Stadtbilder - Ausstellung

Licht und Schatten der Grossstädte

Das "Kunst Archiv Darmstadt" zeigt Druckgrafiken der Expressionisten

In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde quasi erfunden, was heute auf der ganzen Welt eine Selbstverständlichkeit ist: die Großstadt. Durch die Industrialisierung drängten auch immer mehr Menschen vom Land in die Städte, diese wurden immer größer, lauter, hektischer, auch glamouröser. Berlin wurde in den Zwanzigern zum Synonym der prosperierenden Großstadt in Europa. Nicht allen Menschen ging es gut: Die das Geld hatten, genossen das Leben in vollen Zügen – nicht umsonst spricht man von den "Goldenen Zwanzigern", viele aber blieben auf der Strecke.

Literaten wie Georgy Heym, Alexander Döblin oder Ernst Stadler machten die Großstadt zu ihrem Thema, vor allem aber bildende Künstler fanden hier einen nicht enden wollenden Fundus an Eindrücken. Ludwig Meidner, Max Beckmann, Karl Hubbuch, George Grosz, Lionel Feininger und andere hielten Licht- und Schattenseiten des Großstadtlebens in Bildern und Grafiken fest – die Schwindel erregenden Häuserschluchten, die rasanten Verkehrsmittel, die aufregenden Architekturen. Zirka 80 Arbeiten auf Papier, die sich allesamt mit der Großstadt und ihrem Lebensgefühl beschäftigen, vor allem Radierungen, Holzschnitte und Lithografien aus privatem Besitz, sind jetzt in einer Ausstellung des "Kunst Archivs Darmstadt" zu sehen. Sie ist Teil des Darmstädter Architektursommers.

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