Deutschland ist eine Einbauküche – Liam Gillicks spröder Biennale-Beitrag
KÜCHENPHILOSOPHIE
Am Sonntag eröffnet die 53. Kunstbiennale von Venedig. Der deutsche Pavillon wurde in diesem Jahr von dem britischen Künstler Liam Gillick gestaltet – zu sehen sind: eine Endlos-Küchenlandschaft und eine sprechende Katze. Ralf Schlüter, stellvertretender art-Chefredakteur, und unser neuer Video-Korrespondent Heinrich Schmidt von VernissageTV, sind in Venedig und haben sich den deutschen Pavillon schon einmal genau angesehen. Bereits am Montag präsentiert Ihnen das Duo weitere Video-Impressionen aus Venedig – und natürlich die ersten Höhepunkte der Biennale.
// RALF SCHLÜTER, HEINRICH SCHMIDT, VENEDIG
"Venedig-Kunstbiennale 2009"
Termin: 7. Juni bis 22. November, Venedig. Öffnungszeiten: Giardini Di-So 10-18 Uhr, Arsenale: Mi-Mo 10-18 Uhr. Ausstellungsorte: Giardini, Arsenale, Corderie, Palazzo delle Esposizioni, Artiglierie und viele kleine Orte über ganz Venedig verteilt.
Man muss schon sagen, dass der Beitrag von Liam Gillick alles andere als geglückt ist. Ich habe schon vor Monaten nicht verstanden, dass Gillick Deutschland auf der Biennale vertritt. Jetzt verstehe ich es noch weniger. Das Werk überzeugt überhaupt nicht.
Künstler wie Thomas Schütte, Andreas Slominski, Cosima von Bonin oder Manfred Pernice (etc.) hätten deutlich mehr Sinn gemacht. Wirklich Schade!
Tim
18:31
05 / 06 / 09 //
Liam Gillick
Ich finde das Ganze einfach schrecklich. Hat sich denn keiner unseren derzeit wirklich tollen deutschen Künstler gefunden??
Wenn das ganze noch gute Kunst wäre könnte man es ja noch verkraften, aber Liam Gillick ??? Armer deutscher Pavillon...
Simone Fleischmann
23:24
05 / 06 / 09 //
Gillick
Wer den Vortrag des Künstlers in Berlin gehört hat, konnte sich schon denken, dass da nichts großes rauskommt. In der Tat hat L.G. ein wirklich bescheidendes Werk entwickelt, das sich nur schwerlich mit den Leistungen von etwa Beuys, Haacke oder Schneider vergleichen lässt.
Nachtschwärmer
01:12
06 / 06 / 09 //
-
Scheiße
Nachtschwärmer
01:13
06 / 06 / 09 //
-
Das Zeug von dem Mann.
J.U.Seidel
10:20
06 / 06 / 09 //
the key fits the lock
Nichts für Ästhetiker. Im Kontext ist diese Installation als stimmig zu betrachten.
nino d.
10:38
06 / 06 / 09 //
warum?
im kontext stimmig das ich nicht lache . das haben hundert künstler schon besser gemacht. gillicks werk hat keine tife. keinen geust.
M. P.
23:47
06 / 06 / 09 //
Drei Tage Venedig
Drei Tage durfte ich mit Freunden in Venedig verweilen.
In Erinnerung werden mir Bruce Nauman, Silvia Bächli, Toba Kheedori und Blinky Palermo bleiben.
Liam Gilick hingegen, wird sich leider nicht einprägen.
Larisza Heinze
11:57
07 / 06 / 09 //
Deutscher Beitrag
Das ein Kurator einen Künstler aufgrund einer persönlichen Verbindung auswählt erscheint mir realtiv normal. Allerdings sollte man dem jeweiligen Kurator wünschen, dass er "seinen" besten Künstler ins Rennen schickt. Im Fall von Gillick war das leider nicht der Fall. Der Deutsche Beitrag sollte wohlbedacht gewählt werden. Liam Gillick hat schon seit Jahren keine wirklich interessante Arbeit mehr geschaffen und auch die Werke der 90er wiesen kaum eine sonderlich große Relevanz auf. Mit Richter oder Beuys lässt er sich nicht ansatzweise vergleichen. Und selbst das Werk von Genzken ist kompexer und wegweisender als das von Gillick. Künstler wie Manfred Pernice, Wolfgang Tillmans, Thomas Schütte oder Andreas Slominski wären, wie bereits oben erwähnt wurde, wesentlich angemessener gewesen.
