Gut kombiniert: Dank kreativer Outfit-Kombi mit Vintage-Flair vermutet man in Vivianes Kleiderschank sofort die coolsten Second-Hand-Schätze. Die 24-Jährige studiert Kunstwissenschaften und sieht fast so aus, als wäre sie in der hinter ihr abgebildeten Architekturlandschaft zu Hause.

Viviane, 24, Studentin der Kunstwissenschaften, vor einem Werk der koreanischen Künstlerin SEO

Monochrom: Rot ist die Farbe der Leidenschaft und die besitzt Hausfrau Irmgard für die Kunst. Mode ist vermutlich auch eine Obsession. Im bordeauxfarbenen Ensemble zeigt sie sich in Kombination mit schlichtem Wollschal und goldener Brosche besonders gut angezogen.

Irmgard, Hausfrau, vor Willi Sibers "Stiller Prunk"

Statement-Piece: Der Ballerina-Schuh ist ein echter Klassiker und wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Salvatore Capezio entworfen. Die Interpretation von Schuhdesignerin und Künstlerin Theresa nimmt Audrey Hepburns Lieblingsschuh die schlichte Eleganz und verwandelt ihn in tragbare Kunstobjekte.

Teresa, Schuhdesignerin und freie Künstlerin

 

Lebendige Leinwand: Mühlensteinkragen trug man im 16. Jahrhundert – oder heute als Foto-Print. Mona ist Kunstlehrerin und führt zur Art Cologne eines ihrer Lieblingsstücke aus.

Mona Kremer, Kunstlehrerin vor Ena Swanseas “Girl in a Club“, 91,5 x 122 cm

Rollkragen und Nichtfarben: Dr. Ingrid Skiebe ist selbst Künstlerin und zeigt Stilgefühl mit einem existenzialistischen Schwarz-Weiß-Look. Rollkragen gleich Spießertum? Fehlanzeige! Er funktioniert auch heute noch als Zeichen geistiger Freiheit und nonkonformistischer Rebellion. I-Tüpfelchen: die goldenen Details.

Dr. Ingrid Skiebe, Künstlerin, vor einem Werk von Christoph Ruckhäberle, Ohne Titel, 2016, Lack auf Leinwand, 200 x 300 cm

 

Geradlinig: Der grüne Zweiteiler mit grafischem Muster passt hier nicht nur zum Rest des Outfits, sondern auch zu Imi Knoebels Kunstwerk. Als Kuratorin und künstlerische Leiterin der Wiener Kunstmesse “viennacontemporary“ ist Christina Steinbrecher-Pfandt hier in ihrem Element und bewegt sich stilsicher durch die Kölner Messehallen.

Christina Steinbrecher-Pfandt, Leiterin der Kunstmesse "viennacontemporary" vor Imi Knoebels "Sommer 2009-4"

Typisch Künstler: Geologen, Museumstherapeuten und Boutiquebesitzer – auf der Art Cologne gibt es die unterschiedlichsten Typen zu entdecken. Mit dabei sind jedes Jahr natürlich auch viele Künstler. Bei diesem Pärchen haben wir sofort erraten, dass auch sie dazugehören.

Teyaen und Wolfgang, Künstler, vor der Installation “Martha“ von Tobias Hofknecht und Stephanie Stein

Detailverliebt: Auf den ersten Blick könnte man meinen, Gloria wäre unterwegs zum nächsten Go See bei Marc Jacobs. Den aufregenden Mustermix am unteren Bein kombiniert sie gekonnt zum schlichten Sweatshirt.

Gloria, Direktorin der Max Mayer Galerie vor Werken von Jef Geys

Glanzvoll:  Beim Beruferaten könnte man bei Olga glatt auf Modedesignerin tippen. Die glänzende Struktur ihrer Bluse lässt sie zwischen den Gemälden und Skulpturen der Messe selbst wie ein plastisches Kunstwerk wirken.

Olga, Direktorin der Galerie Temnikova & Kasela, vor Werken von Merike Estna

 

Lady in Red: Rot, rot, rot sind alle ihre Kleider – diese Dame hat Feuer. Beates Look ist perfekt abgestimmt und kommt mit Signalwirkung daher. 

Beate, Künstlerin und Museumspädagogin

  

Von Paris nach Köln: Stickarbeiten galten vor wenigen Jahren noch als Sinnbild des Spießertums. Dank Gucci oder Dolce&Gabbana ist der Handarbeits-Look in dieser Saison aber wieder voll en vogue. Lara weiß das – schließlich hat sie Modedesign studiert und ist mittlerweile in Paris für Kunst eingeschrieben. Die floralen Stickereien bilden einen tollen Kontrast auf ihrer derben Biker-Lederjacke.

Lara, Kunststudentin, vor Heinz Macks “Pink Horizon“, 2017

High Fashion: Vielen Besucherinnen der Art Cologne bringen zwar das nötige Kleingeld, aber weniger Gefühl für modische Kombinationen mit. Daneben ist Kunsthistorikerin Janine das perfekte Beispiel für eine erfolgreiche Frau mit bestem Stilgefühl und gekonntem Understatement.

Janine, Kunsthistorikerin, vor Gunter Fruhtrunks “Komposition“, 1973-74, Acryl auf Leinwand, 80x80cm

Blaues Wunder: Claudia steht gerade vor diesem Gemälde von Georg Baselitz, als uns die Frau in blau ins Auge fällt. Ihr Jeans-Outfit greift das lässige Image des blauen Baumwollstoffes auf und addiert Extravaganz durch gefranste Volant-Ärmel.

Claudia, im Einzelhandel tätig, vor Georg Baselitz' “Bald ist diese Zeit vorbei“, 2010

Comme des Garçons: Susanne und Todd haben jede Menge Spaß – auf der Art Cologne und auch an Mode. Todds Hose kommt von einem japanischen Designer. Die haben seiner Meinung nach die Nase vorn in Sachen Mode. Auch Susannes Outfit wirkt japanisch-avantgardistisch und könnte glatt Rei Kawakubos Werk sein.

Susanne, Kuratorin, und Todd, Galerist

Unseren Messebericht zur Art Cologne lesen Sie hier.