Graffiti - Paris

Virus der Straße

Einfallsreich erzählt die Ausstellung die Geschichte der Graffiti

Alle Jahre wieder taucht die Fondation Cartier im Sommer in die Popkultur. Nun ist mit der Geschichte der Graffiti die künstlerische Fassadenverschmutzung dran. Während man im Erdgeschoss mit großen Gemälden von Gästen aus São Paulo, Amsterdam oder New York trendy kommt, darf es im dunklen Kellergeschoss schmutzig werden.

Hier trifft man auf die Heroen der frühen siebziger Jahre, die in New York Mauern mit ihren Tags beschmierten, ehe 1974 der erste vollständig bemalte Subway-Wagen auftauchte.

Alles wird einfallsreich dokumentiert (Katalog: Verlag Thames & Hudson, 38,50 Euro), mit Videointerviews in Würde gealterter Pioniere und Tatwaffen, von der Spraydose bis zum Verdünner. Die kamen zum Leid der Anwohner auch in der Nachbarschaft der Fondation verstärkt zum ­Einsatz. Graffiti-Kunst ist unsterblich – und ansteckend.

Né dans la rue - Graffiti

Termin: bis zum 29. November 2009, Fondation Cartier, Paris
http://fondation.cartier.com