Documenta 11: Kritik

Der große Spagat

Im Zentrum steht die bilderlose Kunst. Die Documenta 11 ist ein streng ins konzeptuelle Raster der Kuratoren gepresstes Mischwesen aus kritischer Weltbefragung und ästhetischer Inszenierung. Doch im Gedächtnis bleiben die Erlebnisräume, die sich ohne Vorwissen erfahren lassen. Ein kritischer Rundgang
Der große Spagat

Ein schauriges Puppentheater der misshandelten und auch sich selbst zerstörenden Kreatur lässt Künstlerin Annette Messager auf der Documenta 11 an den Strippen zappeln.

Das Paradies brennt. Gierig züngeln die Flammen im Unterholz eines weiten, üp- pig bewachsenen Tals. Ugan- da, das scheint der nur mit Geräuschen unterlegte Film "Aus dem Blauen heraus" von Zarina Bhimji (*1963 in Mbarara/Uganda; lebt in London) zu erzählen, ist ein dem Untergang geweihtes Land. Menschenleer der Flughafen von Entebbe, ausgestorben die vergitterten Militärbaracken; nur über die an der Wand aufgereihten Gewehre huscht der Schatten eines Mannes. Und über allem rast der Himmel im Schnellvorlauf dahin, so als wolle sich selbst eine Wolke nicht länger über diesem trostlosen Flecken Erde aufhalten.

Zarina Bhimji (art 7/2002) ist gelungen, was die besten Arbeiten auf dieser politischen, inhaltsschweren Documenta 11 auszeichnet und so sehenswert macht: Sie hat Bilder gefunden und zusammengefügt, die weit über die spezifische Fragestellung ihrer Arbeit hinausgehen und den Betrachter mit ihrer zwingenden Ästhetik in den Bann ziehen. Uganda steht hier nicht nur für einen Ort, der eng verbunden ist mit der Biografie der indischstämmigen Künstlerin, deren Familie einst nach Ostafrika floh, um 1972 durch Idi Amins Soldaten erneut vertrieben zu werden. Uganda steht für das verzweifelte Ringen der afrikanischen Länder um Autonomie und kulturelle Identität - und den langen Weg vom "Protektorat" zur selbständigen Nation, der, wie in Uganda, von Staatsstreichen, Militärputschs, Terror und Massenmord begleitet wurde.

Bhimjis Film "Out of Blue", die Art der Montage und die Kommentierung durch Tierstimmen, anschwellende Bässe und menschliches Seufzen, zeugen aber auch von der Skepsis der Kunst gegenüber dem Wahrheitsgehalt der Bilder. Die klassische Dokumentation, so die Erkenntnis aus vielen auf der Documenta vorgestellten Arbeiten, wird der Vielschichtigkeit der Realität nicht gerecht. Erst die Umsetzung von Realitätspartikeln in neue, abstraktere Anordnungen, komplexere Zusammenhänge und mehrstimmige Erzählformen führt zu einer (künstlerischen) Aussage, die sich von den Informationen, die beispielsweise ein journalistischer Beitrag im Auslandsressort des Fernsehens bieten kann, unterscheidet.

Die Königin der Documenta 11: Hanne Darboven

Die Documenta hält davon eine Menge Variationen bereit: Zu den eindringlichsten Arbeiten gehört die Videoinstallation mit 18 Bildschirmen und zwei Leinwänden von Chantal Akerman (*1950 in Brüssel; lebt in Paris): "Von der anderen Seite". In einer Kombination aus dokumentarischen Sequenzen, etwa aus den Infrarot-Überwachungskameras der Grenzpatrouillen, an Roadmovies erinnernden Szenen nächtlicher Autobahnfahrten und fester Kameraeinstellungen, die Alltägliches aufzeichnen, widmet sich Akerman dem Zusammenhang zwischen Einwanderungspolitik und Ausgrenzung. In einem nachtschwarzen Raum voller Monitore, zwischen denen man hin und her gehen kann, summieren sich die Bilder von der Grenze zwischen Mexiko und den USA auf mehreren Erzählebenen zu einer ergreifenden Ballade von staatlicher Kälte, wirtschaftlicher Abhängigkeit und sozialer Ausweglosigkeit.

