04 / 10 / 2007
Wien
Kunsthalle
LIEBE, TOD UND TRAUMA
Süße Qual und Herzenswunden: Die Metaphern der Liebe reichen zurück bis zu Petrarca, der im 14. Jahrhundert die Liebe selbst wie auch die unerfüllten erstmals in den Rang künstlerischer Diktion gestellt hat. Seither wird über die Jahrhunderte das stille Sehnen nach der Feuerlust der Liebe in immer andere Allegorien verpackt: sei es in der der Form sittlich-reglementierten Geschlechterlebens bei Pieter de Hooch, in der präraffaelitischen Idealisierung Dante Gabriel Rossettis, der symbolischen Fassung des Themas des im vom Pfeil durchdrungenen, blutenden Herz bei Tim Noble/Sue Webster bis zu Christian Jankowski. Der schlägt mit "Let’s get physical/digital" in seiner Behandlung des virtuellen Liebesverlangen eine Brücke zum Ideal der unerfüllten Liebe bei Petrarca. Ausgestellt werden u.a. Werke von Gustav Klimt, Franz von Stuck, Max Pechstein, Ernst Ludwig Kirchner, Dora Maar, Käthe Kollwitz, Elisabeth Peyton, Cy Twombly, Raymond Pettibon, Tracey Emin, Nan Golding, Martin Kippenberger. Kuratiert wurde die Schau von Belinda Grace Gardner (Hamburg). Die Ausstellung läuft vom 5. Oktober bis zum 3. Februar in Wien und wandert dann in die Münchner Villa Stuck. Sie wird abschließend in der Kunsthalle zu Kiel zu sehen sein.
04 / 10 / 2007
