Ayşe Erkmen

Ayşe Erkmen, Projektskizze für Skulptur Projekte 2017

Knapp unter der Wasseroberfläche des Muünsteraner Hafenbeckens möchte Erkmen beide Uferseiten durch einen nahezu unsichtbaren Steg miteinander verbinden, so dass die Menschen scheinbar über das Wasser laufen.

Ayşe Erkmen

Ayşe Erkmen, Projektskizze für Skulptur Projekte 2017

Der Steg besteht aus einem Gitterrost, wie er für herkömmliche Bootsstege verwendet wird, und schafft eine unaufdringliche Verknüpfung zwischen den beiden bis heute unterschiedlich genutzten Seiten des Hafenbeckens, dem so genannten Kreativufer im Norden und der industriell geprägten Südseite.

Alexandra Pirici

Alexandra Pirici erarbeitet eine Performance zum Thema "Nationales Gedächtnis" für den Friedenssaal im historischen Rathaus.

Alexandra Pirici

Alexandra Pirici: "Leaking Territories", Probe im Friedenssaal

Mit Blick auf die politische Aktualität des historischen Ereignisses wählt sie den Friedenssaal im historischen Rathaus Münsters - ein wichtiger Schauplatz des Westfälischen Friedens - zum Standort für ihr Projekt. Die geplanten Performances thematisieren das Verhältnis von digitaler und körperlicher Sphäre.

Peles Empire

Peles Empire: Katharina Stöver und Barbara Wolff

Das Material für ihre Zusammenarbeit liefert den Künstlerinnen Katharina Stöver und Barbara Wolff seit 2005 die Ausstattung des Schlosses Peles, das zur Zeit der rumänischen Staatsbildung gebaut
wurde.

Peles Empire

Peles Empire, Projektskizze für Skulptur Projekte, 2017, 3D-Modell, Vorderansicht

Für ihre Überlegungen nehmen Peles Empire in Münster den in den 1950er Jahren erfolgten Wiederaufbau der zerstörten Innenstadt zum Ausgangspunkt. Dementsprechend wird der Standort ihrer Skulptur im
Stadtkern liegen.

Peles Empire

Garten Schloss Peles

Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist immer das rumänische Schloss Peles. In ihren Ausstellungen arbeiten die beiden Künstlerinnen mit der Übertragung dieser Räume in Installationen.

Ei Arakawa

Ei Arakawa entwickelt experimentelle Musicals, Tanz- und Theaterstücke oder Workshops. In wechselnden Rollen ist er mal Gastgeber, mal Zeremonienmeister und mal Showmaster.

Ei Arakawa

In Arakawas Performances können nicht nur Menschen aktive Teilnehmer sein, sondern auch Objekte, Gemälde, Daten, Sounds oder Architektur.

Für Münster setzt er Arbeiten zeitgenössischer Maler/innen sowie Gemälde aus der jüngeren Kunstgeschichte in LED-Screens in Originalgröße um und platziert sie als Gruppe auf einer Grünfläche am hinteren Teil des Aasees. Die digitalen Gemälde "singen" eigens für sie komponierte Musikstücke, deren Inhalte direkt auf die Installation Bezug nehmen.

Michael Smith

Seit über 35 Jahren widmet Michael Smith seine Performances den tragikomischen Aspekten der amerikanischen Kunst- und Kulturwelt. In Münster wird er einen Tattooservice für Menschen ab 65 anbieten.

Michael Smith

Michael Smith, "Not Quite Under_Ground Tattoo Studio", Vorschlag für Skulptur Projekte 2017

Geplant ist ein Büdchen in der Nähe des Bahnhofs, in dem sich Personen über 65 Jahre in Tattoo-Fragen beraten lassen können. Die Auswahl an Motiven besteht in Zeichnungen von Smith selbst, von befreundeten Künstlern und an den Skulptur Projekten teilnehmenden Kollegen.

Michael Smith

Michael Smiths Tattoo-Studio

Kuratorenteam

Ein Trio für Münster: Marianne Wagner, Kasper König und Britta Peters (von links)

Mika Rottenberg

Mika Rottenberg: Videostills, 2017

Mika Rottenberg thematisiert in ihren Arbeiten globale kapitalistische Strukturen, indem sie einen Laden für chinesisches Billigspielzeug einrichtet. Außerdem ist dort eine Videoarbeit zu sehen, die in einer zwischen den USA und Mexiko gelegenen Grenzstadt spielt, in der viele chinesische Immigranten leben und arbeiten.

 

Aram Bartholl

Aram Bartholl mit den Kuratorinnen Marianne Wagner und Britta Peter unter dem elektrischen Teelicht-Lüster.

Aram Bartholl verbindet an drei Orten die digitale Sphäre mit der realen Welt: Am Pumpenhaus wird ein Lagerfeuer zur Handy-Aufladestation, am Fernmeldeturm liefert ein Gartengrill Elektrizität fürs Intranet, und am Schlossplatz erleuchten Teelicht-Lampen eine dunkle Unterführung.

Nicole Eisenman

Nicole Eisenman bei der Arbeit an Figuren für ihren Skulptur-Projekte-Brunnen, November 2016

Nicole Eisenman ist als Malerin bekannt, deren Bilder oft mit einer eigenartigen sexuellen Unbeholfenheit aufgeladen sind. Für Münster konzipiert sie einen Brunnen, dessen Figuren nicht Anmut und Grazie ausstrahlen – wie beim klassischen Zierbrunnen üblich –, sondern tollpatschiges Antiheldentum.

 

Zum Artikel: Skulptur Projekte Münster 2017: »Wenn sich alle einig sind, stimmt irgendwas nicht«