Boris Lurie gestorben - NO!art

Retrospektive im KZ Buchenwald

Der New Yorker Maler lettischer Herkunft, Boris Lurie, Gründer der NO!art-Bewegung, ist gestorben
Krieg und Judenvernichtung –:Themen des Malers Boris Lurie, der mit 83 starb

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Der New Yorker Maler Boris Lurie ist im Alter von 83 gestorben. Geboren 18. Juli 1924 in Leningrad (St. Petersburg), zog er ein Jahr später mit seinen Eltern nach Riga (Lettland). Nach der Besetzung seiner Heimat wurde Lurie von 1941 bis 1945 in den KZs Riga, Lenta, Stutthof und Buchenwald inhaftiert. Nach der Befreiung durch die Amerikaner 1946 emigrierte er in die Vereinigten Staaten, wo er 1959 zusammen mit Sam Goodman und Stanley Fisher die NO!art-Bewegung in der 10th Street in New York (March Group & Gallery) gründete.

NO!art ist nach eigener Definition die "strategische Kreuzung, auf der sich
 künstlerische Produktion und gesellschaftlich-kulturelle Aktion begegnen. Ihre Zielscheiben sind die scheinheilige Intelligenzia, die kapitalistische Manipulation der Kultur, 
die Konsumgesellschaft und andere Moloche. Das Ziel 
der NO!art ist der völlig unbehinderte Selbstausdruck durch 
die Kunst, die in ein gesellschaftliches Involvement 
einmünden soll."

Lurie setzte sich in seinen Gemälden in zeitlebens offensiv mit Themen wie Krieg und Judenvernichtung auseinander. Eine Retrospektive seiner Werke 1998/99 im KZ Buchenwald machte ihn auch in Deutschland bekannt. Petra Bosetti

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