Eugène Atget - Werkschau

Enge Höfe, prächtige Paläste

Der französische Fotograf Eugène Atget hat im Berliner Martin-Gropius-Bau eine Werkschau

Seine große Liebe galt der Stadt Paris und seinen Einwohnern: Zwischen den Jahren 1897 und 1927 hielt Eugène Atget (1857 bis 1927) das alte Paris mit all seinen Licht- und Schattenseiten fotografisch fest. Enge Gassen und Höfe im historischen Zentrum mit seinen alten, zum Teil abrissreifen Häusern interessierten ihn ebenso wie die prächtigen Paläste aus der Zeit vor der französischen Revolution, die Brücken und Kaianlagen an der Seine genau so wie die teuren Geschäfte und ihre Schaufensterauslagen. Zu seinen Modellen gehörten der Straßenhändler, der Lumpensammler, die Inhaber kleiner Geschäfte, aber auch Prostituierte, Arme und Obdachlose.

Zum 150. Geburtstag des französischen Fotografen Eugène Atget wird eine große Retrospektive mit 350 seiner Arbeiten im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen sein. Die Ausstellung wurde von der Bibliothèque Nationale de France zusammengestellt. Sie umfasst sieben Kapitel, darunter die von Atget selbst zusammengestellten Alben zu verschiedenen Themen wie Pariser Wohnungen, Schaufenster oder Befestigungsanlagen.

Termin: 28. September bis 6. Januar. Katalog: 29,90 Euro (Museumsaugabe), 49,90 Euro (Buchhandelsausgabe)