Daigo-ji - Bundeskunsthalle

Intimer Buddhismus

Die Bonner Bundeskunsthalle präsentiert in der Ausstellung "Daigo-ji" Tempelschätze aus Japans ältestem Kloster.
Der geheime Buddhismus:Kostbarkeiten aus Japans ältestem Kloster

Stellschirme mit jahreszeitlichen Darstellungen von Pfingstrosen, Buschklee und Fasanen von Matsumura Keibun (1779 bis 1843)

Wenn im Untertitel einer Ausstellung der Begriff "der Geheime Buddhismus" auftaucht, dann ist das in diesem Fall nicht der Versuch eines Ausstellungskurators, seine Schau im Stil der Boulevardpresse aufzupeppen. Vielmehr, so wird schon in den Vorankündigungen erklärt, sei "dies die direkte Übersetzung des in Ostasien gebräuchlichen Namens für den esoterischen Buddhismus", für einen "intimen" Buddhismus im Sinne von "Buddha nahe sein".

Das Kloster Daigo-ji, im 9. Jahrhundert im Süden der alten Kaiserstadt Kyoto gegründet, gilt als eine der größten Kultstätten dieses "Shingon-Buddhismus". Seine Schätze aus 1000 Jahren sind jetzt zum ersten Mal in einer Ausstellung zu sehen – Skulpturen, Lackarbeiten, Kalligraphien und Malereien.

Die Kunstschätze des Landes werden von der japanischen Kulturbehörde in drei Kategorien aufgeteilt: "Nationalschatz", "wichtiges Kulturgut" und "wichtiges Kunstobjekt". In Bonn sind 13 Schätze der höchsten Kategorie zu sehen – illuminierte Sutren (heilige Schriften des Buddhismus), seltene, bis zu drei Meter hohe Malereien aus dem 11. bis 13. Jahrhundert und Handschriften der alten Kaiser. Außerdem kamen 93 der "wichtigen Kulturgüter" nach Bonn.

"Daigo-ji – Der geheime Buddhismus in Japan"

Termin: bis 24. August. Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Museumsmeile Bonn.
http://www.kah-bonn.de/