Kunstszene Vietnam - Berlin

Das schwere Erbe des Krieges

Eine Ausstellung mit Künstlern aus Vietnam soll eine Wissenslücke schließen.
Ausstellung:Selten gezeigte Kunst

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Während die zeitgenössische chinesische Kunst weltweit große ­Erfolge feiert, weiß man von der Kunst aus an­deren Teilen Asiens – wie aus etwa Vietnam – so gut wie nichts.

Die Ausstellung in der ­Berliner ifa-Galerie soll helfen, diese Wissenslücke zu schließen (Katalog: ­Kerber Verlag, 28 Euro). Mit den Arbeiten von elf viet­namesischen Künstlern wollen die beiden Ausstellungskuratorinnen ­Barbara Barsch und Veronika Radulovic ­zeigen, dass sich auch hier eine bemerkenswerte Szene ­herausgebildet hat.
Zu den eingeladenen Künstlerinnen und Künst­lern zählen etwa der Bildhauer Nguyen Manh Hung, dessen Hausskulpturen sich um die individuelle Anpassung und Umnutzung von modernen Plattenbauten dre­hen. Dinh Q. Le dagegen thematisiert das schwe­re Erbe des letzten Krieges: Spiel­zeug und Kleidung für verkrüppelte ­Kinder machen deutlich, dass der flächendeckende Einsatz chemischer Kampfstoffe wie Agent Orange durch die US-Armee bis heute wirkt.