Haus-Rucker-Co

"Rahmenbau oder Landschaft im Dia" ist ein Kunstwerk der ehemaligen Architekten- und Künstlergruppe Haus-Rucker-Co. Die Installation wurde 1977 zur Documenta 6 in Kassel entworfen und steht seitdem an der Ostseite des Friedrichsplatzes oberhalb der Karlsaue und der Orangerie. Nach dem Ende der Ausstellung war die Zukunft des als "Wahrzeichen der Documenta 6" gewerteten Objekts zunächst nicht geklärt. Die Kasseler Sparkasse kaufte das Werk und sicherte seinen Verbleib in der Stadt.

Drei Rundgänge durch die Geschichte der Documenta bietet Kassel-Marketing in Zusammenarbeit mit der Documenta-GmbH: Auf der Website www.documenta-historie.de kann man einen digitalen Guide herunterladen. Damit wird man zu den jeweiligen Außenkunstwerken aus vergangenen Documenta-Schauen geleitet. Friedrichsplatz (Länge: 600 Meter), Karlsaue (1,5 Kilometer) und Stadtraum (5,8 Kilometer) stehen zur Auswahl.

Guiseppe Penone

"Idee di Pietra" von Guiseppe Penone ist eine neun Meter hohe Bronzeskulptur, die einen blattlosen Baum darstellt, dem die Zweige abgeschnitten wurden und dessen Äste sich in einen Granitfindling verfangen zu haben scheinen. Guiseppe Penone war der erste Künstler, der als Teilnehmer der Documenta 13 von Kuratorin Carolyn Christov-Bakargiev bekanntgegeben wurde. Er hatte die Bronze-Skulptur 2008 anlässlich der Kunstbiennale in Sydney geschaffen. Der Baum wurde bereits im Juni 2010 als erstes Kunstwerk der Weltkunstausstellung am Rande der Kasseler Karlsaue installiert und von da an von der Bevölkerung nur noch "Penone-Baum" genannt.

Jonathan Borowsky

Auf der Mitte des Friedrichsplatzes stand während der Documenta 9 der heimliche Publikumsliebling: "Man walking to the sky" - der Himmelsstürmer - von Jonathan Borowsky. Das 25 Meter lange Stahlrohr mit einem himmelwärts schreitenden Mann aus Fiberglas steht jetzt auf dem Platz vor dem KulturBahnhof.

Walter de Maria

Der Künstler Walter de Maria hat zur Documenta 6 im Jahr 1977 ein ein Kilometer tiefes Loch in die Kasseler Innenstadt gebohrt, und anschließend lange massive Messingstäbe von fünf Zentimetern Durchmesser zu einem Kilometer ineinandergesteckt in die Erde eingelassen: "Vertikaler Erdkilometer"

Thomas Schütte

Der deutsche Künstler Thomas Schütte hat 1992 sein aus Keramik glasiertes Kunstwerk "Die Fremden" platziert. Ursprünglich waren es 12 Figuren und Gegenstände wie Einkaufstaschen, Gefäße, Koffer. Schütte thematisierte die brisant geführte Debatte um das Asylrecht. Die Figuren stehen im Kontext mit den Figuren auf dem Fridericianum. Dort die ehrwürdigen Repräsentanten von Kultur und Wissenschaft und hier die Ausgegrenzten an gleicher Stelle. Ein Teil der Figuren wurde vom Leffers-Konzern für 210 000 DM gekauft und der Stadt geschenkt.

Drei Rundgänge durch die Geschichte der Documenta bietet Kassel-Marketing in Zusammenarbeit mit der Documenta-GmbH: Auf der Website www.documenta-historie.de kann man einen digitalen Guide herunterladen. Damit wird man zu den jeweiligen Außenkunstwerken aus vergangenen Documenta-Schauen geleitet. Friedrichsplatz (Länge: 600 Meter), Karlsaue (1,5 Kilometer) und Stadtraum (5,8 Kilometer) stehen zur Auswahl. 

Max Neuhaus

Max Neuhaus ist ein Pionier im künstlerischen Umgang mit Klängen im Raum. Er geht von der Beobachtung aus, dass unsere Wahrnehmung ebenso von dem bestimmt wird, was wir hören, wie von dem, was wir sehen. So benutzt er eine vorhandene Situation als Grundlage für ihre neue Gestaltung mit Tönen und Klängen. Zur Documenta 9, 1992, schuf er für das Treppenhaus des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes der AOK in Kassel an der "Schönen Aussicht" das Klangwerk "Three to One". Das documenta forum Kassel e.V. hat die "Patenschaft" für das Kunstwerk in der AOK übernommen.

