multimillionär-Sammler Guy und Myriam Ullens in Peking steht vor dem Aus (2): Umso mehr sieht es nun so aus, als ob auch sie mit Kunst spekulierten, wenn sie Künstler, an deren Ruhm sie mit Ausstellungen und Leihgaben aktiv mitgearbeitet haben, en masse wieder abstoßen, so die FAZ. Der vormals entstandene Eindruck, da entwickle sich inmitten des von kommerziellen und politischen Zwecken hochgradig durchsetzten Pekinger Kunstgeflechts eine Zone, in der sich die chinesische Kunstöffentlichkeit über sich selbst klarwerden könne, auch im Austausch mit dem internationalen Diskurs, wird nicht mehr so gesehen. Siehe FAZ v. 21.2.11: „Die Mission in China ist gescheitert“ - Das ambitionierte Zentrum für Gegenwartskunst der Sammler Guy und Myriam Ullens in Peking steht vor dem Aus. Vermutlich war es von Anfang an eine Illusion, dass jemand von außen kommen und etwas Fertiges hinstellen kann. Ein Ende mit Ankündigung? (Mark SIEMONS): „Unter den Pekinger Künstlern setzte sich der Eindruck fest, bei dem Ullens Center handle es sich einfach um ein kommerzielles und opportunistisches Unternehmen wie jedes andere, das im Übrigen unverwechselbar „westlich“ sei. Ai Weiwei will sich nicht zensieren lassen: Der Künstler lehnt deshalb eine Ausstellung in "Ullens Zentrum für Gegenwartskunst" des belgischen Sammlers und Industriellen Guy Ullens in Peking komplett ab. Mit Zucker haben das belgische Multimillionärs-Ehepaar Guy und Myriam ULLENS ein Vermögen verdient: Jetzt soll auch ein Teil ihrer Sammlung für stramme Gewinne sorgen. Gut hundert Werke liefern sie bei Sotheby's in Hongkong ein, berichtete die FAZ, die fragt: „ War die kritische Haltung zum Markt mit chinesischer Gegenwartskunst nur eine Pose?“ (Lisa Zeitz)
werner hahn
16:40
08 / 04 / 11 //
Mao-STINKE-Finger WeiWeis...
Künstler leben gefährlich: In CHINA – wie derzeit AI WEIWEI. Kunstbetrieb vor brisante Fragen: „Müsste die Ausstellung als Zeichen gegen die Repression nicht besser wieder geschlossen werden?“ (BRD-Aufklärung, Peking) – „Oder sollte sie besser als Bühne für Oppositionelle dienen? (...) Die deutsche Seite hatte ihm (WEIWEI) aber für Ende April eine Ausstellung in Berlin in Aussicht gestellt. Ob er kommen wird, ist offen. (...) Dürfen etwa deutsche Architekten für den Glanz der Machthaber bauen?" etc. KULTUR-DIALOG?: - Die "Auseinandersetzung um Kunstfreiheit" MUSS endlich in der BRD debattiert werden: siehe im www: Stichwort "Documenta-Demokratisierung" & BUERGELiade / BAKARGIEViade. Vgl. dpa-Artikel: Streit um Ai Weiwei - http://www.mittelhessen.de/hessen\_und\_welt/buntes/boulevard/423444\_Protest\_oder\_Schweigen\_Streit\_um\_Ai\_Weiwei.html?em\_cnt=423444. 3sat – Kulturzeit – zeigte am 7.4., dass Ai Weiwei seine Verhaftung geahnt hat. Und den STINKE-Finger WeiWeis auf ein MAO-Gebäude gerichtet, Analog documenta-stinkefinger Foto zur BUERGELiade. Wer in China von "harmonisieren" spricht, meint oft - "zensieren" oder "unterdrücken". Mehr als a&s-performance in „Polizei-Staat CHINA: Neue REPRESSALIEN gegen Anti-Künstler Ai Weiwei“ (http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/48560/polizei-staat-china-neue-repressalien-gegen-anti-kuenstler-ai-weiwei/).- Ebenda kommentare & Bild von WeiWeis EHEFRAU erstmals öffentlich - 7.4.11 - Lu QING ... – UND Bild d12-Stinkefinger.
