Karl-Marx-Statue in Trier

»Damit kann man was anfangen«

Die Stadt Trier hat den ersten Modell-Entwurf der geplanten Karl-Marx-Statue vorgestellt, die zum 200. Geburtstag des Philosophen im Mai 2018 aufgestellt werden soll. Sie ist ein Geschenk aus China.
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Modell-Entwurf des chinesischen Künstlers Wu Weishan für die geplante Karl-Marx-Statue in Trier.

Ein Bild des Modells des chinesischen Künstlers Wu Weishan zeigt einen nachdenklichen Marx im Gehrock, der mit dem linken Fuß nach vorne schreitet. Die eine Hand ruht auf dem Revers seines Mantels, die andere hält ein Buch.   

"Das ist eine Figur, mit der man etwas anfangen kann, und wo man keine Angst davor haben muss, dass es sozialistische Übertreibung ist", sagte Baudezernent Andreas Ludwig. Insgesamt 6,30 Meter hoch soll der Marx werden, den die Volksrepublik China der Geburtsstadt von Marx zum großen Jubiläum schenken will: 4,90 Meter groß die Bronze-Skulptur und 1,40 Meter hoch der Sockel. 

Der Riesen-Marx soll auf den Simeonstiftplatz bei der Porta Nigra kommen. Der Stadtrat soll Anfang März über die Annahme des Geschenkes entscheiden. Vorher können Bürger sich anhand eines Schattenrisses am künftigen Standort ein Bild von einer solchen Statue machen. Größe und Platz hatten teils heftige Kritik ausgelöst. Marx, einer der geistigen Väter des Kommunismus, wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren und verbrachte die ersten 17 Jahres seines Lebens in der Moselstadt. Das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier planen zum Jubiläumsjahr eine große Ausstellung in Trier.