Bhimji, Akerman - zwei von vielen Frauen auf dieser Documenta, die für die großen, visuell und inhaltlich überzeugenden, erschütternden Momente der Ausstellung sorgen. Nicht um die Quote geht es hier, sondern um die Kraft und Präsenz der Arbeiten. Beide befinden sich im Fridericianum - weniger das Herz dieser Documenta als vielmehr das Hirn. Auch Shirin Neshat (*1957 in Qazvin, Iran, lebt in New York) mit ihrer neuen Videoarbeit "Tooba", die Entdeckung Chohreh Feyzdjou (1955 bis 1996; geboren in Teheran; siehe art 7/2002) mit ihrem Lebenswerk "Boutique Produkt von Chohreh Feyzdjou" und die vertrackt auf sich selbst verweisenden, wunderschönen Installationen von JoeÈlle Tuerlinckx (*1958 in Brüssel), bei denen sogar der sonst so informative Kurzführer total versagt, sind hier versammelt.

Die Königin der Documenta 11, daran lässt auch der sonst geradezu peinlichst alle Wertungen und Hierarchien meidende Chefdiplomat und Documenta-Leiter Okwui Enwezor keinen Zweifel, ist Hanne Darboven (*1941 in München; lebt in Hamburg). In einer geradezu entrückten Präsentation sind die Blätter zu "Wunschkonzert" von 1984 und "Sextett für Streicher, opus 44" von 1998 bis 1999 sowie das gesamte "Kontrabasssolo, opus 45, 1998-2000" über die drei Etagen der Apsis dieser Kunstkathedrale ausgebreitet - Tausende Zeichnungen voller Zahlenkonstruktionen, die Darboven in musikalische Strukturen übersetzt. Vor der Installation entbietet ein kristallener Totenschädel unter Glas seinen Gruß an die Ewigkeit. Wann hat man je ein so sprödes Werk der Konzeptkunst so weihevoll barock präsentiert bekommen?

In der Führung der Besucher äußert sich ein durchdringender Wunsch nach Wahrnehmungskontrolle

Der zweite große Auftritt der Konzeptkunst harrt im Hauptsaal der ersten Etage seiner Vollendung - jenem aufgeladenen Ort, an dem vor 15 Jahren postum Joseph Beuys' Epochenwerk "Blitzschlag mit Lichtschein auf Hirsch" die deutsche Nachkriegsmoderne beendete. Wenn es ein Bild für die totale Abwesenheit des Bildes in der zeitgenössischen Kunst gibt, so ist es hier zu finden: In einem Glaskasten sitzen zwei Personen vor Mikrofonen. Sie lesen, Tag für Tag, die ganzen 100 Documenta-Tage lang, On Kawaras Zahlenwerk "Eine Million Jahre (Vergangenheit und Zukunft)", das seit 1970 in verschiedenen Formen besteht und weiterentwickelt wird.

Ähnlich wie Hanne Darboven wirken der Künstler On Kawara (*1933 in Kariya, Japan; lebt in New York, wurde am Eröffnungstag, dem 8. Juni 2002, genau 25373 Tage alt) und sein Werk dadurch, dass die verstreichende Zeit durch das Aufzeichnen von Daten nicht aufgehalten, aber doch registriert wird. Vorgelesen werden alle Jahre von 998031 vor Christus bis 1969 im Kapitel "Die Vergangenheit", und alle Jahre von 1999 bis zum Jahr 1001998 nach Christus im Kapitel "Die Zukunft".