Joseph Beuys

Joseph Beuys beschrieb seinen Plan mit seiner bei der Documenta 7 im Jahr 1982 vorgestellten sozialen Plastik "7000 Eichen", so: "Ich werde an sehr schwierigen Plätzen im Zentrum der Stadt beginnen. Dort sind die Standorte sehr schwierig, weil der Boden mit Asphalt und Steinplatten versiegelt und mit technischen Infrastrukturen wie Strom- und Postleitungen belegt ist. Im Zentrum der Stadt ist das Pflanzen von Bäumen am notwendigsten für die Menschen, die dort in einem städtischen Zusammenhang leben."

Per Kirkeby

An das Ende der Documenta-Halle schließt sich die "Raumskulptur" von Per Kirkeby. Der Künstler hat in den sechziger Jahren Geologie studiert und begann anschließend zu malen und zu schreiben. 1966 entstanden erste Arbeiten aus Backstein. Seine Skulpturen sind als Plastiken zu verstehen, da sie in ihrer Form geometrisch reduziert sind und immer im Zusammenhang mit ihrer Umgebung gesehen werden müssen.Der strenge, klare Bau kontrastiert mit den schwungvollen Kurven und Bögen der Documenta-Halle. Per Kirkebys Skulptur erinnert an ein Mäandermotiv. Von außen wirkt die Arbeit sehr kompakt, doch wenn man hindurch geht, öffnet sich die Skulptur von weitem wie ein Haus. Der Gegensatz von geschlossenen und transparenten Körper- und Raumverhalten wird in dieser Arbeit verbunden. Die Skulptur ist 8 Meter hoch und wurde in Zusammenarbeit mit Auszubildenden der Lehrbaustelle Kassel gemauert. Es entstand eine Folge von drei Räumen durch 6 x abgewinkeltes Ziegelmauerwerk aus Wasserstrichstein.

Claes Oldenburg

Am Fuldaufer steht die Spitzhacke von Claes Oldenburg, die zur Documenta 7 in 1982 enstand. Die "Spitzhacke" ist 12 Meter hoch, sieht aus als sei sie schwebend leicht, wiegt jedoch 5 Tonnen. Auf einem seiner Spaziergänge durch Kassel sah Oldenburg einmal hinter der Orangerie eine Spitzhacke in einem Erdhaufen stecken. Er fotografierte sie und stellte später im Umrissen ein Modell dieser Spitzhacke her. Ein Blick auf den Kasseler Stadtplan mit der etwa 6 Kilometer langen Wilhelmshöher Allee, die schnurgerade von Schloss Wilhelmshöhe in Kassels Zentrum führt, inspirierte ihn zu dieser Arbeit. Die Wilhelmshöher Allee endet am Brüder-Grimm-Platz, und Claes Oldenburg zeichnete auf dem Stadtplan eine Verlängerung dieser geraden Linie in östlicher Richtung ein. Dabei entdeckte er, dass diese Linie das Fuldaufer genau an der Stelle berührt, an der er die Spitzhacke fotografiert hatte. Er entschloss sich, sein documenta-Kunstobjekt eben an dieser Stelle zu platzieren, um die Beziehung der Spitzhacke zu der Stadt Kassel herzustellen.

Jimmie Durham

"This Stone is from the Mountain / This Stone is from the Red Palace" ist eine Arbeit von Jimmie Durham, der häufig mit dem Material Stein gearbeitet hat. Das Werk entstand zur Documenta 9 im Jahr 1992. Die beiden Steinstücke bestehen aus Sandstein. Jedes Stück ist etwa 50 cm x 50 cm x 50 cm groß. Das Kunstwerk befindet sich in der Kasseler Karlsaue an der Gustav-Mahler Treppe.

Drei Rundgänge durch die Geschichte der Documenta bietet Kassel-Marketing in Zusammenarbeit mit der Documenta-GmbH: Auf der Website www.documenta-historie.de kann man einen digitalen Guide herunterladen. Damit wird man zu den jeweiligen Außenkunstwerken aus vergangenen Documenta-Schauen geleitet. Friedrichsplatz (Länge: 600 Meter), Karlsaue (1,5 Kilometer) und Stadtraum (5,8 Kilometer) stehen zur Auswahl.