Performance-Künstlerin Carolee Schneemann in Frankfurt

Befreite Körper

Carolee Schneemann gilt mit ihren körperbezogenen Happenings als Pionierin der Performance-Kunst. Jetzt widmet das Frankfurter Museum für Moderne Kunst der US-amerikanischen Künstlerin eine große Retrospektive.
Befreite Körper

Carolee Schneemann: "Eye Body: 36 Transformative Actions for Camera", 1963

Diese mit dem Museum der Moderne in Salzburg konzipierte Schau kommt zur rechten Zeit: Vor wenigen Wochen hat die in Pennsylvania gebürtige Schneemann auf der Biennale in Venedig einen Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk erhalten. Bis 24. September ist im MMK jetzt das facettenreiche Werk der heute 77-jährigen Carolee Schneemann zu sehen, die in vielen künstlerischen Genres zu Hause ist. In der Frankfurter Ausstellung sind rund 270 Arbeiten zu sehen. Kuratorin Sabine Breitwieser spannt darin einen Bogen von der früheren Malerei Schneemanns bis zu zeitgenössischen Installationen.

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Strecken Teaser

Im Zentrum stehen aber Schneemanns experimentellen Filme und Performances - mit sich selbst als Hauptperson. Schneemann versucht in ihrem "kinetischen Theater", der männlichen Perspektive einen eigenen Blick auf Sexualität und Erotik entgegenzusetzen. Mit am bekanntesten wurde die Künstlerin mit "Meat Joy" (1964). In dem Film zelebriert sie den menschlichen Körper als erotisches Ritual. Im Anschluss an Frankfurt wandert die Ausstellung ins MoMA PS1 in New York.

Ausstellung im MMK