Schade! Nein, sehr schade.
Robert Käusche
14:04
07 / 06 / 09 //
Ausländerfeindlich?
Die Kritik an Liam Gillick hat gar nichts mit Ausländerfeindlicheit zu tun. Die Auseinandersetzung des Künstlers mit der Geschichte des Bauwerkes wure von Hans Hacke oder Gregor Schneider tausendmal besser durchgeführt.
Für mich ist Gillick ein reiner Kunstmarkt-Künstler, der in wenigen Jahren verschwunden ist.
Kunstliebhaber
17:13
07 / 06 / 09 //
Haben oder nicht haben?
Hat die Arbeit von Liam Gillick Geit? Nein, ich denke nicht!
Jana Peters
23:44
07 / 06 / 09 //
Im ZDF
sogar im ZDF wird die Arbeit von Liam Gillick verrissen.
Oh Gott!
Mike
09:38
08 / 06 / 09 //
-
Liam Gillick rezipiert die herausragenden Leistungen der Kunst der 60er und 70er Jahre. Sein Eigenanteil, die Auseinandersetzung mit sozialen und ideologischen Systemen, ist leider nur sehr gering.
Zudem wurden vergleichbare Fragestellung von Künstlern wie Cildo Meireles viel besser behandelt.
Ralf Siebert, München
11:02
08 / 06 / 09 //
Systeme
Das einzige System, das man bei Gillick erkennen kann, ist das (schlechte) Kuratoren-Netzwerk. Den Arbeiten fehlt die Innovationskraft.
-
23:25
20 / 06 / 09 //
Gerade wieder aus Venedig zurück...
Bruce Nauman wird in Erinnerung bleiben?
Das war eine reine vorhersehbare, langweilige Retrospektive... In den Räumen waren die Arbeiten zwar schön/stimmig präsentiert und wirkten dadurch zweifelsohne nicht schlecht, darüber ging der Beitrag aber nicht hinaus.
Das hat für mich nichts auf der Biennale verloren! Oder geht es dabei nur um die Repräsetation der jeweils nationalen , durch den Kunstmarkt geprägten, großen Namen?
Dann doch aus solchen Erwartungen ausbrechen und das Rsisiko damit zu scheitern eingehen!
suruam
13:43
17 / 07 / 10 //
Eine
schöne Video Kritik an der Arbeit von Liam Gillick der ein typischer Vertreter des 'ich-weiss-Bescheid-Konzeptionalismus' ist. Also für jene die Bescheid eine Bestätigung und für jene die nicht Bescheid genauso. Ein Riesenlangweiler der jenen Leuten die konzeptuelle Herangehensweisen mit Materialismus torpetieren Argumente bringt. Für jeden der konzeptuelle Haltung essentiell schätzt ein Schlag ins Gesicht.
Architekturkritiker Till Briegleb ist für art gerade auf der Architekturbiennale in Venedig und hat ein kleines Bilderrätsel für's Wochenende gebloggt: "Erkennen Sie das Land an Hand seiner Verschrobenheit." < mehr >
"Modelle und Ansichten" - bis 1. November 2010 in Bonn Dreimaliger documenta-Teilnehmer in Kassel, Preisträger des Düsseldorfer Kunstpreises 2010 und des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig 2005 als bester Einzelkünstler - Thomas Schütte, zählt zu den international wichtigsten deutschen Künstlerpersönlichkeiten < www.bundeskunsthalle.de >
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Joseph Beuys +++ Bronzino +++ Quadriennale Düsseldorf +++ Museums-Insel Naoshima +++ Surrend +++ Meilensteine: Gerhard Richter < mehr zum aktuellen Magazin >