Im Weihetempel der Minimal- und Konzeptkunst, in den sich das Fridericianum dieses Mal verwandelt hat, sind jedoch auch ein paar Ecken für die Schmuddelkinder der Szene reserviert: Als habe der alte Grantler den Saal nur mal eben verlassen, wirkt die totale, raumfüllende Chaos-Akkumulation "Die große Tischruine" des genialen Allround-Künstlers Dieter Roth (1930 bis 1998; geboren in Hannover): ein übereinander getürmter, zusammengeleimter, faszinierender Haufen von Werkzeug, Arbeitsmaterial und Alltagsresten. Und Raymond Pettibon (*1957 in Tucson/USA) hat in seinem Turmzimmer eine wutgeladene, tintenklecksende Auseinandersetzung mit der heimatlichen Großmacht USA, ihrem Chauvinismus, ihren Mythen, Idolen und ihren Traumata geführt.

Insgesamt jedoch herrscht penible Ordnung in der Ausstellung. Viele Arbeiten wirken überinszeniert - vor allem jene, die hochgradig konzeptuell angelegt sind wie Walid Ra'ads (The Atlas Group) gefälschte Dokumente und collagierte Notizbücher, Maria Eichhorns Aktiengesellschaft oder Fareed Armalys Auseinandersetzung mit der Geschichte Palästinas. Die aus Wien stammenden Ausstellungsarchitekten "Kühn Malvezzi " haben zwar ein schlüssiges Erscheinungsbild entwickelt, die doch sehr unterschiedlichen Ausstellungsorte mit einer Art Markenzeichen-Architektur zu verbinden. Doch spätestens in der ehemaligen Binding-Brauerei wird die Architektur zur Diktatur: Lange, schmale, hohe Gänge trennen hier die Arbeiten voneinander. Nirgends kann der Blick frei umherschweifen, nur an zwei Stellen kommen die Werke unterschiedlicher Künstler miteinander in einen Dialog. Nicht nur in der Präsentation der Arbeiten, auch in der Führung der Besucher äußert sich ein durchdringender Wunsch nach Wahrnehmungskontrolle. Hier bleibt nichts dem Zufall überlassen.

Und immer wieder Video: So viel Kino war nie auf einer Documenta

Dennoch schlägt in der Brauerei das Herz der Documenta. Die erstmals für die Ausstellung genutzte Halle beherbergt eine ungeheure Fülle an künstlerischen Erzählungen, ästhetischen Wahrnehmungserlebnissen und kraftvollen Inszenierungen. Artur Barrio (*1945 in Porto/Portugal; lebt in Rio de Janeiro/Brasilien) rebelliert in seinem Raum gegen alle Formen der Restriktion - seien sie politischer, gesellschaftlicher, formaler oder diskursiver Natur. Zitathaft finden sich in dem mit gemahlenem Kaffee ausgelegten Raum seine "Situationen" aus den siebziger Jahren wieder - von den einst spontan im öffentlichen Raum inszenierten Momenten künden in die Wände geschlagene Löcher, ein Stapel Brote und ein Haufen bronze-glimmernder Teilchen. Barrio verführt den Besucher zum Bleiben: ein Sofa, Wein und Gläser stehen bereit. Dass in diesem Raum eher Rebellen als Bohemiens ihre Ideen diskutierten, ist auch ohne Portugiesischkenntnisse an den pamphlethaften, mit Verve an die Wand geschriebenen Parolen abzulesen.

Vom Verschwörer zum Gefangenen sind es auf der Documenta nur wenige Meter: Tania Bruguera (*1968 in Havanna/Kuba) lässt die Besucher in eine Falle laufen (art 6/ 2002). Dutzende gleißender Scheinwerfer blenden, es wird heiß im Raum und nichts ist mehr zu erkennen. Gleichzeitig ertönen harte Schritte auf einem hölzernen, erhöhten Laufsteg, Pistolen und Maschinengewehre werden mit routinierten Handgriffen entsichert. Ertappt, gestellt und der Gedanke an Flucht aussichtslos: Das ist sicher eine sehr simple, auf kalkuliert drastische Art vorgetragene Stellungnahme zum Thema Militärdiktatur. Doch sie wirkt: Die live inszenierten Geräusche und die Anwesenheit von unsichtbaren Akteuren im Raum erzeugen eine beklemmende Atmosphäre, der man sich schwer entziehen kann.

