Christi Geburt

Alte Meister

Jede Menge Stoff für große Maler
"Kaisheimer Altar: Anbetung der hl. drei Könige" (1502) von Hans Holbein dem Älteren (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, Alte Pinakothek)

JEDE MENGE STOFF FÜR GROßE MALER

Vorbei die vorweihnachtliche Hektik, die Feiertage sind da und damit endlich Zeit, das zu tun, was man gern mag: Zum Beispiel mal wieder einmal ein Museum besuchen. Viele Häuser haben schon am ersten Weihnachtstag wieder normal geöffnet. Machen Sie sich doch mal auf die Suche nach den schönsten Darstellungen der Weihnachtsgeschichte! Zur Einstimmung zeigen wir Ihnen eine ganze Reihe schöner Gemälde von Alten Meistern
// PETRA BOSETTI

Denn die Geschichte, die der Evangelist Lukas der staunenden Nachwelt von der Geburt Christi hinterlassen hat, birgt jede Menge Stoff für Maler: Eine Hochschwangere, zurückgewiesen von bösen Herbergswirten, kommt in einem schäbigen Stall nieder. Dann tut sich Unglaubliches: Ein strahlender "Engel des Herrn", wie Lukas schreibt, erscheint den Hirten auf dem Feld und erzählt von der Geburt eines "Messias". Frohlockend steigt eine Schar des "himmlischen Heeres", vulgo: Engel, in die irdischen Niederungen. Auch die Tiere sind irgendwie friedfertiger als sonst. Und als Krönung kommen drei mit kostbarsten Geschenken (Gold, Weihrauch, Myrrhe) beladene Fürsten aus dem Morgenland, geleitet von einem hellen Stern, zur Gratulationscour in den Stall. Sie gelten deshalb als Erfinder der Weihnachtsgeschenke.

Die Anbetung steht fast immer im Mittelpunkt – kein großes Museum, das nicht mehrere Illustrationen der Weihnachtsgeschichte besäße. In der Alten Pinakothek München sind es Beispiele von Rogier van der Weyden (1399/1400 bis 1464), von Hans Holbein d.Ä. (um 1465 bis 1524), von Rembrandt Harmensz. Van Rijn (1606 bis 1669) oder Giovanni Battista Tiepolo (1696 bis 1770). Dresden besitzt "Anbetungen" von Joos van Cleve (1485 bis 1540), Giromalo da Santa Croce (um 1480/86 bis 1556) oder Lucas Cranach d.Ä. (1472 bis 1553).

In der Berliner Gemäldegalerie trifft der Besucher auf eine besonders schöne "Heilige Familie mit den Engeln" (um 1410/15) eines niederrheinischen Meisters, auch die Mitteltafel aus dem "Dreikönigsaltar" (1506/07) von Hans Baldung Grien, sowie "Anbetung der Heiligen drei Könige" (um 1455) vom Meister der Darmstädter Passion zählen zu den Glanzstücken des Hause.

Der Hamburger Kunsthalle gehört "Die Weihnacht" von Meister Francke (um 1383 bis 1436) oder eine "Anbetung der Hirten" von Antonis van Dyck (1595 bis 1641). Und das Frankfurter Städel-Museum, das ohnehin schon mehrere Bilder zum weihnachtlichen Thema besitzt, bekam im vergangenen Jahr just zu Weihnacht ein Triptychon, das bedeutendste Gemälde des "Meisters der von Grooteschen Anbetung", das auf seiner Mitteltafel die "Anbetung der Heiligen Drei Könige" vor einer Ruine zeigt. Die soll an den Palast König Davids in Bethlehem erinnern.

Öffnungszeiten an den Feiertagen

Gemäldegalerie, Berlin: 24.12. geschlossen, 25./26.12. 10–18, 31.12. geschlossen, 1.1. 12–18. Gemäldegalerie Alter Meister, Dresden: 24.12. geschlossen, 25./26.12. 10-18, 31.12. 10–14, 1.1. 14–18. Städel-Museum, Frankfurt/Main: 24.12. geschlossen, 25./26.12. 10–18, 31.12. geschlossen, 1.1. 11–18. Kunsthalle Hamburg: 24./25.12. geschlossen, 26.12. 10–18, 31.12. 10-15, 1.1. 12–18, Wallraf-Richartz-Museum, Köln: 24./25.12. geschlossen, 31.12./1.1. geschlossen, Museum der bildenden Künste, Leipzig: 24.12. geschlossen, 25./26.12. 10–18, 31.12. geschlossen, 1.1. 10-18, Alte Pinakothek, München,: 24./25.12. geschlossen, 26.12. 10–18, 31.12, geschlossen, 1.1. 10–18, Staatsgalerie, Stuttgart: 24./25.12. geschlossen, 26.12. 10-18, 31.12. 10–14, 1.1. 12–18.

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