Tour de France - Galerie Perrotin Paris

Vom Sport zur Kunst

Kunst, Sport und Philanthropie: Der amerikanische Radrennfahrer und Kunstsammler Lance Armstrong initiierte die Verkaufsausstellung "Stages" in der Pariser Galerie Emmanuel Perrotin. Der Erlös wird der Lance-Armstrong-Foundation zukommen, die Krebskranke und die Krebsforschung unterstützt.

Schon zu Beginn der Tour de France hatte Lance Armstrong angekündigt, für ihn stehe dieses Jahr nicht der begehrte Pokal im Mittelpunkt, sondern der Erfolg seiner Stiftung. 21 international renommierte Künstler konnte er für sein Benefizprojekt gewinnen, darunter Richard Prince, Ed Ruscha, Cai Guo-Quiang, Yoshitomo Nara und Jules de Balincourt. Bis auf Andreas Gurskys "Tour de France I", eine schwindelerregende fotografische Berglandschaft, wurden alle Arbeiten eigens für die Ausstellung geschaffen.

Für die Künstler war die Verwendung von gelb getönten Elementen, der Farbe der Lance-Armstrong-Foundation sowie des berühmten Trikots, die einzige ästhetische Verpflichtung. Die Werke reichen von Porträts bis zu Collagen, Gemälden und Skulpturen: Neben abstrakten Kreationen sind die Darstellung von Krebskranken und die Inszenierung des Radsports wiederkehrende Motive. Zu sehen ist beispielsweise das merkwürdige, überladene "Tequila Bike for Girls" von Tom Sachs. Oder das Bild "Burnout" von Aaron Young, für das der Künstler mit Gold, Glas, Gummi, Weißwein und Acryl auf einer Aluminium-Unterlage gearbeitet hat. Der Amerikaner Shepard Fairey porträtierte mit "Jessica" eine Krebskranke, die wie Armstrong die Krankheit überwunden hat.

Bis 8. August ist "Stages" in der Galerie Perrotin zu sehen, anschließend wird die Ausstellung nach New York, Los Angeles und schließlich Anfang 2010 zum Portland Art Museum reisen. Lance Armstrong wird außerdem im Oktober einige seiner von Künstlern gestalteten Räder zu Gunsten seiner Stiftung versteigern – unter anderem das Damien-Hirst-Fahrrad, mit dem er den finalen Sprint auf der Champs Élysées am 26. August gefahren ist.

"Stages"

Termin: bis 8. August, Galerie Emmanuel Perrotin, Paris
http://www.galerieperrotin.com/

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