Zerstört - Monet-Bild

Fausthiebe für die "Brücke von Argenteuil

Verhängnisvolle Tat während der Pariser Museumsnacht
Vandalismus:Monet-Bild  von Jugendlichen beschädigt

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Die Sicherheitsmängel in französischen Museen bleiben Tagesgespräch. Nach kürzlichen Diebstählen in Nizza und Perpignan – im August wurden am hellichten Tag aus dem Musée des Beaux-Arts von Nizza je ein Gemälde von Claude Monet und Alfred Sisley, sowie zwei von Jan Brueghel d. Ä., im September wurden aus der Kathedrale von Perpignan Dutzende kostbare liturgische Gegenstände gestohlen – wurde jetzt in Paris das berühmte Gemälde "Die Brücke von d'Argenteuil" von Claude Monet in der Nacht vom Samstag auf Sonntag von fünf jugendlichen Spontantätern schwer beschädigt.

Den flüchtigen, von einer Videokamera gefilmten Tätern, vier jungen Männern und einer Frau, war es gelungen, während der "Nuit Blanche", der langen Nacht der Museen, gewaltsam in einen Saal der ständigen Sammlung des Musée d’ Orsay einzudringen, deren Tür "wahrscheinlich defekt" war, wie die Polizei berichtete. Aufgeschreckt durch das Schrillen der Alarmanlage, beschädigten die Täter das 1874 entstandene Gemälde mit Faustschlägen, ehe sie die Flucht ergriffen. Die Museumsleitung spricht von einem zehn Zentimeter langen Riss. Heinz-Peter Schwerfel