Museum für Bildende Künste - Leipzig

Das Glashaus wird vollendet

Vor drei Jahren wurde der Neubau des Museums für Bildende Künste in Leipzig eröffnet – nun erhält er endlich seine Glasfassade
Bau in Vollendung:Glasfassade für Museum für Bildende Künste in Leipzig

Wieder eingerüstet: das Museum für Bildende Künste in Leipzig

Die Leipziger trauen ihren Augen kaum: Am erst 2004 eingeweihten Neubau des Museums für Bildende Künste stehen wieder Gerüste. Endlich wird die langerwartete Glasfassade montiert. Der gläserne Vorhang soll nach Plänen der Museumsarchitekten Hufnagel Pütz Rafaelian (Berlin) den gesamtem Baukörper an einem Metallgerüst umhüllen Doch bereits 2003, noch vor Übergabe des Gebäudes, gab es massive Probleme bei der Montage der Glashaut. Das gewählte Material entsprach nicht den Sicherheitsbestimmungen und drohte zu reißen. Ein Beweissicherungsverfahren gegen die damals beauftragte Firma zog sich bis letztes Jahr hin, und erst im Frühjahr 2007 konnte der Auftrag neu ausgeschrieben werden.
Inzwischen hatten sich auch noch die Vorschriften geändert, so dass ein völlig neues Glas mit aufgesprühter Beschichtung verwendet werden musste. Diese Folie verhindert bei Bruchschäden ein Herabfallen der Splitter. Mithilfe der Münsteraner Firma Haverkamp, die auf explosionssichere Räume und schussfestes Glas spezialisiert ist, gelang es, den neuen Werkstoff zu entwickeln, der dieser Tage in Leipzig angebracht wird. Vor einigen Tagen fand eine Probehängung von mehreren Glasplatten statt, die von allen Beteiligten als Grund zum Optimismus gewertet wird. Bis zur Winterpause soll die Hälfte der etwa 10.000 Quadratmeter Fassadenfläche bereits bedeckt sein; für Mai 2008 erwartet man nach über vier Jahren Wartezeit die endgültige Fertigstellung. Die erfolgreiche Langzeitverhüllung wäre doch Grund für eine erneute feierliche Übergabe des Bauwerks.