Lügen.Nirgends - Münster

Fiktion, Dokumentation, Wirklichkeit

Eine Schau über die Rhetorik der Glaubwürdigkeit in der Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst in Münster
Die Rhetorik der Glaubwürdigkeit:Ausstellung über die Methoden der Dokumentation

Bild aus der Serie "Matheus' Dream" (2007/08), eigens für die Münsteraner Ausstellungshalle entstanden

Der Berliner Marcel van Eeden hat sich eine neue Vergangenheit erzeichnet: Er sammelt Bilder, die vor seiner Geburt entstanden sind, setzt sie zeichnend neu zusammen und kehrt so den Zeitfluss um.

Rund 5000 Schwarzweißblätter hat er inzwischen nach Fotomaterial, das er in Zeitschriften, Büchern, Privatalben gefunden und auch von Internet-Standbildern auf seinem Computer abfotografiert hat, gefertigt. Nun gibt es zum ersten Mal Gemälde des 1965 in Den Haag geborenen manischen Zeichners zu sehen.

In der Ausstellungshalle für Zeitgenössische Kunst in Münster werden Eedens – farbige – Gemälde im Rahmen der Ausstellung "Lügen.Nirgends. Zwischen Fiktion, Dokumentation und Wirklichkeit" gezeigt. Untersucht werden Methoden der Dokumentation, "wie sie uns in scheinbar objektiven Tatsachen- und Augenzeugenberichten" begegnen, heißt es in einem Text zur Ausstellung. Außerdem mit dabei: Corinna Schnitt, Mathilde ter Heijne, Omer Fast, Sven Johne, Mila Köpp, The Atlas Group, Sophie Calle und Hans Winkler.

"Lügen.Nirgends"

Termin: bis 30. März, Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster.
http://www.muenster.de/stadt/ausstellungshalle/index1.html