Ein schauriges Puppentheater der gequälten, misshandelten, zerstückelten und auch sich selbst zerstörenden Kreatur lässt Annette Messager (*1943 in Berck/Frankreich; lebt in Malakoff) an den Strippen zappeln: ein schier unaufhaltsamer Kreislauf der Leidenschaften voller zerstörerischer Energie.

Und immer wieder Video: So viel Kino war nie auf einer Documenta. Pierre Huyghe (*1962 in Paris) schafft es immerhin in fünf Minuten und 45 Sekunden, die Rapper Africa Bambaataa, Grandmaster Flash und weitere Heoren der Hip-Hop-Szene ihre Geschichte erzählen zu lassen - eine Hommage auch "an New York City, die Stadt, die niemals schwarz werden würde - sie ist schwarz geworden!" Die launigen Sounds aus dieser Vorführkabine lassen aufmerken: Sollte die Documenta doch noch lustig werden? Fehlanzeige. Vor allem Geduld ist gefragt: Ulrike Ottinger (*1942 in Konstanz, lebt in Berlin) fordert mit ihrer zauberhaften filmischen Spurensuche von Berlin nach Istanbul ganze sechs Stunden Aufmerksamkeit. So großartig die Beiträge der beiden britischen Video-Stars Isaac Julien (*1960 in London) und Steve McQueen (*1969 in London; lebt in Amsterdam) sind, es fällt auf, dass die Auswahl mit dem thematischen Tunnelblick getroffen wurde. Unterdrückung und Ausbeutung einer ethnischen Minderheit, Sehnsüchte und Ängste junger Emigranten - wer inhaltlich nicht auf dieser Schiene fährt, bleibt wohl draußen. Herausragende Video-Künstler wie Chris Cunningham oder Matthew Barney - um einmal das müßige Spiel "wer fehlt?" zu spielen - hätten einer Documenta im Jahr 2002 auch ganz gut gestanden.

Stattdessen wird das Modell "Künstler" als aussterbende Gattung vorgeführt: Ivan Kozaric (*1921 in Petrinja/Kroatien; lebt in Zagreb) ist mitsamt seinem Atelier in die Documenta gezogen und wird nun wie ein Pandabär im Zoo bestaunt. Doch auch die größte Unordnung, dicke Staubschichten und viele unvollendete Entwürfe können erstens nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier ein Studio inszeniert und ausgestellt wird, und zweitens die sehr konventionellen Werke, aus diesem Umfeld herausgelöst und einzeln präsentiert, nicht mehr als ein müdes Schulterzucken hervorrufen würden. Doch die Frage nach der Qualität so mancher Arbeit ist angesichts so viel gut gemeinter Integration und kritischer Aufarbeitungskunst politisch nicht korrekt.

Bürgerinitiativen im Namen der Kunst

Auch im Kulturbahnhof und der Documenta-Halle stellt sich die Frage nach den kuratorischen Maßstäben: Im Bahnhof retten hoch geschätzte alte Bekannte das Niveau der Schau - zum Beispiel Hilla und Bernd Becher (*1934 in Potsdam und *1931 in Siegen; leben in Düsseldorf) mit ihrem wunderbaren Raum der Siegener Häuser. Sie führen vor, welche ästhetische Kraft konzeptuelle Fotografie entfalten kann. Danach kann man sich über die inhaltliche und formale Banalität der Fotoserien von Kendell Geers (*1968 in Johannesburg/Südafrika; lebt in London und Brüssel) und Lisl Ponger (*1947 in Nürnberg; lebt in Wien) nur wundern.

Die beklemmende Installation von Luis Camnitzer (*1937 in Lübeck; lebt in New York) hat das Individuum mit seinen Ängsten und seiner Grausamkeit im Visier, während die visionäre Architektur zu einem "Neuen Babylon" des Cobra-Mitbegründers Constant (*1920 in Amsterdam) die Masse Mensch von 1956 bis 1974 neu organisieren wollte. Als verspielter Utopist passt Bodys Isek Kingelez (*1948 in Kimbembele/ Kongo; lebt in Kinshasa) mit seinen bunten Schachtelstädten da noch gut hinein. Doch die über 200 linkischen, prätentiös in den Raum hinein inszenierten Filzstift-Zeichnungen von Andreas Siekmann (*1961 in Hamm; lebt in Berlin) wirken wie die Relikte vom Sozialkunde-Aktionstag einer Gesamtschule.

Die Documenta-Halle ist das Zentrum der Bürgerinitiativen im Namen der Kunst. Und um den Projekten nur ja keine Chance zu geben, ihre Ideen nachvollziehbar und eventuell gar mitreißend zu präsentieren, werden alle in die große untere Halle gestopft. Glauben die Kuratoren selbst nicht an die Kraft der Arbeiten? Ist der erweiterte Kunstbegriff etwa doch nicht salonfähig? Es scheint zumindest so, als habe man sich hier all der nach außen als so wichtig gepriesenen, in die Gesellschaft hineinwirkenden Arbeitsgruppen auf einen Schlag entledigt. Rechts und links von einem großen Tisch voller Lektüre und Computerarbeitsplätzen produzieren allesamt einen Informations-Overkill, dem man sich nur durch Flucht in den Park entziehen kann.

Hier treibt der Installations- und Performance-Künstler John Bock (*1965 in Gribbohm; lebt in Berlin) fast täglich sein Unwesen - in sicherem Abstand zu den hermetischen Häusern der Documenta und auf wunderbar absurde Weise. Bei Bock gibt es eine Bühne für Theaterinszenierungen, ein Kistenkino und eine rundherum einsehbare Backstage mit Requisiten, Kostümen und Videomonitoren. Ein kleines bisschen Anarchie. Und das ist der eigentliche Unterschied dieser Documenta zu den vorherigen: Es fehlt der Mut, Künstler mit unkalkulierbaren Projekten einzuladen, sich und alle anderen den Risiken einer sich frei entwickelnden Kunstform und des Scheiterns auszusetzen. Wo bleiben die Zumutungen? Statt Gewissheiten zu erschüttern, kommt die Documenta wohl geordnet, seriös und manchmal eben auch langweilig daher.

Noch weiter weg von den Wissensspeichern - Okwui Enwezor vermied ja konsequent den Begriff "Kunst" und sprach lieber von "Wissens-Produktion" - hat sich Thomas Hirschhorn (*1957 in Bern; lebt in Paris) entfernt. Mit seinem "Monument für Bataille" ist der Konzeptkünstler (art 6/2002) mitten hinein in eines der problematischsten Viertel Kassels gezogen - in eine überwiegend von türkischen Arbeitern bewohnte Siedlung in der Nordstadt. Hier setzt der geradezu romantisch am Hineinwirken der Kunst in die Gesellschaft glaubende Konzeptkünstler seine Reihe von Hommagen an Künstler, Schriftsteller und Philosophen des 20. Jahrhunderts fort.

Was Hirschhorns Projekt so herausragen lässt, ist das Wagnis, das der Künstler mit seiner Arbeit eingeht. Hirschhorn wohnt seit Monaten in dieser Siedlung, hat seinen Beitrag gemeinsam mit den Anwohnern entwickelt und aufgebaut und stellt sich täglich dem nicht geringen Konfliktpotenzial seiner Nachbarschaft. Diese respektiert den Schweizer, doch schon das Kunstpublikum und erst recht die anrückenden Medienvertreter sind hier nicht sonderlich beliebt. Für die Kinder der Siedlung jedoch wird das Stichwort Kunst immer einen Abenteuer verheißenden Klang behalten. Kein schlechtes Ergebnis für eine so abgehobene Veranstaltung.

Dieser Artikel erschien zuerst in art – Das Kunstmagazin, Ausgabe 8/2002.

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